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Börsentelegramm

Ausgeglichene Weizenpreise

von , am
22.07.2015

Nach einem lauen Handelstag gestern sind die Vorgaben der US-Terminmärkte in Chicago im vorbörslichen Handel heute ausgeglichen. Canola notiert leicht im Plus. Der Euro steht zum Dollar bei 1,095 und somit wieder etwas höher. Die Rohölpreise müssen erneut Kursverluste erleiden.

© Beuermann/landpixel
Der gestrige Handelstag war insgesamt von wenig Aufregung geprägt. Die Crop Ratings für die USA verschlechtern sich nicht weiter, sind aber bei weitem noch nicht gut. Mais in Paris schloss mit 185,75 Euro/t (-1,00), Raps (November) bei 391,25 Euro/t (+2,75) und Weizen (September) bei 188,75 Euro/t (-1,00). Paradox ist, dass europäischer Weizen am Weltmarkt sehr billig ist, die Börse in Paris aber trotzdem den Vorgaben aus Chicago folgt.
Am heutigen Vormittag (MEZ) beginnen die Weizenpreise (Septemberkontrakt) in Chicago den vorbörslichen Handel ausgeglichen bei 522 Ct/Bushel (175,40 Euro/t). Hard Red Winter bei 516,6 Ct/Bushel (173,0 Euro/t). Mais ist ebenfalls neutral, der Septemberkontrakt an der CME notiert bei 405-4 Ct/Bushel, das sind 145 Euro/t. Sojabohnen verzeichnen heute vorerst ein leichtes Plus in der Übernachtbörse. Noch hält die 10-Dollar-Marke je Bushel.
 
International
Die jüngsten Preisrückgänge haben die Käufer in den Markt gelockt. Ägypten - der weltgrößte Weizenimporteur - hat ein Angebot über 22 Frachtschiffe erhalten (ca. 175.000 t). Den Zuschlag wird Russland bekommen, die für die Septemberlieferungen einen Preis von 205,35 US-$ geboten haben (inklusive Fracht). Damit tritt Russland äußerst aggressiv am Weltmarkt auf. Einem Preisanstieg bei europäischen Herkünften sind wohl auch Grenzen gesetzt.
 
Aussichten
Wir erwarten einen ausgeglichenen Handelstag.
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