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Börsentelegramm

Agrarrohstoffe können sich erholen

von , am
21.08.2015

Nach schwachem Start endete der gestrige Handelstag mit durchweg grünen Vorzeichen.

© Eisenhans/Fotolia
 
Nach schwachem Start endete der gestrige Handelstag mit durchweg grünen Vorzeichen. Dank positiver Vorgaben aus den USA waren auch an der Pariser Börse am Ende des Tages durchweg Gewinne zu verzeichnen. Am CBoT waren die Zulagen Dank guter Exportdaten und der Unsicherheiten der Maiserträge beachtlich. Heute Morgen deutet die elektronischen Nachtbörse in Chicago nur für den Mais eine Fortsetzung der Erholung an.
 
US Weizen wieder über der 5 Dollar Marke
In Paris ging es gestern zunächst weiter abwärts. Erst am Nachmittag kam mit den positiven Vorgaben aus Übersee die Trendwende. Bis auf den September, der mit einem Verlust von 1,50 Euro bei 169 Euro / t schloss drehten alle Kontrakte ins Plus. Der Dezember legt 75 Cent oder 0,4 % auf 178,75 Euro/t zu und hat damit den Abstand zum Frontmonat auf fast 10 Euro erhöht. Dieser hohe Abstand resultiert aus dem Erntedruck, und dem fehlenden Lagerraum für die Andienung der Kontrakte in Frankreich.
 
Unterdessen kommt auch der EU Export so langsam in Schwung. Mit 560.000 t in dieser Woche liegt die Summe mit knapp 3 Mio. t für diese Saison leicht über den Rekordwerten des Vorjahres. In Chicago ging es deutlich kräftiger nach oben. Der fordere September erreichte ein Plus von 2 % auf 5,0625 US $ / bu und der folgende Dezemberkontrakt konnte 2,2 % zulegen und settelte bei 5,1125 US $ / bu.
 
US Maiserträge unsicher
Der US Mais profitierte auch gestern von der Unsicherheit über die Ertragsentwicklung. Die jüngste Erntebereisung brachte zwar für Illinois, Minnesota und Teilen Iowa´s eine Anhebung der bisher erwartete Schätzung, aber in großen Gebieten des Maisgürtels werden schwächere Erträge erwartet. Die endgültigen Ergebnisse sollen heute bekanntgegeben werden.
 
Einige Unterstützung hatte der Mais am CBoT auch von den Exportdaten. Für die alte Ernte wurden 282.700 t bekanntgegeben, und von der neuerntigen Ware sollen 576.400 t in den Büchern stehen, was deutlich über den erwarteten 350.000 t lag. Der Dezembermais legt 1,1 % auf 3,8250 US $ / bu zu. In Paris entschließt man sich nach der verlustreichen Woche ebenfalls den Tag im positiven Bereich zu beenden. Der Novembermais legt 75 Cent drauf und settelt bei 176 Euro / t.
 
Soja profitiert von strammen Exportanmeldungen
Die Bohne profitiert ebenfalls von deutlich über den Erwartungen liegenden Exportanmeldungen. Für die alte Ernte wurden nochmal 46.400 t gemeldet, und die neue Ernte konnte mit 784.000 t aufwarten. Auch die Schrotexporte waren mit 170.000 t ungewöhnlich hoch. Hier hatten die Händler lediglich 25.000 t erwartetet. Die Septemberbohne legt 2 % zu und settelt bei 9,2150 US $ / bu und der neuerntige Novemberkontrakt beendet den Tag mit einem Plus von 1,5 % bei 9,0725 US $ / bu. Das Dezemberschrot verteuert sich um 2,2 % auf 318,70 US $ / t.
 
Raps geht mit
Auch der Raps schaffte gestern nach seinem preislichen Niedergang zu Abwechslung ein positives Vorzeichen. Mit den ermunternden Vorgaben vom Sojakomplex aus Übersee erreichte der fordere Novemberkontrakt einen Gewinn von 1,50 Euro oder 0,4 % und notiert aktuell bei 364,25 Euro / t. Die Folgemonate konnten bis zu 2 Euro drauflegen. Canola in Winnipeg schaffte Dank der guten Vorgaben aus dem Nachbarland ein Plus von 1 % und ging mit einem Kurs von 478,30 Ca $ / t aus dem Handel.
 
Dieter Jendrziak
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