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Ausgabe Juli 2013

Total digital: Moderne Kommunikation verändert die Agrarwelt

von , am
27.06.2013

Moderne Kommunkationswege und die zunehmende Vernetzung aller Arbeits- und Lebensbereiche verändert auch in der Landwirtschaft zunehmend den Arbeitsalltag. Wir schauen auf die Gegenwart und in die Zukunft.

Landwirt und Lohnunternehmer Jochen Heckelmann nutzt digitale Kommunikationstechnik auf vielfältige Weise. © Friederike Krick
Im Jahr 2004 führte Landwirt und Lohnunternehmer Jochen Heckelmann ein automatisches Lenksystem auf den Schleppern ein. Heute sind auch seine drei Mähdrescher damit ausgestattet. 
Der Bau einer Biogasanlage auf seinem Betrieb war für Heckelmann vor zwei Jahren Anlass zur Anschaffung eines Yara N-Sensors. Denn fortan stand auch Gärsubstrat als Nährstofflieferant für seine Ackerflächen zur Verfügung. Somit galt es, die Mineraldüngergaben optimal anzupassen. Die variable Streutechnik des Zwei-Scheiben-Streuers ermöglicht das in Kombination mit dem N-Sensor. Da alle vier Traktoren des Betriebes mit GPS-Technik ausgestattet sind, kann das Düngeniveau laufend kartiert werden. 
Am Bürocomputer kontrolliert Jochen Heckelmann die unterschiedlichen Düngeintensitäten und kann die Heterogenität der Schläge beurteilen. 
Aber vor Ort die richtigen Schläge zu finden, ist bei der großen Zahl an Parzellen und Auftragsflächen im Lohnunternehmen nicht immer einfach, insbesondere für Auszubildende und Aushilfen. Heckelmann hat daher die zu bearbeitenden Schläge aus der Schlagkartei in Google Maps übertragen. Auch einige Kunden senden ihm ihre Schlagkarten als Datei, die er in Google Maps importiert. Die Google-Karten ruft er draußen im Feld auf dem Smartphone ab.  
Der Nutzen der digitalen Technik ist für seinen Betrieb objektiv messbar, sagt Jochen Heckelmann. Dennoch, in der Praxis stoßen Hard- und Software gelegentlich an ihre Grenzen. Daran muss sich in den nächsten Jahren noch einiges ändern.
 
Die komplette Betriebsreportage lesen Sie im agrarmanager 7/2013. Oder Sie laden Sie sich hier als PDF herunter.


Keine Zukunft für Schnecken

Die kommenden fünf Jahre werden es zeigen: Die Digitalisierung wird alle Märkte und unsere Lebenswelten komplett umkrempeln. Davon ist zumindest der renommierte Zukunftsforscher Eike Wenzel, Gründer des Instituts für Trend- und Zukunftsforschung (ITZ) in Heidelberg, überzeugt. Und auch wenn natürliche Prozesse auf absehbare Zeit die Grundlage der Landwirtschaft bleiben, die digitale Kommunikation verändert die Arbeitsabläufe, die betriebliche Organisation und die Agrarmärkte tiefgreifend.
Fortschrittliche Betriebsleiter haben den Megatrend erkannt. Sie setzen die technischen Neuerungen gewinnbringend ein. Nach einer Erhebung der Universität Hohenheim nutzten schon im März 2012 mehr als 60% der befragten Betriebe aus sechs Bundesländern ein internetfähiges Mobilgerät. Seither dürfte der Anteil weiter gestiegen sein. Feldarbeiten direkt auf dem Schlag elektronisch dokumentieren, die Biogasanlage vom Bürocomputer fernsteuern oder Produkte über das Internet vermarkten - all das ist auf vielen Höfen bereits gängige Praxis.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten, schauen Sie doch in den agrarmanager 7/2013. Und falls Sie noch kein Abonnent sind: Hier geht's zum Schnupperabo.
 
 
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Total digital

Aktuelle Informationen bekommen - neben den klassischen Produktionsfaktoren Boden, Kapital und Arbeit - eine immer größere Bedeutung für betriebliche Entscheidungen und damit auch für den wirtschaftlichen Erfolg. Seien es Wetterdaten, Marktdaten, die Ackerschlagdatei, der Herdenmanager, das Onlinebanking, die Organisation von Ernteketten, Bestellung oder Verkauf von Produkten, immer geht es um aktuelle Informationen. Und sie müssen von außerhalb herangeholt werden oder im Betrieb zwischen Acker oder Stall und Büro ausgetauscht werden.
 
Welche Möglichkeiten dafür es heute schon gibt, und was wir in den kommenden Jahren erwarten dürfen, lesen Sie in der Juli-Ausgabe des agrarmanager.

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