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Ausgabe Juli 2014

Vorruhestand auch für Landwirte

von , am
24.06.2014

Zum 1. Juli ist es soweit: Das Rentenpaket tritt in Kraft. Neben der Mütterrente ist die Rente mit 63 das Kernstück der Reform. Auch Landwirte, Ehegatten und Mitarbeiter landwirtschaftlicher Betriebe können dann früher in den Ruhestand treten.

© Teteline - Fotolia.com
Die Große Koalition führt zum 1. Juli 2014 die ungekürzte Altersrente ab 63 Jahrein ein. Diese Form der Altersrente für besonders langjährig Versicherte ist nicht neu: Schon seit Anfang 2012 besteht die Möglichkeit, bei Erfüllung einer Wartezeit von 45 Jahren ohne Abzüge mit 65 Jahren in Rente zu gehen.

Neu ist die Herabsetzung dieser Altersgrenze auf 63, allerdings nur für Versicherte der Ge­burtsjahrgänge bis einschließlich 1952. Für jüngere Versicherte wird das Zugangsalter für die ungekürzte Rente wieder schrittweise an­gehoben, und zwar jahrgangsweise um zwei Monate.

Wer die Wartezeit von 45 Versicherungsjah­ren nicht erfüllt, kann zwar auch eine vorzei­tige Rente beziehen, muss sich aber für jeden Monat vor Eintritt des gesetzlichen Renten­eintrittsalters eine lebenslange Rentenkür­zung von 0,3% pro vorgezogenen Monat ge­fallen lassen. Deshalb lohnt es sich in jedem Fall genau zu prüfen, ob die 45 Jahre erfüllt werden können. Dazu ist ein lückenloser Ver­sicherungsverlauf der deutschen Rentenver­sicherung sehr hilfreich.

Festzuhalten bleibt: Die abschlagfreie Rente mit 63 kann für Unternehmer, Ehegatten und Arbeitnehmerinnen und Arbeitneh­mer im landwirtschaftlichen Bereich ein interessanter Weg sein, den Ruhestand früher anzutreten. Allerdings bedarf es individueller und umfassender Überlegungen im Vorfeld, statt übereilt einen Antrag zu stellen.

 
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