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Ausgabe August_2014

Variabler Reifendruck

von , am
04.08.2014

Reifendruck­regelanlagen sind bei Armeefahrzeugen schon viele Jahre Standard, in der Landwirtschaft dagegen führen sie noch immer ein Schattendasein. Mit neuen und komfortablen Lösungen ab Werk und zur Nachrüstung könnte sich das bald ändern.

Wie viel Kraft brauchen Sie, wenn Sie zum Beurteilungs­gang über die Felder gehen? Bei nachgiebigem Boden sin­ken Sie ein und brauchen deutlich mehr Kraft als bei trockenem Boden. Fester, trocke­ner Boden trägt Mensch und Maschine besser. Lockerer oder feuchter Boden verformt sich und es bleiben Spuren. Anders ausge­drückt: je tiefer Sie bei jedem Schritt ein­sinken, umso mehr Kraft brauchen Sie, aber auch Ihre Maschinen.

Um das tiefe Einsinken im Boden zu vermindern, können Sie mit größeren und damit breiteren Reifen die Bodenkontaktfläche vergrößern. Noch mehr Aufstandsfläche bringt die Mehrfachbereifung, bevorzugt Zwillingsreifen, oder Raupenlaufwerke.

Ein moderner Traktor setzt bei Zugarbeit auf dem Acker die im Diesel enthaltene chemische Energie mit einem Wirkungsgrad von 0 bis maximal 25 % um. Entscheidend für eine möglichst hohe Zugleistung sind:
 
- Zeitpunkt der Bearbeitung,
- passende Traktor- Gerätekombination,
- richtiger Zugpunkt am Traktor, richtige Geräteeinstellung, 
- für die Arbeit angepasste Ballastierung,
- Reifenwahl und Reifendruck zwischen 0,6 und 1,6 bar.

Welche Ausrüstung hilft Ihnen in der Bodenbearbeitung die Traktorkraft besser auf den Boden zu bringen? Gezogene Geräte mit eigenem Fahrwerk sind erste Wahl, denn sie vermeiden die extremen Achslastunterschiede der Dreipunktgetragenen Anbaugeräte. Je mehr Zugkraft das Gerät braucht, umso schwerer sollte das Frontgewicht sein. Die auf der Waage ermittelten Achslasten soll­ten im Verhältnis den Reifen­-Boden­-Kontaktflächen entsprechen.

Der Kauf für 3.500 bis 8.000 € am neuen Trak­tor ist häufig lohnend: 10 % weniger Diesel­verbrauch, mehr Fahrkomfort - Stichwort Rückenschonung - mehr Bodenschonung und mehr Zugleistung bei längerer Reifenlebensdauer sind die Vorteile. Nach Kosten­- Nutzenkalkulationen des KTBL macht sich eine Reifendruckregelanlage häufig inner­halb von zwei Jahren bezahlt.

Hoher Reifendruck auf der Straße mindert den Rollwiderstand und den Dieselverbrauch. Niedriger Reifendruck im Acker und auf der Wiese schont den Boden, vermindert den Schlupf und verbessert die Zugleistung. Mit der neuen Technik der Reifendruckregelanlagen stellen Sie in der Kabine den Reifendruck passend für Straße und Acker ein. Wie Sie mit Reifendruckregelanlagen und der richtigen Ballastierung bei ausreichendem Bodenschutz auch Kosten sparen können, erfahren Sie in unserem
 
Praxis-Webinar am 21. August 2014 von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Melden Sie sich jetzt kostenfrei an unter: www. agrarheute.com/webinare

 
Weitere Informationen, beispielsweise welche Firmen in Deutschland landwirtschaftliche Reifendruckregelanlagen zur Nachrüstung anbieten und welche Angebote ab Werk es gibt, erfahren Sie in der August-Ausgabe des agrarmanager.


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