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Börsentelegramm

Das Auf und Ab geht weiter

von , am
14.03.2014

Ein sehr heterogenes Schlusskursbild leuchtete dem Betrachter nach gestriger Handelssitzung entgegen.

An der Matif landete der Weizen knapp unter der 180 Euro-Marke. © HB1111/aboutpixel.de
Weizen musste gestern sowohl in Paris wie auch in Chicago Verluste hinnehmen. Dafür ist aber die Sojabohne wieder auf Erholungskurs, wovon der Raps allerdings noch nicht profitieren konnte. Mais litt unter den schwachen Weizenkursen, konnte in Paris aber im grünen Bereich schließen.
 
Die Entwicklung auf der Krim ist weiter ein Thema, und wird es wohl auch bleiben, denn nach Entspannung sieht das im Moment ganz und gar nicht aus. Die bisherigen Befürchtungen einer mangelnden Versorgung mit Betriebsmitteln, sowie größere Behinderungen im Export konnten aber bisher nicht wirklich bestätigt werden. Die Aktienbörsen litten am gestrigen Donnerstag erheblich unter den Entwicklungen auf der Krim, und so gab der DAX 1,86% ab, und der Nikkei in Tokio sogar fast 3 % ab. Euro und Rohöl der Sorte Brent Crude verlieren ebenfalls. Heute Morgen deutet sich an dem CBoT ein durchweg roter Start in den Tag an.

Weizen mit Gewinnmitnahmen

Nach einem freundlichen Start drehte die Kurse ins Minus, wobei Paris den Vorgaben aus Chicago folgte. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung auf der Krim, und darüber hinaus auch die Bedeutung für den Agrarsektor veranlassten die Händler erst einmal zur Gewinnmitnahme. Die alte Ernte verlor im Maikontrakt 2 € auf 211,50 €/t, und die neue Ernte musste 1,25€ auf 202,75€/t abgeben.
 
In den USA ging es an den Weizenmärkten turbulenter zu. Während der noch vordere Märzkontrakt teilweise kräftig im Plus, und am Ende auch im Minus, stand meldeten die folgenden relativ schnell Verluste. Bei ertönen der Schlussglocke settelte der Maiweizen 1,5% niedriger bei 673,75 US ct/bu. Die qualitativ besseren Kansas bzw. Minneapolis Weizen lagen den Tag über kräftig im Plus (ca. 3%) , beendete ihn aber ebenfalls mit einem Minus von ca. 1,3%.
 
In den USA ist weiter die Trockenheit in den südlichen und östlichen Plains ein Thema, da sie mittlerweile historische Ausmaße erreicht hat. Mit gravierenden Niederschläge wird in naher Zukunft nicht gerechnet. Die Exportdaten waren in der letzten Woche weder in den USA mit 477.000 t für die laufende Saison, noch in der EU mit 571.000 t in besonders spektakulär.

Mais wartet auf Impulse

Die Schwäche im Weizen belastete auch den Mais etwas. Langsam rückt die Frühjahrs Aussaat in den USA in den Fokus, und die Böden haben aufgrund des harten Winters in den USA einen enormen Temperatur-Nachholbedarf. Auch wenn jetzt wärmere Tage anstehen ist von Sorgen über eine zeitige Aussaat zu hören. Die wöchentlichen US Exporte lagen im Bereich der Erwartungen, und wurden als neutral eingestuft. In Chicago fiel der Maikontrakt um 0,7% auf 485 US ct/bu. Der Pariser Mais ließ sich davon nicht beeindrucken und der Juni schaffte ein Plus von 50 Cent auf 186,25 €/t

Soja legt wieder zu

Eigentlich wurde Soja allgemein weiter als bärisch eingestuft, aber es kam anders. Da waren zunächst Sorgen um die chinesische Konjunktur, sowie die Gerüchte über Stornierungen von bestellten Bohnen aus dem Reich der Mitte. Dank besser als erwarteter Exporte siegten am Ende die Bullen. Alles in allem legte die Maibohne 0,7% zu und settelte bei 1396,25 US ct/bu. Sojaschrot überraschte mit guten Exporten und legte ebenfalls zu.

Alterntiger Raps setzt die Verluste fort

Die alte Ernte kann ihre Talfahrt noch nicht beenden und setzt ihre Verlustserie fort. Gestern ging es nach zwischenzeitlich kräftigeren Minus am Ende um 2,50€ auf 400,50 €/t bergab. Die neue Ernte hingegen kann sich halten. Hier settelte der Kurs unverändert bei 366,50 €/t. Canola in Winnipeg schließt 0,44% höher bei 456,1 CaD.

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