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Börsentelegramm

China hilft Agrarpreisen nach oben

von , am
09.09.2015

Am europäischen Terminmarkt haben die Preise für Weizen, Mais und vor allem für Raps kräftig zugelegt und auch am Mittwoch steigen die Preise weiter.

© kk artworks/fotolia
 
Am europäischen Terminmarkt haben die Preise für Weizen, Mais und vor allem für Raps kräftig zugelegt und auch am Mittwoch steigen die Preise weiter. Ursache für die Preiserholung in Europa waren die steigenden Preise in den USA, die sowohl beim Weizen als auch bei Mais und Soja am Mittwoch deutlich zulegen konnten. Auch am Mittwoch startet vor allem der Weizen in Chicago mit einem deutlich Plus in den Handel, während die Preise bei Mai, Soja und für Canola in Kanada moderat steigen. Am den europäischen Markt bedeutet die weitere Preiserholung in Chicago ebenfalls weiter Preise.
 
China bewegt die Märkte
Den größten Schub erhielten die Preise am Dienstag wegen der verbesserten Erwartungen zur Wirtschaftsentwicklung in China. Ein besseres chinesischen Wirtschaftswachstum hätte natürlich auch großen Einfluss auf die Nachfrage (Importe) bei fast allen Agrarprodukten und würde die Preise nachhaltig stützten. Terminmärkte und Börsen regierten jedenfalls positiv. In den USA beschäftigt sich der Markt zudem mit dem neuen USDA-Report am kommenden Freitag Abend. Dort geht es vor allem um die Einschätzungen zur neuen Mais- und Sojaernte in den USA.
 
Der Euro hat am gestrigen Dienstag gegenüber den USD um 0,3 % auf 1,1203 USD zugelegt und liegt am Mittwoch Dienstag zunächst 0,4 % im Minus bei 1,1157 USD. Das Rohöl WTI wurde am Dienstag mit 45,94 USD je Barrel gehandelt und damit 0,2% niedriger als am Vortag. Am Mittwoch Mittag liegen die WTI-Preise erneut 1,4 % im Minus bei 45,28 USD.
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EU: Dezember-Weizen steigt über 170 Euro
Der vordere Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Dienstag mit 170,0 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (168,25 Euro) haben die Dezemberpreise damit um 1,0 % bzw. 1,75 Euro zugelegt. Der Märzkontrakt für den MATIF-Weizen wurde am Dienstag mit 178,0 Euro/t gehandelt. Im Vergleich zum Vortag (176,0 Euro) haben die Märzpreise damit um 2,0 Euro zugelegt. Das Preisniveau vom vorigen Jahr (172,25 Euro) verfehlten die Weizenpreise für den Dezembertermin am Dienstag nur noch um 2,25 Euro bzw. 1,4 %.
 
Am Mittwoch Mittag (13:30) wird der Weizen am europäischen Terminmarkt erneut zu höheren Preisen gehandelt. Der Dezember-Weizen legt um 1,75 Euro zu und notiert bei 171,75 Euro. Der März-Weizen steigt um 1,0 Euro auf 179,0 Euro.
 
EU: Maispreise mit kräftigen Plus
Die Maispreise sind am Dienstag am europäischen Terminmarkt kräftig gestiegen. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 165,75 Euro/t und damit 3,0 Euro bzw. 1,8 % höher als am Vortag (162,75 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 171,75 Euro und damit 2,75 Euro höher als am Vortag (169,25 Euro). Das Preisniveau vom Vorjahr (150,25 Euro) wird am europäischen Terminmarkt deutlich um 15,50 Euro bzw. 10,5 % übertroffen.
 
Am Mittwoch Mittag (13:00) wird der Mais am europäischen Terminmarkt zu steigenden Preisen gehandelt. Der November-Mais legt um 0,75 Euro zu und notiert bei 166,50 Euro. Der Januarkontrakt notiert 0,75 Euro höher bei 172,50 Euro/t.
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EU: Rapspreise machen Sprung nach oben
Die Rapspreise haben am Dienstag am europäischen Terminmarkt kräftig zugelegt. Der Novemberkontrakt wurde mit 364,0 Euro gehandelt und damit zu 6,25 Euro höheren Preisen als am Vortag (357,75 Euro). Der Februarkontrakt notierte bei 363,0 Euro und damit 5,50 Euro höher als am Vortag (357,50). Im Vergleich zum Vorjahr (324,0 Euro) sind die aktuellen Rapspreise (November) am europäischen Terminmarkt 40,0 Euro bzw. 12,3 % höher.
 
Am Mittwoch Mittag legt der Raps am europäischen Terminmarkt zunächst weiter zu. Der November-Raps steigt um 1,75 Euro und notiert bei 367,75 Euro. Der Februar-Kontrakt wird 1,0 Euro höher mit 364,0 Euro notiert.
 
USA: Weizenpreise auch am Mittwoch im Plus
Am Dienstag (08.09) sind die Weizenpreise am US-Terminmarkt in Chicago kräftig gestiegen. Der Dezember-Termin beendete den Handel 1,6 % höher bei 475 Cent je Buschel (157 Euro/t). Der März-Kontrakt für den Chicago-Weizen notierte am Dienstag 1,4 % höher bei 483 Cent je Buschel (159,4 Euro/t). Das Preisniveau vom Vorjahr (540 Cent je Buschel) verfehlte der Dezemberweizen in Chicago um etwa 12 %.
 
Am Mittwoch starten die Weizenpreise (Dezemberkontrakt) in Chicago erneut mit einem Plus von 0,9 % bei 479 Cent je Buschel (158 Euro/t) in den Handel.
 
USA: Maispreise deutlich im Plus
Am Dienstag (08.09) hatten die Maispreise am Terminmarkt in Chicago deutlich zugelegt. Die neue Ernte (Dezember) notierte 1,5 % höher bei 368,2 Cent je Buschel (130,4 Euro/t). Der nachfolgende März-Kontrakt beendete den Handel 1,4 % höher bei 379,6 Cent je Buschel (134,6 Euro/t). Das Preisniveau vom Vorjahr (337 Cent je Buschel) wurde am US-Terminmarkt vom aktuellen Dezemberkontrakt um 9,3 % übertroffen.
 
Am Mittwoch starten die Maispreise (Dezemberkontrakt) in Chicago mit einem Plus von 0,5 % bei 370,0 Cent je Buschel (131,2 Euro/t) in den Handel.
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USA: Sojabohnen legen weiter zu
Die Preise für Sojabohnen sind am Dienstag (08.09) am Terminmarkt in Chicago ebenfalls deutlich gestiegen. Die neue Ernte (Novemberkontrakt) notierte 1,5 % höher bei 879,2 Cent je Buschel (290 Euro/t). Der nachfolgende Januar-Kontrakt beendete den Handel 1,4 % höher bei 882,2 Cent je Buschel (291,2 Euro/t). Das Preisniveau vom Vorjahr (1082 Cent) wurde am US-Terminmarkt durch den Novemberkontrakt um knapp 19 % verfehlt.
 
Am Mittwoch Mittag liegen die Sojapreise (Novemberkontrakt) 0,7 % im Plus bei 885,2 Cent je Buschel (292,1 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke
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