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Börsentelegramm

Agrarmärkte wieder auf Kurs

von , am
12.12.2014

Nach der leichten Unsicherheit durch den USDA Report am Mittwoch konnten sich die Kurse in Paris gestern wieder stabilisieren.

© agrar-press
 
Nach der leichten Unsicherheit durch den USDA Report am Mittwoch konnten sich die Kurse in Paris gestern wieder stabilisieren, und in Chicago wieder deutlich erholen. Trotz des wieder festeren US Dollars konnte insbesondere der US-Weizen punkten, und mit einem Schlag die gesamten Verluste in dieser Woche ausgleichen. In den USA werden heute die Dezemberkontrakte vom Mais, Weizen und des Sojakomplexes zum letzten Mal gehandelt. Insbesondere beim Sojaschrot wird es spannend, da der Dezember durch die Logistikprobleme deutlich über dem Januar gehandelt wurde. Heute Morgen deutet die elektronische Nachtbörse für Weizen und Soja einen schwachen Start in den Tag an.
 
US -Weizen steigt kräftig
An der Matif beendete man den Tag mit einer Nullnummer. Nach anfänglichen Verlusten erholten sich die Kurse mit den positiven Vorgaben aus Übersee, und so endete der Tag für den Januarkontrakt wie er begonnen hatte bei 184,25 Euro / t. Die Folgemonate verhielten sich ähnlich. In Chicago halfen diesmal die Exporte dem Weizen auf die Sprünge. Nachdem die Daten in den Vorwochen oft enttäuschten lagen die für die vergangene Woche mit 442.300 t am oberen Ende der Erwartungen. Im Wochenvergleich waren das 39 %, und im 4-Wochendurchschnitt immerhin 16 % mehr. Ob der US- Weizen damit wieder mehr Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt signalisiert ist aufgrund der Währungssituation aber zumindest fraglich. Weiter kamen charttechnische Signale hinzu, die die Anleger zum Engagement riefen, und den Kurs am Ende des Tages um 2,7 % auf 5,9750 US $ / bu nach oben trieb. Zwischenzeitlich konnte sogar die 600 er Marke überschritten werden. Damit wurden die gesamten Verluste dieser Woche wieder wett gemacht.
 
Mais profitiert vom Weizen
Auch der Mais konnte am CBoT anständige Gewinne einfahren, wobei er sicherlich auch vom festen Weizenmarkt profitierte. Die wöchentlichen Exporte wurden mit 962.800t bekanntgegeben, was 9 % über dem 4 Wochenschnitt, aber 18 % unter der Vorwoche lag. Der US Mais ist durchaus konkurrenzfähig am Weltmarkt, aber in der letzten Woche haben sich die Südamerikaner wieder stärker engagiert, und der Konkurrenz aus dem Norden die Anteile streitig gemacht. Unterstützung für den Kurs kam auch von der Ethanolindustrie, die mit 988.000 Barrel Tagesproduktion rekordverdächtige Werte bekanntgab, die auch noch zu besseren Preisen vermarktete werden kann. Der Märzkontrakt am CBoT steigt 1,2 % auf 3,9850 US $ / bu. An der Matif handelt man den ganzen Tag im schwach roten Bereich, und schafft es auch nicht mehr heraus. Am Ende bleibt ein leichtes Minus von 50 Cent auf 155 Euro / t für den Januarkontrakt.
 
Soja legt wieder zu
Die Bohne kann nicht an ihre rekordverdächtigen Exporte aus den Vorwochen anknüpfen. Die Nachfrage ist aber weiter hoch, und der Wert der letzten Woche wurde mit 810.300 t gemeldet. Leichte Unterstützung kam von dem wieder festeren Pflanzenölmarkt. Die Bohne steigt um 1 % auf 10,4225 US $ / bu, und auch das Schrot kann sich um 0,7 % auf 371,50 US $ / t verbessern.
 
Raps wieder auf Kurs
Der Raps profitiert vom festen Sojamarkt, und kann seine Vortagesverluste nahezu wieder ausgleichen. Der vordere Februarkontrakt stieg um 3 Euro settelte am Ende des Tages bei 342, 50 Euro /t. Auch in Winnipeg war man positiv gestimmt und ließ den Canolakurs um 0,7 % auf 435 Ca $ ansteigen.
 
Dieter Jendrziak
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