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Ausgabe April 2014

Meinungsmache statt Bildungsauftrag?

von , am
28.03.2014

Wenn Fernsehsender oder Nachrichtenmagazine Berichte zum Thema Landwirtschaft ankündigen, wissen Bauern meist schon, was kommt: Eine realitätsferne Branchenschelte, durchsetzt mit den Schlagworten "Agrarindustrie", "Massentierhaltung", "Pestizide" und "Genfutter". Woher kommt diese einseitige Berichterstattung? Und wie kann man sich mit dieser frustrierenden Meinungsmache auseinandersetzen?

Einfach abschalten? Diese Lösung ist bei Medienhetze gegen die hiesige Landwirtschaft verständlich, hilft aber nicht weiter. © Rasile/Fotolia
Vielleicht hat Rangar Yogeshwar das Fass zum Überlaufen gebracht. Und vielleicht muss die deutsche Agrarwirtschaft ihm dafür sogar dankbar sein. Denn nach der Sendung ?Quarks & Co.: Die Kuh, das unbekannte Wesen?, die der Physiker und Wissenschaftsjournalist Mitte Februar für den WDR moderierte, äußerten sich zahlreiche Landwirte und Agrarwissenschaftler deutlicher, sachlicher und engagierter als jemals zuvor in den sozialen Medien zum Thema. Sie diskutierten die kruden Aussagen der Sendung und widerlegten sie mit fachlich fundierten Argumenten. Dem WDR hat das nicht gefallen. Der Moderator der Webseite kommentierte die nicht abreißende Flut der Gegenargumente hämisch: "Wir haben natürlich bemerkt, dass hier ein paar Bauern, Freunde von Bauern, Freunde von Freunden von Bauern und Bauernfunktionäre einen kleinen 'Gülle'- Storm veranstalten [...] Offenbar haben wir einen wunden Punkt getroffen."
Das ist also die Schlussfolgerung, wenn sich Betroffene gegen üble Nachrede wehren: Wer protestiert, wird schon etwas zu verbergen haben. Woher kommt diese Selbstsicherheit in Medienkreisen, dass die eigene, oberflächlich zusammenrecherchierte Meinung zu bestimmten Themen näher an der Wahrheit sein muss als die sachlichen Argumente von Fachleuten? Und wie setzt man sich mit solchen Meinungsmachern und ihren Vorurteilen auseinander?

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