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Börsentelegramm

Agrarmärkte in bester Stimmung

von , am
12.11.2014

Der Tag nach dem USDA Report verlief für alle wichtigen Agrarcommodities positiv.

© Beuermann/landpixel
 
Der Tag nach dem USDA Report verlief für alle wichtigen Agrarcommodities positiv, wobei sich wieder mal der Sojakomplex als stärkstes Glied präsentierte und die Kollegen mindestens unterstützte. Die nach wie vor immer noch sehr knappe Versorgung am Kassamarkt der USA treibt das Sojaschrot um über 5 % gen Norden. US -Weizen und Mais können ebenfalls anständige Gewinne verbuchen, während in Paris lediglich der Raps größere Gewinne realisieren kann. Heute Morgen deutet sich für Soja ein Fortsetztung der Rally an.
 
Weizen steigt
Grundlegende Neuigkeiten gab es nicht. In Chicago hatte der dort gehandelte Winterweizen einige Unterstützung aus Minneapolis. Hier wird Sommerweizen gehandelt, und aus dem jüngsten USDA Bericht ging hervor das die Endbestände um ca. 800.000 t geringer ausfallen als zuletzt erwartet. Der Minneapolisweizen stieg daraufhin um 2,3 % auf 5,6675 US $ / bu. Zu Beginn des Parketthandels in Chicago dümpelte der Weizen noch etwas orientierungslos vor sich hin, aber mit den Vorgaben der Verwandtschaft aus dem Norden zogen auch hier die Kurse kräftiger an. Am Ende des Tages stand ein Plus von 1,6 % und ein Settelmentkurs von 5,2525 US $ / bu auf der Kurstafel. Damit befindet er sich wieder oberhalb der charttechnisch wichtigen 20 Tage gleitenden Durchschnittslinie. Für unseren Weizen in Paris kam die deutlichen Signale zu spät. Hier settelt der Weizen nach einem Tag im durchweg positiven Bereich mit einem Plus von 75 Cent oder 0,44 % bei 171 Euro.
 
Mais legt zu
Die Nachrichtenlage beim wichtigsten Futtergetreide war eher dünn. Die brasilianische Conab setzte ihre Ernteschätzung leicht von mindestens 76,6 Mio. t auf 77,3 Mio. t herauf, und die Unterstützung durch die Zahlen des USDA Reports wirkten ebenfalls noch etwas nach. Ansonsten hatte der Mais einige Unterstützung vom Sojakomplex. Der Wert der jeweiligen Sommerung beeinflusst die Anbauplanung der Farmer nicht unerheblich, so das hier immer einer den anderen mitnimmt. Leichte Sorgenfalten bereiten einigen Analysten die hohen netto Long Bestände. Die jüngsten Exportdaten waren nicht überzeugend. Sollte der Export nicht bald entsprechend der Erwartungen anziehen könnte Korrekturbedarf entstehen. Leichte Unterstützung kam noch einem neuen Wetterbericht der einen Kälteeinbruch für den Norden der USA voraussagte. Der Dezembermais am CBoT steigt um 1,2 % auf 3,7375 US $ / bu. An der Matif geht es 1 Euro oder 0,67 % auf 149,50 Euro / t herauf.
 
Soja im Höhenflug
Sojaschrot konnte gestern abermals den Tagessieg für sich verbuchen. Stolze 5,2 % auf 400,6 US $ / t waren für den Dezemberkontrakt drin. Der Januar schaffte sogar eine 5,3 %- ige Preissteigerung. Die Januarbohne legte 3,7 % auf 10,64 US $ / bu zu. Ein Kurs den sie seit über 2 Monaten nicht gesehen hat, und der somit auch technische Käufe auslöste. Der Grund ist in der Hauptsache in der knappen Verfügbarkeit am Kassamarkt und der hohen Exporte zu finden, aber es gibt auch vermehrt Zweifler an den Zahlen der USDA, die die Endbestände mit 450 Mio. bushel angegeben hatte. Aufgrund der knappen Versorgung und der starken Exportdaten sehen einige Analysten die Endbestände eher bei 400 Mio. bushel. Hinzu kam eine neue Einschätzung aus Brasilien. Die Conab senkte die Prognose für die Ernte leicht um 0,7 Mio. t auf max. 91,7 Mio. t. Im USDA Bericht vom Montag waren 94 Mio. t ausgewiesen worden.
 
Raps legt kräftig zu
Der Raps ließ sich vom festen Sojakomplex mitziehen, und konnte am Ende des Tages einen Gewinn von 5,25 Euro oder 1,57 % auf 340 Euro / t aufweisen. Canola in Winnipeg gibt sich mit einem kleinen Gewinn von 0,33 % auf 452, 60 Ca $ zufrieden.
 
Dieter Jendrziak
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