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Ausgabe März_2015

Lange Kredit-Laufzeiten werden teuer

von , am
23.02.2015

Nach Basel III müssen Banken die Kreditvergabe durch Eigenkapital besser absichern. Das erhöht die Kosten der Kreditinstitute, die das wiederum auf ihre Kunden abwälzen. Im aktuellen Zinstal ist davon noch wenig zu spüren, doch das wird sich ändern.

Stall
© fotolia
Für den Agrarsektor ist der Finanzierungsengpass, der infolge der Finanzkrise ursprünglich erwartet wurde, auch im achten Jahr der Turbulenzen am Kapitalmarkt ausgeblieben. Im Gegenteil, das in den letzten Jahren stetig sinkende Zinsniveau bescherte Agrarunternehmen sogar einen zusätzlichen positiven Effekt im prosperierenden Investitionsumfeld.
 
Bis 2019 sollen jedoch neu definierte Anforderungen im Bankenbereich vollständig umgesetzt sein. Zukünftig müssen Banken bei gleichen Kreditvergabevolumen mehr Eigenkapital einsetzen als unter alten Rahmenbedingungen. Eigenkapital ist für Banken jedoch einer der knappsten Faktoren. Entsprechend teuer ist dieser Faktor. Die Kosten eines Kredites werden sich hierdurch also erhöhen.

Neben den verschärften Eigenkapitalregeln werden Liquiditätsanforderungen höher, die sich ebenfalls auf die bankenseitigen Kosten für Kreditgeschäfte und -konditionen auswirken. Die verschärften Vorgaben zur Fristenkongruenz von Refinanzierungen machen langfristige Kredite unattraktiver für Banken.
 
Die überproportionale Belastung langfristiger Kredite trifft insbesondere die Unternehmen des landwirtschaftlichen Sektors. Darüber hinaus sind die Amortisationszeiten landwirtschaftlicher Investitionen, also der Zeitraum, in dem das investierte Kapital zurückfließt, deutlich länger als in deren Wirtschaftszweigen.

Welche Anpassungen sind also im landwirtschaftlichen Unternehmen notwendig, um auch künftig kostengünstige, möglichst lang laufende Finanzierungen zu erhalten?
 
Die Antwort, wie Betriebe mit einem optimalen Rating gegensteuern können, finden Sie im aktuellen agrarmanager. Und hier können Nicht-Abonnenten reinschuppern.
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