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Börsentelegramm

Alles im grünen Bereich

von , am
27.06.2014

Alles im grünen Bereich

© agrar-press
 
Am gestrigen Handelstag waren fast nur grüne Vorzeichen zu sehen. Tagessieger wurde mit einem Plus von 1,5 % die alterntige Sojabohne in Chicago, die aufgrund der sehr engen Bilanz wieder kräftiger nach oben marschierte. In den USA ist die in weiten Landesteilen für alle Kulturen eher ungünstige Witterung das beherrschende Thema. In Paris begrenzen weiter die guten Aussichten der globalen Ernten die Kursphantasien. Hier gab es leichtere Aufwärtskorrekturen. Heute Morgen deuten sich an dem CBoT insbesondere für die Sojabohne Gewinnmitnahmen an.
 
Stabilisierungstendenzen beim Weizen
Der Pariser Weizen handelte den ganzen Tag im positiven Bereich. Neue Zahlen vom IGC mit einer weiteren Steigerung der Ernte- und Bestandszahlen belasteten zwar, aber da auch aus Übersee positive Vorgaben kamen konnte der Novemberkontrakt den Tag mit einem Plus von 1,25 € bei 186,75€/t beenden. An dem CBoT waren neben der Unterstützung von den positiven Maispreisen weiterhin die Witterung ein Thema. Die Winterweizenernte in den südlichen Plains kommt aufgrund der Regenfälle schleppend voran und die Qualitätssorgen werden auch nicht kleiner. Hinsichtlich der Sommerweizenbestände in den nördlicheren Gebieten der USA sowie in Kanada besteht noch keine Einigkeit unter den Analysten. Während die einen Schäden aufgrund der reichlichen Niederschläge sehen verweisen die anderen auf den alten Spruch „Rain makes Grain“. Für die nächste Woche sind weitere teils kräftige Regenfälle vorhergesagt. Die nächsten offiziellen Zahlen am Freitag von Statistik Kanada und am Montag von dem USDA- Büro werden mit Spannung erwartet. Der Juliweizen in Chicago legt 1,2 % auf 582,25 US ct/bu zu. Der folgende Septemberkontrakt schafft nur noch minimale Gewinne und der Dezemberweizen muss 0,2 % auf 604 US ct/bu abgeben.
 
Mais mit Gewinnen
Der Maispreis an dem CBoT bekam Unterstützung von den mit 321.000 t alterntige Ware über den Erwartungen liegenden Exportdaten. Der Julimais steigttttt um 0,4 % auf 442,75 US ct/bu, und der neuerntige Dezembermais schafft 0,7 % auf 443,25 US ct/bu. Die Gesamtexporterwartungen der USDA Behörde sind mit den neuen Anmeldungen mehr als 9 Wochen vor Ende des Vermarktungsjahres zu 97 % erfüllt. Des weiteren ist auch hier die Witterung das beherrschende Thema. Allerdings sind sich die Analysten noch nicht einig wie viel Schaden das Wasser tatsächlich anrichtet, und warten sehnsüchtig auf neue offizielle Zahlen. Vielfach wird aber die Anbaufläche die zuletzt mit 91,7 Mio. Acres angegeben wurde kleiner geschätzt. Einige Analysten halten eine Maisfläche von unter 90 Mio. Acres, was den niedrigsten Wert seit 4 Jahren bedeuten würde für realistisch. In Paris steigt der August wie auch der Novemberkontrakt minimal, und beide liegen jetzt mit 173,50 €/t gleichauf.
 
Soja steigt kräftig
Wieder mal waren es die Exporte die der alten Ernte auf die Beine halfen. Mit 317.200 t bedeuteten sie durchaus eine Überraschung für die Marktteilnehmer, denn die Endbestände sind bereits historisch niedrig. Auch die Schrotexporte konnten sich mit 253.000 t sehen lassen. Der alterntige Julikontrakt steigt um 1,5 % auf 1437 US ct/bu, und die neuerntige Novemberbohne kann 1,2 % auf 1244 US ct/bu zulegen. Damit liegen beide Termine wieder oberhalb wichtige Unterstützungslinien. Sojaschrot steigt um beachtliche 3,1 % auf 365,5 $/t.
 
Raps profitiert vom Soja
Der Raps kann an der Matif von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und legt 75 Cent auf 352,50 €/t zu. Er hat sich damit von der psychologisch wichtigen 350 er Marke abgegrenzt, und der Trend zeigt leicht gen Norden. In Winnipeg sticht aufgrund der Verkaufszurückhaltung der Farmer insbesondere der alterntige Julikontrakt mit einem Plus von 2,13 % auf 493 CaD heraus. Der November schafft lediglich 0,36 % auf 470,70 CaD.
 
Dieter Jendrziak
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