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Börsentelegramm

Achterbahnfahrt bei Agrarpreisen geht weiter

von , am
27.08.2015

Nach wie vor ist nicht klar in welche Richtung sich die Getreidepreise in nächster Zeit bewegen werden und die Kurse schwanken weiterhin stark.

© kk artworks/fotolia
 
Nach wie vor ist nicht klar in welche Richtung sich die Getreidepreise in nächster Zeit bewegen werden und die Kurse schwanken weiterhin stark. Zu sehr dominiert die unsichere makroökonomische Situation auch die Entwicklung an den Agrarmärkten. Am Mittwoch beendeten die Agrarmärkte den Handel in den USA und in Europa jedenfalls durchweg mit kräftigen Verlusten.
 
Am heutigen Donnerstag Nachmittag liegen die Preise für Soja in den USA und für Raps in Europa hingegen im Plus. Beim Weizen bewegen sich die Preise am Donnerstag Nachmittag auf beiden Seiten des Atlantiks seitwärts oder leicht im Minus und beim Mais liegen die Kurse in den USA leicht im Plus und in Europa leicht im Minus. Canola wird in Kanada ebenfalls in deutlich im Plus gehandelt..
 
Der Euro ist am Mittwoch gegenüber den USD um 0,7 % auf 1,1352 USD zurückgegangen und stützte damit erneut die Getreidepreise in Europa (Export). Am heutigen Donnerstag liegt der Euro erneut 0,5 % im Minus bei 1,13 USD. Das Rohöl WTI ist am Mittwoch um gefallen und wurde mit 38,60 USD je Barrel gehandelt und damit 1,8 % niedriger als am Vortag. Am Donnerstag Nachmittag liegen die WTI-Preise 3,5 % im Plus bei 39,93 USD je Barrel.
 
EU: Weizenpreise am Donnerstag seitwärts
Die Weizenpreise haben am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (26.08) deutlich nachgegeben. Der Septembertermin (neue Ernte) beendete den Handel am bei 162,75 Euro/t und damit 2,75 Euro bzw. 1,7 % niedriger als am Vortag (165,0 Euro). Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging mit 173,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (175,0 Euro) sind die Dezemberpreise damit um 0,9 % bzw. 1,50 Euro gefallen und zudem 10,75 Euro höher als die Preise für den September-Weizen.
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Weizen von Anfang Juli (205 Euro) sind die Weizenpreise jetzt 42,25 Euro bzw. rund 21,0 % niedriger. Das Preisniveau vom Vorjahr (185,00 Euro) wird am europäischen Terminmarkt um 22,25 Euro bzw. 12 % verfehlt.
 
Am Donnerstag Nachmittag (14:30) bewegen sich die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt für den September seitwärts und für den Dezember leicht nach unten. Der Septemberkontrakt notiert bei 162,75 Euro und der Dezember bei 173,25 Euro/t.
 
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EU: Maispreise noch knapp über 170 Euro
Die Maispreise haben sich am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (26.08) erneut nachgegeben. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 171,0 Euro/t und damit 1,25 Euro bzw. 0,7 % niedriger als am Vortag (172,25 Euro). Der Januarkontrakt notierte am Ende des Tages bei 173,75 Euro und damit 1,50 Euro bzw. 0,9 % niedriger als am Vortag (175,25 Euro).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze von Anfang Juli (196 Euro) sind die derzeitigen Maispreise rund 25,0 Euro bzw. 12,8 % niedriger. Das Preisniveau vom Vorjahr (168,25 Euro) wird am europäischen Terminmarkt derzeit nur noch um 2,75 Euro übertroffen.
 
Am Donnerstag Nachmittag (14:30) geben die Maispreise am europäischen Terminmarkt weiter leicht nach. Der Novemberkontrakt geht um 0,25 Euro zurück und notiert nur noch 170,75 Euro.
 
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EU: Rapspreise am Donnerstag im Plus
Die Rapspreise haben am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (26.08) wieder nachgegeben. Der Novemberkontrakt wurde mit 351,75 Euro gehandelt und damit zu 3,0 Euro niedrigeren Preisen als am Vortag (354,75 Euro). Der Februarkontrakt notierte am Ende des Tages bei 353,0 Euro und damit 2,75 Euro niedriger als am Vortag (355,75).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Raps von Anfang Juli (402,5 Euro) sind die derzeitigen Rapspreise 50,75 Euro bzw. 12,7 % niedriger. Gleichzeig sind die aktuellen Preise am europäischen Terminmarkt um 21,50 Euro bzw. 6,5 % höher als die Preise im Vorjahr (330,25 Euro).
 
Am Donnerstag Nachmittag (14:30) legen die Rapspreise am europäischen Terminmarkt mit Hilfe der Sojabohne kräftig zu. Der Novemberkontrakt geht um 4,75 Euro nach oben  und notiert bei 356,50 Euro. 

USA: Weizenpreise weiter schwach
Am Mittwoch (26.08) sind die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago zunächst gestiegen, haben dann jedoch erneut nachgegeben und beendeten den Handel (wie am Vortag) mit einem deutlichen Minus. Der Septemberkontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) notierte um 1,1 % niedriger und beendete den Handel bei 489,6 Cent je Buschel (158,6 Euro/t). Der Dezember-Termin beendete den Handel ebenfalls 1,1 % niedriger bei 494,2 Cent je Buschel (160,0 Euro/t).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Chicago-Weizen von Anfang Juli (616 Cent je Buschel) sind die derzeitigen Weizenpreise rund 20,5 % niedriger. Das Preisniveau vom Vorjahr (602 Cent) wird am US-Terminmarkt um 19,2 % verfehlt. Am Donnerstag Nachmittag (14:30) bewegen sich die Weizenpreise (Septemberkontrakt) in Chicago seitwärts bei 489,4 Cent je Buschel (158,5 Euro/t).
 
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USA: Maispreise schwanken weiter
Die Maispreise begannen den Handel am Mittwoch (26.08) am Terminmarkt in Chicago ebenfalls im Plus, beendeten den Handelstag dann jedoch mit Verlusten. Für den Septembertermin notierten die Maispreise am Ende knapp 1,0 % niedriger bei 361,6 Cent je Buschel (125,5 Euro/t). Die neue Ernte (Dezember) wurde ebenfalls 1,0 % niedriger gehandelt bei 373,2 Cent je Buschel (129,6 Euro/t.
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Chicago-Mais von Anfang Juli (441 Cent je Buschel) sind die derzeitigen Preise damit etwa 18,0 % niedriger. Das Preisniveau vom Vorjahr (402 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt um 10 % verfehlt. Am Donnerstag Nachmittag (14:30) bewegen sich die Maispreise (Septemberkontrakt) in Chicago 0,4 % im Plus bei 363,3 Cent je Buschel (126,1 Euro/t).
 
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USA: Sojapreise am Donnerstag im Plus
Am Mittwoch (26.08) haben die Sojapreise am Terminmarkt in Chicago weiter nachgegeben. Der Septemberkontrakt ging am Terminmarkt in Chicago mit einem Abschlag von 1,9 % bei 877,6 Cent je Buschel (284,2 Euro/t) aus dem Handel. Die neue Ernte (November) notierte 1,5 % niedriger bei 865,0 Cent je Buschel (280,2 Euro/t).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze bei Sojabohnen von Anfang Juli (1033 Cent je Buschel) sind die derzeitigen Sojapreise rund 15,0 % niedriger. Das Preisniveau vom Vorjahr (1042 Cent) wird am US-Terminmarkt um etwa 16,0 % verfehlt. Am Donnerstag Nachmittag (14:30) bewegen sich die vorderen Sojapreise (September) deutlich 1,6 % im Plusbei 892,0 Cent je Buschel (288,9 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke
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