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Börsentelegramm

Agrarmärkte überwiegend mit Verlusten

von , am
08.08.2014

Weizen legte gestern sowohl in Paris wie auch in Chicago wieder den Rückwärtsgang ein.

© Mühlhausen/landpixel
 
Weizen legte gestern sowohl in Paris wie auch in Chicago wieder den Rückwärtsgang ein. Die Einigung der Franzosen mit den Silobetreibern über geringere Werte in den Qualitätsanforderungen des Weizens beruhigte zwar, verhinderte aber nicht die Gewinnmitnahmen. Die Gegenmaßnahmen der russischen Regierung waren ebenfalls nicht geeignet die Preisentwicklung weiter gen Norden zu treiben, da es ansonsten keine neue Eskalationsstufe auszumachen war. Die Sojapreise leiden ebenso wie der Wert des US Maises weiter unter den optimalen Wachstumsbedingungen. Heute Morgen zeigt die elektronische Nachtbörse überwiegend rote Vorzeichen.
 
Weizen im Rückwärtsgang
Zweifellos spielt die Ukrainekrise eine wichtige Rolle in der Preisentwicklung des Weizens. Die Exporte der Hauptakteure sind beträchtlich, und jede weitere Eskalation wird sicherlich nicht zur Marktberuhigung beitragen. Die gestern bekanntgewordenen Gegenmaßnahmen der russischen Regierung mit einem Importverbot für Agrarprodukte sorgte bei den Marktteilnehmern allerdings nicht für preistreibende Emotionen. Auch die Einigung in Frankreich über eine Senkung der Qualitätsparameter zur Andienung des Matifweizenkontraktes, wo eine Fallzahl von bis zu 170 sec. und einem Proteinwert von 10,5 % akzeptiert wird konnte nicht für einen weitere positive Preisentwicklung sorgen. Bleibt zum Schluss noch die anständigen Exporte zu erwähnen. Sowohl die EU Zahlen (siehe Marktkompass ) wie auch die US Daten ( 591.000 t ) können sich sehen lassen, verhinderten aber nicht die Gewinnmitnahmen. Der Matifweizen gibt 2 € auf 176,25 €/t ab und der US Weizen verliert 1,1 % auf 561,50 US ct/bu.
 
Optimal versorgter Mais
Der US Mais hat nach den jüngsten Regenfällen weiter optimale Bedingungen. Die Maisexporte der vergangenen Woche lagen mit 758.000 t leicht unter den Erwartungen, und die brasilianische Conab erhöhte ihre Prognose für die inländische Ernte um 355.000 t auf 78,55 Mio. t . Daher war für den US Mais gestern nicht viel zu holen. An dem CBoT gibt er 0,8 % auf 371,25 US ct/bu ab. In Paris kann er sich hingegen behaupten und settelt um 1,25 € höher bei 156,50 €/t.
 
Soja schließt uneinheitlich
Die Exportanmeldungen in der letzten Woche lagen sowohl für die Bohne wie auch das Schrot am oberen Ende der Erwartungen und gaben insbesondere dem Kurs der alten Ernte, der leicht zulegen konnte, einige Unterstützung. Händler sahen darin die Spiegelung der Probleme der Argentinier mit ihre Staatspleite, und der daraus resultierenden Exportschwäche. Die neuerntige Novemberbohne musste aufgrund der wieder zunehmend optimalen Wetterbedingungen für die US Ernte leichte Verluste hinnehmen und settelte bei 1078 US ct/bu.
 
Raps mit leichten Gewinnen
Der Rapskurs an der Matif war gestern leicht aufwärts gerichtet. Am Ende des Tages stand der Kurs um 1,25 € höher bei 327 €/t. Canola in Winnipeg muss hingegen Verluste von einem Viertel Prozent auf 440,9 CaD hinnehmen.
 
Dieter Jendrziak
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