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Ausgabe Mai 2014

Titelthema: Risiko Tierseuchen

von , am
01.05.2014

Hochinfektiöse Tierseuchen sorgen immer wieder für empfindliche Einbußen durch Tierverluste und Produktionsausfälle. Für Tierhalter bedeutet das, den eigenen Bestand möglichst gut abzuschirmen und sich optimal gegen Ertragsausfälle zu versichern.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat die Europäische Union erreicht: Mitte Februar wurden in Polen verendete Wildschweine gefunden, die mit dem tödlichen Virus infiziert waren. Tierseuchen im Allgemeinen und die Afrikanische Schweinepest im Speziellen können tierhaltende Betriebe in den finanziellen Ruin treiben.

Die Tierseuchenkasse bietet für Tierhalter lediglich einen Basisschutz. Bei einer amtlich angeordneten Keulung wird nur der gemeine Tierwert entschädigt. Das ist - kurz gesagt - der Wert, der beim Verkauf des Tieres zu erzielen wäre.

Im Seuchenfall haben Sie als Tierhalter trotz Basisabsicherung durch die Tierseuchenkasse ein doppeltes Problem: Einnahmen aus dem Verkauf von Ferkeln, Mastschweinen oder Milch bleiben aus, während Kredite weiter bedient und Löhne bezahlt werden müssen!

Mit Versicherungen können Ertragsausfälle abgesichert werden. Sie sind eine Sonderform der Betriebsunterbrechungsversicherungen, mit der sich Tierhalter gegen die finanziellen Folgeschäden einer Keulung oder Sperre des Betriebes absichern können.

Versicherungsanbieter stellen dabei verschiedene Modelle zur Verfügung.
 
Was sich hinter pauschaler Abdeckung und individueller Abdeckung verbirgt lesen Sie im aktuellen Heft des agrarmanager
 

Gefährliche Zuwanderer

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Sie tragen exotische Namen wie afrikanische Schweinepest, West-Nil-oder Rift-Valley-Fieber. Seuchen, die einst nur in den Tropen heimisch waren, bedrohen inzwischen auch Europa. Gegen ihr Vorrücken hilft nur Abschirmung. Doch die ist fast unmöglich in einer globalisierten Welt.

Vor allem Vektorenkrankheiten, die sich über andere Organismen von Wirt zu Wirt verbreiten, bekommen buchstäblich Rückenwind durch unsere modernen Verbindungen von einem Ende der Welt zum anderen.

Das Ziel liegt in der Eindämmung und der Schadensbegrenzung. Und die Politik wird sich mit der Frage befassen müssen, ob Nicht-Impf-Strategien bei vorhandenen Wirkstoffen künftig zu verantworten sind.
 
Mehr zum Thema lesen Sie in Heft 05/2014.
 
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Banges Warten auf ein Virus

Wieder rückt die Afrikanische Schweinepest unaufhaltsam auf Deutschland zu und bedroht das Leben von rund 30 Millionen Schweinen hierzulande. In Europa konnte die ASP bislang jedesmal durch Keulung eliminiert werden.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hoch ansteckende, fieberhafte Viruserkrankung mit seuchenhaftemVerlauf. Sie tritt bei echten oder altweltlichen Schweinen (lat.Suidae) auf, zu denen sowohl unsere Hausschweine als auch die europäischenWildschweine zählen. Die Mortalitätsrate beträgt nahezu 100 %.

Die polnische Regierung plant die Errichtung eines "Eisernen Vorhangs" an der Grenze zu Weißrussland. Ein unüberwindbarer Zaun soll nicht nur die polnischen, sondern alle noch nicht betroffenen europäischen Schweinebestände vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest schützen.

Wie wird die Seuche übertragen? Wie verläuft die Krankheit? Und was können Sie machen, um die Ausbreitung zu verhindern?
 
Wir haben in einem Übersichtsartikel alles Wissenswerte zu der bedrohlichen Seuche für sie zusammengefasst. Den Artikel von Dr. Christian Robert Fiedler lesen Sie in Heft 05/2014 des agrarmanagers. 
 
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