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Börsentelegramm

Agrarrohstoffe auf Erholungskurs

von , am
05.08.2015

Der gestrige Handelstag begann nach dem roten Vortag durchweg im grünen Bereich und zumindest an der Pariser Börse beendeten die drei großen Agrarrohstoffe den Tag auch positiv.

© Eisenhans/Fotolia
In den USA wurde im späteren Handel der Weizen aus technischen Gründen in die Verlustzone gedrückt. Mais und Soja konnten hingegen kleine Gewinne einfahren. Heute morgen deutet die elektronische Nachtbörse in Chicago eine positive Stimmung an.
 
Bodenbildung beim Weizen?
 
Der Matifweizen konnte sich gestern stabilisieren. Der fordere Septemberkontrakt schloss mit einer Nullnummer bei 178,25 Euro/t. Der folgende Dezember legte 1 Euro oder 0,55 Prozent drauf und settelte bei 183,25 Euro/t. Neben besser als erwartet gemeldeten Erträgen - zum Beispiel aus Frankreich - kommen jetzt auch zunehmend gedrückte Ertragsmeldungen (aus Polen) und könnten auf dem erreichten Niveau für eine Bodenbildung sorgen. In Chicago lief es für den Weizen gestern nicht so gut. Im späteren Handel drehte der Weizen aus technischen Gründen ins Minus. Der Septemberkontrakt verlor 1,1 Prozent und settelte bei 4,9350 US-$/Bushel. Der folgende Dezember beendete den Tag mit einem Minus von 0,9 Prozent bei 5,0025 US-$/Bushel, hielt sich damit aber über der psychologisch wichtigen 500-Marke.
 
Mais legt zu
 
Beim amerikansichen Mais waren die neuen Cropmonitoring-Daten des amrikanischen Landwirtschaftsministerium (USDA) Thema. Die Maisbestände befinden sich demnach unverändert mit 70 Prozent in einem gut bis sehr guten Zustand. Allgemein wurde aufgrund der zuletzt sehr guten Bedingungen von einer leichten Anhebung ausgegangen, sodass hier kein weiterer Preisdruck entstand. Zusätzlich machten Händler auf eine sich möglicherweise anbahnende Trockenheit in den östlichen Gebieten des Maisgürtels aufmerksam. Der Dezembermais steigt an der Börse in Chicago um 0,6 Prozent auf 3,7875 US-$/Bushel. In Paris schaltet der Mais aufgrund weiter gedrückten Ertragserwartungen ebenfalls auf Erholungskurs. Der Novembertermin settelt bei 174,50 Euro/t.
 
Soja-Bestände sehen gut aus
 
Auch die Bohne kann preislich zulegen. Das USDA hat die gut bis sehr guten Bestände um 1 Prozent auf jetzt 63 Prozent angehoben. Das entsprach durchaus den Erwartungen der Börsianern und hatte demnach eher geringe Auswirkungen auf den Preis. Unterschwellig stützten wieder etwas bessere Wirtschaftsdaten aus China. Der fordere Augustkontrakt musste zwar leichte Verluste hinnehmen, aber die folgenden Laufzeiten beendeten den Tag mit Gewinnen. Die neuerntige Novemberbohne schloss um 0,7 Prozent höher bei 9,4225 US-$/Bushel. Sojaschrot legt ab Laufzeit September ebenfalls zu, während das Sojaöl weitere Verluste hinnehmen muss.
 
Raps auf Erholungskurs
 
Der Raps konnte sich gestern wieder etwas erholen. Die positiven Vorgaben aus Übersee und die wieder leicht stabileren Rohölkurse verhalfen dem Novemberkontrakt zu einem Plus von 2,25 Euro oder 0,6 Prozent auf 378,75 Euro/t. Canola in Winnipeg schloss sich dem Trend an und stieg um 0,8 Prozent auf 506 Ca-$/t.
 
 
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