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Ausgabe Februar 2014

Die Macht der Werbung

von , am
28.01.2014

Täglich werden wir mit Reklame konfrontiert. Besonders im Hinblick auf Lebensmittelskandale können neue Werbestrategien ein einzigartiges Kommunikationsinstrument für das Agribusiness darstellen - sie müssen nur richtig genutzt werden.

Haben Sie sich nicht schon einmal selbst dabei beobachtet, wie Ihnen das  Wasser im Mund zusammengelaufen ist, als Sie im TV eine Burger-Werbung  angesehen haben? Ist Ihnen dabei aufgefallen, dass insbesondere solche Lebensmittel-Werbungen vermehrt zu den üblichen Essenszeiten gesendet werden? Achten Sie mal drauf!   
 
Die Wirkung, die Werbung auf uns und unsere Kaufentscheidungen ausübt, ist immer genauestens kalkuliert. Die klassischen Medien wie die Zeitung, das Radio oder der Fernseher werden dabei immer häufiger von neuen Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram abgelöst. Den vergleichsweise höchsten Werbeanteil in den verschiedenen Medienkanälen hat immer noch die TV-Werbung. Weil etwa 98 % aller deutschen Haushalte mindestens ein TV-Gerät besitzen, können so besonders viele Personen erreicht werden.
 
Forscher gehen heute davon aus, dass 70 % unserer (Kauf-) Entscheidungen nicht rational, sondern - auf Emotionen beruhend - unbewusst getroffen werden. Deshalb ist eine emotionale Ansprache der Konsumenten in Werbung besonders erfolgreich. Neben der emotionalen Ebene spielt die frühkindliche Prägung eine bedeutende Rolle: Was wir als Kind mochten, mögen wir auch als Erwachsene.
 
Leider beruht die Werbung häufig auf einer sogenannten Zauberformel: Es kommt immer ein Naturmotiv, eine heile Familienidylle und ein Genussmoment darin vor. Das Problem an dieser Zauberformel liegt allerdings in ihren Komponenten. Sicherlich ist eine grüne Wiese, ein See oder eine Wald im Bezug auf die Lebensmittelherstellung keine gänzlich falsche Darstellung. Wenn aber als  Schauplatz der Käse-, Milch- oder Butterwerbung fast immer eine bayrische Alm gewählt wird, ist diese Inszenierung einfach falsch. Damit wird  willentlich ein Bild der Landwirtschaft projiziert, was mit der Realität  nicht viel gemein hat. Denn die deutsche Milcherzeugung spielt sich vor allem in modernen Milchviehställen ab, wovon in der Werbung jedoch nichts zu sehen ist.
 
Welche Methoden gewählt werden, um den Verbraucher anzusprechen, was Tipps und Tricks für bessere Werbung sind und ein Interview mit dem Werbefachmann und Geschäftsführer bei Jung von Matt/Spree, Daniel Adolph, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des agrarmanager.
 

 
Tina Buthut, Redaktion agrarmanager

 
 
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