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Börsentelegramm

Agrarrohstoffe überwiegend im grünen Bereich

von , am
14.11.2014

Erneut ein überwiegend freundlicher Tag an den Börsen.

© kk artworks/fotolia
 
Erneut ein überwiegend freundlicher Tag an den Börsen. Weizen und Mais fahren weitere Gewinne ein, und auch die Sojabohne legt nach den kräftigeren Vortagesverlusten leicht zu, während das Sojaschrot ebenso wie der Raps leicht schwächer notiert. Insgesamt bleibt der Sojamarkt sehr volatil, was auf eine große Unsicherheit bei den Akteuren schließen lässt. Heute Morgen deutet die elektronische Nachtbörse einen durchweg negativen Start in den Tag an.
 
Weizen legt weiter zu
Bereits die ganze Woche ging es sowohl in Paris wie auch in Chicago bergauf. In Paris wurde gestern mit einem Plus von 1,25 Euro oder 0,7 % auf 176 Euro ein 3 Monatshoch erreicht. Die positiven Vorgaben aus Übersee und die mit 560.000 t weiter strammen Exporte in dieser Woche gaben reichlich Unterstützung. In der Summe hat der Matifweizen in dieser Woche 7 Euro oder 4,14 % zugelegt, und der Weizen am CBoT schaffte im gleichen Zeitraum sogar 7,6 %. Eine beeindruckende Performance, die zum einen der erneut aufflammenden Feindseligkeiten in der Ukraine sowie auch dem Wintereinbruch in den USA geschuldet ist. Insbesondere in Colorado sollen die Temperaturen bis unter Minus 20 Grad fallen, was zu Schäden an den jungen Winterweizenpflanzen führen könnte. Zusätzliche Hilfe kam gestern von Strategie Grains, die die Prognose für die kommende russische Ernte deutlich von 93,5 Mio t. auf 86,8 Mio. t reduzierte. Der derzeit relativ schwache Saatenstand, gepaart mit Finanzierungsschwierigkeiten bei der Betriebsmittelbeschaffung aufgrund des schwachen Rubels, verringert die Aussichten. Gestern stieg der Kurs des Dezemberweizens am CBoT um 2 % auf 5,5375 US $ / bu.
 
US -Mais steigt kräftig
Der US Mais war gestern der Tagessieger. Am Ende des Tages settelte er leicht unter seinem Tageshöchststand mit einem Plus von 2,3 % bei 3,8625 US $ / bu. Der Kälteeinbruch in dem mittleren Westen der USA sorgt für einen weitere Ernteverzögerung, und die explosive Situation in der Ukraine veranlasst die Börsianer weiter Risikoprämien auf den Kurs drauf zu satteln, denn schließlich ist die Ukraine nach den USA der größte Maisexporteur. Zusätzlich unterstützte die um 17.000 Barrel auf 946.000 Barrel gestiegene Ethanol-Tagesproduktion die Entwicklung. In Paris ließ sich der Mais nicht sonderlich von der Entwicklung in Chicago beeindrucken. Hier legte der Januarmais eher magere 75 Cent oder 0,5 % auf 152 Euro / t zu.
 
Soja schließt uneinheitlich
Die Entwicklung im Sojakomplex war gestern uneinheitlich. Nach den größeren Vortagesverlusten konnte die Bohne gestern wieder Boden gutmachen. Diesmal unterstützte der Mais die Preisentwicklung bei der Bohne. Nach zwischenzeitlich kräftigeren Gewinn stand am Abend ein Plus von 0,6 % auf 10,5350 US $ / bu auf der Anzeigetafel für den Januarkontrakt. Das Sojaschrot hingegen konnte seine Tagesgewinne nicht halten und rutschte am Ende mit einem Verlust von 0,4 % auf 393,50 US § / t leicht ins Minus. Hauptsächlich Gerüchte tragen hierfür die Verantwortung. Angeblich soll Schrot aus Südamerika in den Norden unterwegs sein, und die sehr knappe Versorgungslage in den USA verbessern helfen. Die argentinischen Farmer hatten zuletzt ihre Verkäufe gesteigert, was die Preis auf der Südhalbkugel unter Druck brachte und die Wahrscheinlichkeit einer größeren Lieferung erhöht. Von der Verladung bis zur Löschung der Fracht in den USA dürfte allerdings noch etwas Zeit verstreichen. Unterstützung bekam die Bohne neben neuen Satelliten-gestützten aus Brasilien, die Trockenschäden insbesondere in den Hauptanbaugebieten Mato Grosso und Parana zeigen auch von einer großen Nachfrageerwartung aus China.
 
Raps leicht schwächer
Nach anfänglichen Gewinnen entschlossen sich die Börsianer diese wieder mitzunehmen und so endete der Tag für den Februarkontrakt mit einem minimalen Verlust von 25 Cent auf 337,25 Euro / t. Die Folgemonate verloren etwas mehr. Carola in Winnipeg langte mit einem Minus von 1,1 % auf 440 Ca $ kräftiger hin.
 
Dieter Jendrziak
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