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Ausgabe Dezember_2014

Leguminosen auf dem Vormarsch

von , am
28.11.2014

Im Zuge der GAP-Reform haben Eiweißpflanzen deutlich an Attraktivität gewonnen, nachdem ihr Anbau in den letzten Jahren auf deutschen Äckern stark zurückgegangen war. Unser Autor erläutert, worauf Sie beim Anbau von Erbse, Ackerbohne und Co. achten sollten.

Auch künftig müssen die Landwirte nur fünf Prozent ökologische Vorrangflächen wie Leguminosen vorweisen. Allerdings will die EU-Kommission weiterhin Pflanzenschutzmittel beim Eiweißpflanzenanbau verbieten. © Mühlhausen/landpixel
Seit 2000 hat sich die Leguminosenfläche in Deutschland drastisch verringert. In den meisten Fruchtfolgen sind sie nicht mehr vorhanden. Der derzeitige Umfang von etwa 0,8 %  Körnerleguminosen an der Ackerfläche entspricht keineswegs den Erfordernissen für einen nachhaltigen Ackerbau in Deutschland.
 
Doch das kann sich schon bald ändern:  Am 1. Januar 2015 tritt die Greeningpflicht in Kraft. Für den Erhalt der sogenannten Greeningprämie können Landwirte ihre ökologischen Vorrangflächen unter bestimmten Auflagen produktiv nutzen. Hierzu zählt auch der Anbau von Leguminosen.
 
Erbse, Ackerbohne oder Lupine? Welche Leguminose passt zu mir? 
Grundsätzlich gilt, dass alle Leguminosen mit sich und anderen mehr oder weniger unverträglich sind. So absolut stimmt das aber auch nicht, da die Leguminosen unterschiedlichen Gattungen angehören. Gegenseitig relativ unverträglich sind Lupinen - Erbsen und Erbsen - Lupinen. Während die Folge Erbse - Ackerbohne als ungünstig gilt, können umgekehrt Erbsen nach Ackerbohnen mit Erfolg angebaut werden. Nach der Blauen Lupine darf auch keine Serradella folgen. Rotklee und Luzerne eignen sich nicht als Vorfrucht für Körnerleguminosen. Nach Ackerbohnen und Erbsen können ohne Beeinträchtigung der Erträge andere Leguminosen angebaut werden.


Welche Vor- und Nachteile ergeben sich aus dem Leguminosenanbau? Was für Standortansprüche haben die einzelnen Leguminosen und wie sieht es mit Krankheitserregern aus? Die Antworten und noch viel mehr lesen Sie in unserer Dezember-Ausgabe. Und hier können Nicht-Abonnenten reinschuppern in den agrarmanager.
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