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Börsentelegramm

Agrarrohstoffe überwiegend im grünen Bereich

von , am
27.02.2015

Nach einem schwachen Start beendeten fast alle Agrarrohstoffe den gestrigen Handelstag im positiven Bereich.

Börse
© BirgitH/fotolia
 
Nach einem schwachen Start beendeten fast alle Agrarrohstoffe den gestrigen Handelstag im positiven Bereich. Die Pariser Börse profitierte dabei von den positiven Vorgaben aus Übersee. Hier wurden trotz eines stärkeren US Dollars ansehnliche Gewinne gemacht. Der internationale Getreiderat (IGC) kam gestern mit einer neuen Prognose. Demnach soll die globale Weizenproduktion in 2015 statt der bisher geschätzten 702 Mio. t auf 705 Mio. t. steigen, und die Maisernte soll nach der Prognose im kommenden Wirtschaftsjahr um 5 % auf 938 Mio. t zurückgehen. Heute Morgen deutet die elektronische Nachtbörse in Chicago einen positiven Handelsstart an.
 
Weizen legt wieder zu
Die EU meldet für diese Woche erneut beeindruckende Exportdaten. Mit 922.000 t steigt die Summe in diesem Wirtschaftsjahr jetzt auf 20,82 Mio. t. Aber erst mit positiven Vorgaben aus Chicago konnte auch der Matif Weizen preislich zulegen. Bei Börsenschluss stand der fordere Märzkontrakt um 1 Euro oder 0,54 % höher bei 185,50 Euro / t. Die neue Ernte schafft mit dem Septemberkontrakt gerade mal 25 Cent auf 184,25 Euro /t. Am CBoT schloss man sich schnell der positiven Grundstimmung der Kollegen an, und die Kontrakte schafften wieder den Sprung über die 5 Dollarmarke. Der derzeit am häufigsten gehandelte Maikontrakt settelte erstmals seit 7 Handelstagen mit einem Zugewinn von 0,7 % auf 5,0050 US $ / bu im positiven Bereich. Begründet wurde das in erster Linie mit zwar bescheidenen Exportdaten (328.000 t alte Ernte und 130.000 t aus der Ernte 15/16) aber sie lagen über den Erwartungen. Zusätzlich unterstützte die immer noch fehlende Feuchtigkeitit in Teilen der südlichen Plains der USA sowie die erwartete Auswinterung in Russland die Stimmung.
 
US Mais mit Gewinnen
Der US Mais profitiert von gestiegenen Ethanolpreisen und dem festen Umfeld. Durch einen Anstieg von 2,4 % des Kraftstoffersatzes steigen die Margen für die Produzenten. Das argentinische Landwirtschaftsministerium erwartet aufgrund der günstigen Witterung nunmehr mit 30 Mio. t eine um 3 Mio. t höhere Ernte. Leicht bullische Nachrichten kamen auch von den Exportmeldungen. Die 715.800 t alte und 148.200 t neue Ernte lagen leicht unter den erwarteten 900.000 t. Der am häufigsten gehandelte Maikontrakt konnte aber auch aufgrund des positiven Umfeldes um 1,2 % auf 3,8850 US $ / bu zulegen. In Paris schloss der Frontmonat März mit minimalen Verlusten von 25 Cent bei 148,50 Euro / t und der folgende Juni settelte ohne Änderung bei 156,25 Euro / t.
 
Fester Sojakomplex
Die US Bohne profitiert erneut von den streikenden LKW Fahrern in Brasilien. Auch wenn es teilweise Einigung gegeben haben sollte stockt die Versorgung des Marktes in Südamerika, so das Importeure wieder auf Nordamerikanisches Angebot zurückgreifen könnten. Nach dem Ende des chinesischen Neujahresfestes wird hier mit einem ansteigenden Bedarf gerechnet. Die gemeldeten Exporte für die letzte Woche waren allerdings nicht berauschend. Die summierte alte und neue Ernte lagen mit 495.400 t. am unteren Ende der bis zu 650.000 t erwarteten Menge. Die Maibohne stieg mit einem Plus von 1,6% auf 10,2650 US $ / bu auf den höchsten Stand seit 6 Wochen. Das Schrot für den Kontaktmonat Mai konnte seine Vortagesverluste fast wieder ausgleichen und settelte mit einem Gewinn von 1,3 % bei 344,10 US $ / t. Sojaöl schafft ein minimales Plus, und das in Malaysia gehandelte Palmöl steigt um 1,5 % auf 2292 MYR / t
 
Raps wieder fester
Der Raps profitiert von den festen Vorgaben und kann seine Vortagesverluste größtenteils wieder ausgleichen. Der Maikontrakt steigt um 3 Euro oder 0,86 % auf 362,50 Euro / t. Ein Wert, zu dem er zuletzt im Mai 2014 gehandelt wurde. Die neue Ernte legt um 2 Euro auf 355,75 Euro / t zu. Canola in Winnipeg notiert uneinheitlich. Der fordere Märzkontrakt muss aufgrund technischer Glattstellung weitere Verluste hinnehmen, während die Folgemonate leicht im Plus setteln. Der Maikontrakt schließt bei 463,40 Ca $.
 
Dieter Jendrziak
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