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Ausgabe März 2013

Nachfolge im landwirtschaftlichen Unternehmen regeln

von , am
05.06.2015

Auch für große Agrarunternehmen gilt, dass eine frühzeitige, wohldurchdachte Nachfolgeregelung Scherereien erspart und für beide Betriebsleitergenerationen ebenso wie für den Betrieb selbst einen möglichst reibungslosen "Machtwechsel" gestattet. Das alles erfordert Weitsicht und die Fähigkeit, rechtzeitig Verantwortung zu übertragen.

Die betriebliche Nachfolgeregelung ist so eine Sache. Im Familienunternehmen wachsen Söhne oder Töchter meist automatisch in die Verantwortung hinein (auch wenn das noch keine Garantie für einen engagierten Hofnachfolger ist). Doch in großen Agrarunternehmen steht der scheidende Betriebsleiter oft noch vor einem anderen Problem: Wo findet man überhaupt erst einmal guten Nachwuchs? Und wie hält man ihn im Unternehmen, bis er selbst das Heft in die Hand nimmt? 

Guten Nachwuchs finden und halten

"Als wir nach der Wende die LPG Tierproduktion in einen Gemischtbetrieb umgewandelt haben, wurde natürlich auch die DDR-typische mächtige Personaldecke ausgedünnt", erzählt Rainer Tschirner, Geschäftsführer der GGAB Agrarbetrieb Groß Grenz GmbH. "Wir haben die Mitarbeiterzahl dem Bedarf angepasst. Viele Kollegen jenseits der 50 gingen in den Vorruhestand, und so mancher junge Mitarbeiter hat sein Glück woanders versucht. Was blieb, war ein solider Personalstamm aus Mittdreißigern bis Mittvierzigern, gut ausgebildet, berufserfahren und engagiert. Das Problem: Die gehen jetzt alle so langsam aber sicher aufs Rentenalter zu."
Mit dieser Sorge um den Nachwuchs steht das Unternehmen aus Benitz, rund 12 km südlich von Rostock, nicht allein. Sie treibt Tausende Agrarbetriebe in Deutschland um - unabhängig von Größe und Gesellschaftsform.

Nicht nur die geburtenschwachen Jahrgänge ab Mitte der Neunziger machen dabei die Nachwuchssuche zunehmend zur Sisyphusaufgabe.

Geordneter Führungswechsel

Was beim Personal für Stall und Acker in Benitz noch eher schleppend vorangeht, läuft auf Leitungsebene geradezu generalstabsmäßig: Kathrin Naumann, Tschirners älteste Tochter, ist seit eineinhalb Jahren Assistentin der Geschäftsleitung. Noch liegt der Hauptteil der Verantwortung für 1.415 ha Nutzfläche, rund 1.000 Rinder, über 4.000 Schweine und 36 Angestellte beim Vater, doch die Marschrichtung ist klar: Wenn Rainer Tschirner in ein paar Jahren in den Ruhestand geht, steht seine Tochter für einen nahtlosen Übergang bereit.

 

Den vollständigen Beitrag können Sie sich hier als pdf herunterladen.


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