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Ausgabe Dezember_2014

Manchmal ist weniger mehr

von , am
28.11.2013

Futterprotein ist unersetzbar, teuer und fast nur aus Importen zu bestreiten? Fütterungsexperten arbeiten verstärkt daran, diese festzementierten Thesen aufzuweichen. Dabei zeigt sich: Eiweiß in Mastschweinerationen kann deutlich reduziert werden. Das schont Geldbeutel und Umwelt.


© F. Krick
Wie lässt sich die Schweinefütterung nachhaltiger und dennoch kostengünstig gestalten?
 
Diese Frage interessiert Landwirte ebenso wie Umweltexperten. Den Einsatz von Eiweißfuttermitteln zu minieren, hat dabei nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und tiergesundheitliche Vorteile.
 
In vielen Betrieben ist der Proteineinsatz in der Mastschweine- und Ferkelfütterung um einiges zu hoch kalkuliert. Grund dafür sind Sicherheitsmargen und tradiertes Wissen, die gute Schlachtkörperergebnisse sicherstellen sollen. In der Praxis und in Versuchen hat sich jedoch gezeigt, dass eine deutliche Reduzierung des Proteineinsatzes vor allem in der Endmast möglich ist. 
 
Agrarpolitisch besteht das Ziel, die Abhängigkeit von Sojaimporten zu reduzieren und den Anbau von Eiweißpflanzen zu fördern. Gleichzeitig soll durch den Anbau von heimischen Leguminosen eine vielfältigere Kulturlandschaft geschaffen werden.
 
Nicht unerwähnt bleiben darf, dass dieProteinabsenkung Grenzen hat. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Proteinreduktion von mehr als 4 % in der Mastschweineration schlechtere Leistungen zur Folge haben kann, obwohl eine angemessene Bilanzierung der standardisiert dünndarmverdaulichen essenziellen Aminosäuren erfolgte.
 
 
Welche Rohproteine sind gängig und welche sind empfehlenswert? Die Aufschlüsselung der Werte für die Anfangsmast, die Mittelmast und die Endmast finden Sie in der aktuellen Ausgabe. Und falls Sie noch kein Abonnent vom agrarmanager sind, können Sie hier drei Hefte lang reinschnuppern.
 
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