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Börsentelegramm

Agrarmärkte überwiegend schwach

von , am
30.05.2014

Auch der gestrige Handelstag brachte keine Wende für den Weizenmarkt.

Weizen Börse
Der Absturz der Weizenpreise geht  zum Beginn  dieser Woche weiter. © landpixel
 
Auch der gestrige Handelstag brachte keine Wende für den Weizenmarkt. Die negativen Vorgaben aus den USA drückten die Pariser Notierung nach positivem Start weiter nach unten. In Chicago war einzig die Sojabohne in grünen Terrain unterwegs und beendete den Tag mit einem mageren Plus.Insgesamt sind die Witterungsbedingungen für die Mais- wie für die Sojaaussaat in den USA weiter sehr gut. Der IGC hat eine neue Prognose zur globalen Ernte herausgegeben. Danach wird die Weizenernte geringer, und die Maisernte soll größer ausfallen. Die Endbestände können demnach als komfortabel angesehen werden. Heute Morgen deutet sich ein positiver Start an.
 
Weizen fällt weiter
An dem CBoT ist der Weizenkurs gestern den 15 ten von 16 Handelstagen mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Schlusskurss in Chicago lag für den Juli mit 632,50 US ct/bu um 1 % unter dem des Vortages. Die neue Ernte verliert in gleicher Größenordnung und settelt bei 663,75 US ct/bu. Der IGC verringerte seine Vorhersage für die Weltweizenernte um 3,4 Mio. t auf 694,1 Mio. t. In den USA sollen aufgrund der Trockenheit mit 55 Mio.t 4 Mio t weniger geerntet werden, während die Prognose für Argentinien um 1 Mio. t auf 12,9 Mio. t. angehoben wurden. Die langsam angelaufene Weizenernte in den USA bringt die erwarteten niedrigen Erträge, sorgt aber trotzdem für leichten Erntedruck. Leicht bullische Argumente kommen aus Russland, die jüngsten Regenfälle waren nicht ausreichend. Allerdings werden noch keine gravierenden Ertragsminderungen erwartet. In Paris handelte man gestern die meiste Zeit bei geringen Umsätzen im Plus, aber die negativen Vorgaben aus Übersee ließen den Futures keine Chance. Am Ende des Tages stand der Novemberkontrakt um 1 € niedriger bei 191,50 €/t. Damit hat er seit dem 15. April fast 30 € verloren.
 
Mais schließt uneinheitlich
In Paris schließt der Mais durchwachsen. Der Juli macht ein leichtes Plus von 50 Cent auf 171,50 €/t. Die Folgemonate verhalten sich uneinheitlich. In Chicago ist die Richtung hingegen klar. Der alterntige Juli verliert 0,6 % und settelt bei 469,50 US ct/bu und der Dezemberfutures gibt um 1,4 % auf 164 US ct/bu nach. Hauptschuldig ist wohl die neue Prognose des IGC. Die globale Erzeugung soll demnach um 5 Mio.t zulegen. Des-weiterenn deuten hohe Lagerbestände beim Ethanol auf ein Nachfrageproblem, und der Virusdurchfall PEDV bei den Schweinen zeigt sich deutlich hartnäckiger und könnte die Nachfrage amFuttergetreidemarktt verringern.
 
Soja im Plus
Die Hoffnung auf eine stabile Nachfrage aus China gibt den Sojahändlern wieder Optimismus. Die Chinesen schätzten die Importe im Mai auf 5,94 Mio.t, was zwar 600.000t unter den des Vormonats lag, aber deutlich über den 5,1 Mio.t aus dem Mai des letzten Jahres. Der Julifutures konnte am Ende die zuvor überschrittene 1500 er Marke nicht halten und settelte um 0,1 % über dem Vortag bei 1499 US ct/bu. Der neuerntige Novemberkontrakt legte ebenfalls 0,1 % auf 1244,25 US ct/bu zu.
 
Raps folgt der Sojabohne
Der Raps folgte wieder mal den Sojakursen. Am Ende des Tages reichte es immerhin noch für ein mageres Plus von 50 Cent auf 350,50 €/t. Canola in Winnipeg ließ sich nicht beeindrucken und verlor fast 0,5 % auf 464,30 CaD
 
Dieter Jendrziak
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