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Ausgabe Dezember_2014

Zuckerbrot statt Peitsche - Mitarbeiter leistungsgerecht entlohnen

von , am
29.11.2014

Mitarbeiter durch leistungsabhängige Vergütung zu besseren Arbeitsergebnissen motivieren - wer möchte das nicht?

Leistung soll nicht nur anerkannt werden, sondern soll sich für die Mitarbeiter auch lohnen.  Ein Anspruch, der schnell verkündet,  jedoch in der Praxis nicht immer leicht umzusetzen ist. Warum? Ein entscheidender Fakt ist, bei der Landwirtschaft handelt es sich um einen Wirtschaftszweig, in dem sich die allgemeine Lohnentwicklung nicht adäquat in den Erzeugerpreisen widerspiegelt. D. h., alles was die Landwirtschaftsunternehmen in Richtung höhere Entlohnung tun, muss in der Regel an anderer Stelle eingespart bzw. mit Produktionserhöhung abgefangen werden.
 
Die richtigen Kriterien wählen

Die Unternehmensführung erwartet, dass die Leistungsvergütung die Produktivität erhöht bzw. die Qualität verbessert sowie Leistungsreserven mobilisiert. Vor dem Hintergrund dieser Erwartungen müssen entsprechende Leistungskriterien gefunden werden. Doch welchen Ansprüchen sollen diese gerecht werden? Aus unserer Beratungspraxis können wir drei Grundanforderungen an Leistungskriterien ableiten. 
 
 
Sie wollen wissen, um welche drei Grundanforderungen es sich handelt? Den kompletten Beitrag von useren Autoren Dr. Frank Wesenberg und Dieter Künstling mit Praxisbeispielen und Kalkulationsrechnungen gibt es im Dezember-agrarmanager. Und falls Sie noch kein Abonnent sind, können Sie hier ein Schnupper-Abo ordern.
 
 

Lücken in der Lohnstatistik

Die verfügbaren offiziellen Angaben lassen keinen aktuellen Überblick über die tatsächlichen Verdienste in der Landwirtschaft zu. Das erschwert es Arbeitgebern und Arbeitnehmern, angemessene Gehälter und motivierende Leistungszuschläge auszuhandeln. Deutlich wird aber, im Vergleich zur Industrie ist das durchschnittliche Lohnniveau im Agrarsektor niedrig. 2015 stehen neue Tarifverhandlungen an


Was verbirgt sich hinter einer "leistungsgerechten Entlohnung"? Unser Autor Norbert Lehmann bringt Licht ins Dunkel.
 

Sorgfalt und Gespür motivieren

Auch in der Tierproduktion soll Leistungslohn zu höheren Erträgen führen. Doch das müssen nicht immer mehr Milch oder bessere Zunahmen sein, denn auch andere Kennzahlen können das Betriebsergebnis stabilisieren und helfen zugleich, die Tiergerechtheit zu verbessern.
 
Eine Untersuchung aus dem Jahr 2007 hat sich mit möglichen Kriterien einer Leistungsentlohnung im Milchviehbereich befasst. Die Ergebnisse zeigen dabei vor allem, dass kein System ein Selbstläufer ist. Stets kann eine Zielsetzung auch nach hinten losgehen - nämlich immer dann, wenn sie als alleinige Prämisse ohne Bezug zum "Gesamtsystem Tier" und zum jeweiligen Betrieb betrachtet wird.

Gerade im direkten Umgang mit dem Tier sollte das herangezogene Leistungskriterium vor allem die Sorgfalt und das "Kuhgespür" bei den Mitarbeitern fördern. Wer sich aktiv Gedanken darum macht, warum die Zellzahlen zu hoch sind, bekommt das notwendige Gefühl für die Zusammenhänge.


Konkrete Leistungsanreize in der Milchproduktion und ihre möglichen Auswirkungen, Transaktionskosten und Störanfälligkeiten lesen Sie im aktuellen Heft des agrarmanager.
 
 

Auch im Ackerbau eine Alternative zum Zeitlohn

In der Pflanzenproduktion sind viele der Indikatoren, anhand derer die Leistung gemessen wird, von klimatischen Bedingungen abhängig. Das macht die Leistungsbemessung des einzelnen Mitarbeiters erheblich schwerer. Denn: Um Leistungslöhne zahlen zu können, müssen die Mitarbeiter die Leistungsindikatoren direkt beeinflussen können.
 
In der Pflanzenproduktion ist Leistungslohn z.B. in Form von Prämienlohn möglich. So kann z.B. die Druschleistung und -qualität gemessen werden. Werden die vorgegbenen Ziele erreicht, erhält der Mitarbeiter eine Prämie.
 
 
Weitere Indikatoren für eine Leistungsentlohnung und ihre möglichen Auswirkungen im Ackerbau finden sie im aktuellen Heft.


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