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Börsentelegramm

Absturz beendet?

von , am
05.06.2014

An der CBoT haben sich für den Weizen alle Gewinne der Vortage wieder in Luft aufgelöst. © landpixel
Der Weizen hatte einige technische Unterstützung und beendete seinen Absturz erst ein mal. Die leicht erhöhte Ernteschätzung der Weichweizenernte in der EU durch die EU Kommission auf fast 137,5 Mio. t wurde zur Kenntnis genommen. Mais und Soja aus der neuen Ernte notieren leicht schwächer, und der Raps legt zu Abwechslung leicht zu. Heute Morgen handelt nur die Sojabohne der neuen Ernte im grünen Bereich.

Bodenbildung beim Weizen?

In Paris startete der Weizen bereits im grünen Bereich und konnte seine Gewinne im Laufe des Tages leicht ausbauen. Bei ertönen der Schlussglocke hatte er die 190 er Marke zurückerobert und settelte 1,50 € über dem Vortag bei 191,25 €/t. In Chicago hielt man den Weizen ebenfalls für überverkauft und handelte den ganzen Tag im grünen Bereich. Am Ende des Tages stand noch ein mageres Plus von 0,3% für den alterntigen Juliweizen auf 614,50 US ct/bu auf dem Kurszettel. Der Dezemberweizen stieg um 0,2 % auf 646,50 US ct/bu. Damit legte der US Weizen erstmals seit 11 Sitzungen und zum zweiten Mal in 20 Sitzungen zu. Seit dem 7 Mai hatte er über 1,20 $ verloren und damit die längste Fallstrecke in 20 Jahren hingelegt. Begründet wurde der Trendwechsel mit einer Reihe kleinerer Argumente. Neben Hinweisen darauf, das die Russische Getreideernte aufgrund der schwierigen Betriebsmittelsituation vielleicht doch nicht die 100 Mio. t Marke erreichen könnte hat auch ein Unwetter mit Überschwemmungen und teilweise heftigen Hagelschäden in den Plains von Nebraska und Iowa für den Stimmungsumschwung gesorgt. Außerdem meldeten die Wetterdienste die Gefahr eines Frosteinbruches für die kanadischen Saaten zum Wochenende, und Algerien und Jordanien waren auf Einkaufstour und weckten damit die Hoffnung auf weitere Exporte.

Mais schafft die Trendwende noch nicht

Auch der Mais gilt eigentlich als überverkauft, aber sehr hohe Ethanolbestände die auf hohe Verarbeitungszahlen und eine schwache Nachfrage zurückzuführen sind, und die nach wie vor guten Wachstumsbedingungen in den USA lassen keine positive Stimmung aufkommen. Am CBoT gibt die alte Ernte 0,4 % auf 456,25 €/t ab und der Dezembermais verliert 0,2 % auf 453, 50 US ct/bu. Der alterntige Junikontrakt in Paris schließt 3,50 € niedriger und settelt bei 168,25 €/t während der Novembermais an der Matif 1 € auf 177,50 €/t zulegt.

Sojaöl steigt kräftig

Der Sojamarkt ist nach wie vor von der sehr engen Bilanz der alten Ernte geprägt. Anfangs handelten alle Laufzeiten im Plus, aber am Ende ging nur der alterntige Julikontrakt mit einem mageren Plus von weniger als 0,1 % auf 1482,50 US ct/bu aus dem Handel. Der November setzt seine Talfahrt fort und gab 0,3 % auf 1217,25 US ct/bu nach. Der Pflanzenölmarkt hat kurzfristig eine komplette Trendwende hingelegt. In Kuala Lumpur hatte das dort gehandelte Palmöl in den letzten 3 Monaten immerhin ca. 17 % verloren, und stieg gestern wieder kräftig um durchschnittlich 2 % an. Das Sojaöl in Chicago legte sogar 2,3 % zu.

Raps legt leicht zu

Anfangs profitierte der Raps an der Matif von dem guten Start des Sojamarktes. Im Laufe des Tages verlor er aber wieder seinen Schwung und musste sich am Ende des Tages mit plus 1 € auf 346 €/t zufrieden geben. Canola in Winnipeg hielt hingegen seinen Kurs und und legte fast 1,5 % auf 460,60 CaD für den Julikontrakt drauf.





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