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Börsentelegramm

Bodenbildung bei Weizen und Mais, Ölsaaten bröckeln

von , am
07.09.2015

Am europäischen Terminmarkt haben die Weizenpreise am vorigen Freitag für den auslaufenden Septembertermin leicht zugelegt und sich für den neuen Frontmonat Dezember behauptet.

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© Torbz/fotolia.de
 
Am europäischen Terminmarkt haben die Weizenpreise am vorigen Freitag für den auslaufenden Septembertermin leicht zugelegt und sich für den neuen Frontmonat Dezember behauptet. Die Preisabstand zwischen den beiden Terminen ist ungewöhnlich groß und beträgt am Freitag 19 Euro bzw. knapp 13 %. Vor diesem Hintergrund startet der Dezember-Weizen an der MATIF mit knapp 167 Euro in die neue Handelswoche.
 
Die europäischen Maispreise haben am Freitag leicht nachgegeben und liegen für den November bei 161,50 Euro, könnten sich angesichts des freundlichen Handelsbeginns in den USA am heutigen Montag jedoch ebenfalls etwas erholen. Der Raps hat am Freitag mit den Sojapreisen nachgegeben und notierte bei 357,25 Euro.
 
In den USA sind die Preise für den Chicago-Weizen (SRW) am Freitag leicht gestiegen und der proteinreiche Kansas-Weizen (HRW) hat sogar kräftig zugelegt. Trotz dem ist der Chicago-Weizen noch immer teurer als der proteinreichere Weizen aus Kansas. Das ist eigentlich ungewöhnlich und hat seine Ursache in der mengenmäßig und qualitativ sehr schwachen Ernte beim Chicago-Weizen. Zudem ist der Preisabstand zwischen dem auslaufenden Septembertermin (168,2 USD/t) und dem neuen Fronttermin Dezember (171,9 USD/t) in Chicago sehr viel geringer als in Europa und liegt nur bei etwa 2 % bzw. knapp 4 USD.
 
Die Maispreise haben am US-Terminmarkt am Freitag leicht zugelegt. Die Sojapreise haben am Freitag hingegen leicht nachgegeben und auch die kanadischen Canolapreise lagn am Freitag im Minus. Am heutigen Montag ist in den USA ein Feiertag (Labor Day) und es wird deshalb in Chicago nicht gehandelt. 
 
Der Euro hat am Mittwoch gegenüber den USD um 0,3 % auf 1,115 USD leicht zugelegt. Das Rohöl WTI wurde am Freitag mit 46,05 USD je Barrel gehandelt und damit 1,5 % niedriger als am Vortag. Am Montag Vormittag liegen die WTI-Preise erneut 1,0 % im Minus bei 45,59 USD.
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EU: Dezember-Weizen 19 Euro teurer als September
Die Weizenpreise sind am europäischen Terminmarkt für den auslaufenden Septembertermin gestiegen und haben sich für den neuen Frontmonat Dezember nicht verändert. Der Septembertermin beendete den Handel am Freitag bei 147,75 Euro/t und damit 1,0 Euro bzw. 0,7 % höher als am Vortag (146,75 Euro). Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag mit 166,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (166,50 Euro) haben sich die Dezemberpreise nicht verändert.
 
Der Abstand zwischen Dezemberweizen und auslaufenden Septemberweizen beträgt 18,75 Euro bzw. 12,7 %. Der Märzkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag mit 174,25 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (173,50 Euro) haben die Märzpreise um 0,75 Euro zugelegt. Das Preisniveau vom vorigen Jahr (172,25 Euro) verfehlten die Weizenpreise für den Dezembertermin (166,50 Euro) am Freitag um 5,75 Euro bzw. 3,5 %.
 
EU: Maispreise knapp behauptet
Am Freitag (04.09) haben die vorderen Maispreise am europäischen Terminmarkt leicht nachgegeben. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 161,50 Euro/t und damit 0,75 Euro bzw. 0,5 % niedriger als am Vortag (162,25 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 168,0 Euro und damit ebenfalls 0,75 Euro niedriger als am Vortag (168,75 Euro). Das Preisniveau vom Vorjahr (150,25 Euro) wird am europäischen Terminmarkt deutlich um 11,25 Euro bzw. 7,6 % übertroffen. Seit der letzten Preisspitze von Anfang Juli (196 Euro) sind die Maispreise um 34,50 Euro bzw. 17,6 % gefallen.
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EU: Rapspreise mit Soja unter Druck
Die Rapspreise haben am Freitag am europäischen Terminmarkt erneut nachgegeben. Der Novemberkontrakt wurde nur noch mit 357,50 Euro gehandelt und damit zu 2,0 Euro niedrigeren Preisen als am Vortag (359,25 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 356,75 Euro und damit ebenfalls 2,0 Euro niedriger als am Vortag (358,75). Trotz des Rückgangs sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 33,25 Euro bzw. 10,3 % höher als die Preise aus dem Vorjahr (324 Euro). Seit der letzten Preisspitze von Anfang Juli (402,50 Euro) sind die Rapsreise um 45,0 Euro bzw. 11,2 % gefallen.
 
USA: Weizenpreise konsolidieren sich
Am Freitag (04.09) sind die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago leicht und in Kansas sogar relativ kräftig gestiegen. Der auslaufende Septemberkontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) legte um 0,3 % zu und beendete den Handel bei 457,6 Cent je Buschel (150,9 Euro/t). Der Dezember-Termin beendete den Handel 0,5 % höher bei 467,6 Cent je Buschel (154,1 Euro/t). Der Abstand zwischen Dezember und auslaufendem Septemberweizen beträgt nur 2,1 %. Mit einem Plus von 0,5 % notierte der März-Termin bei 476,2 Cent je Buschel (157 Euro/t). Das Preisniveau vom Vorjahr (540 Cent je Buschel) verfehlt der Dezemberweizen in Chicago um 12 % verfehlt.
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USA: Maispreise erholen sich
Am Freitag (04.09) haben die Maispreise am Terminmarkt in Chicago leicht zugelegt. Für den auslaufenden Septembertermin (alte Ernte) beendeten die Maispreise den Handel 0,5 % niedriger bei 349,4 Cent je Buschel (123,4 Euro/t). Die neue Ernte (Dezember) notierte 0,4 % höher bei 363 Cent je Buschel (128,3 Euro/t). Der nachfolgende März-Kontrakt beendete den Handel ebenfalls 0,5 % höher bei 374,4 Cent je Buschel (132,3 Euro/t). Das Preisniveau vom Vorjahr (337 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt durch den aktuellen Dezemberkontrakt (363 Cent) um 7,7 % übertroffen.
 
USA: Sojabohnen bröckeln weiter
Die Preise für Sojabohnen für den auslaufenden Septemberkontrakt sind am Freitag (04.09) am Terminmarkt in Chicago leicht um 0,3 % auf 877,2 Cent je Buschel (289,2 Euro/t) zurückgegangen. Die neue Ernte (Novemberkontrakt) notierte 0,5 % niedriger bei 869,2 Cent je Buschel (286,6 Euro/t). Der nachfolgende Januar-Kontrakt beendete den Handel ebenfalls 0,5 % niedriger bei 373,4 Cent je Buschel (132,3 Euro/t). Das Preisniveau vom Vorjahr (1082 Cent) wird am US-Terminmarkt durch den Novemberkontrakt um knapp 20 % verfehlt.
 
Dr. Olaf Zinke
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