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Börsentelegramm

Durchwachsener Wochenstart in Europa

von , am
13.10.2014

© tom - Fotolia.com
Die Weizenpreise waren am europäischen Terminmarkt im Verlauf der letzten Woche zweitweise bis auf 162,50 Euro/t gestiegen. Bis zum Donnerstag rutschen die Kurse dann jedoch wieder bis auf 156 Euro nach unten, konnten sich am Ende der Woche jedoch wieder erholen. Im Wochenvergleich haben sich die Preise damit kaum verändert. Am vorigen Freitag (10.10) kostete der Weizen (Novemberkontrakt) am europäischen Terminmarkt 158,75 Euro/t und damit ähnlich viel wie am Freitag (03.10) vor einer Woche (158,50 Euro) und knapp 7,0 Euro mehr als am Freitag vor zwei Wochen (152 Euro). Gleichzeitig haben sich die hinteren Termine im im Vergleich zur letzten Woche kräftig verteuert. Der Januarkontrakt notierte am Freitag bei 163,0 Euro und damit 5,0 Euro höher als in der Vorwoche (Vw.: 158,0) und der März ging mit 166 Euro aus dem Handel und damit sogar 11 Euro teurer (Vw.: 154,75).
 
US-Weizen erholt sich weiter
In den USA haben die Weizenpreise am letzten Freitag am Terminmarkt nach den neuen USDA-Daten um 1 % zugelegt. Einen Tag zuvor waren die Kurse allerdings um knapp 3 % gefallen. Der Dezembertermin des Chicago-Weizen (SRW) beendete den Handel am Freitag (10.10) bei 144,6 Euro/t (498,4 Ct/bu) und damit in US-Währung (ct/bu) 2,6 Prozent teurer als in der Vorwoche (485,6 Ct) und 2,0 Euro teurer (142,4 Euro). Der Märzkontrakt kostete am Terminmarkt in Chicago (SRW) am Freitag umgerechnet 149,5 Euro/t (509,4 Ct/bu ) und damit 5,0 Euro mehr als eine Woche zuvor (144,6 Euro). Gleichzeitig kostete der in Chicago gehandelte Weizen (SRW) rund 32 % bzw. umgerechnet etwa 60 Euro weniger als Anfang Oktober 2013 (205 Euro/t).
 
Hinterer Mais in Europa kräftig verteuert
Am europäischen Terminmarkt haben die Maispreise im Verlauf der letzten Woche leicht nachgegeben, konnten sich aber bis Freitag über der Marke von 140 Euro behaupten. Die Vorgaben vom US-Markt waren jedoch bärisch und setzen die Preise zum Begin der neuen Woche unter Druck. Am letzten Freitag (10.10) kostete der Mais für den Novemberkontrakt (neue Ernte) am Terminmarkt in Paris noch 140,75 Euro/t und damit knapp 1,0 weniger als am Freitag der Vorwoche (Vw: 141,50). Der Januartermin notierte hingegen bei 146,0 Euro (Vw: 142,25 Euro) und damit 4 Euro teurer und der Märzkontrakt beendet den Handel bei 148,75 Euro (Vw: 140,75 Euro/t) und damit fast 9 Euro teurer als in der Vorwoch . Am Montag Vormittag (13.10) startete der Handel am europäischen Terminmarkt mit einem Minus bei 139,50 Euro/t (November).
 
US-Maispreise im Wochenvergleich seitwärts
In den USA sind die Maispreise in der letzten Woche (wegen der witterungsbedingt sehr langsamen US-Ernte) zunächst gestiegen, gerieten dann jedoch zum Ende Woche wieder unter Druck. Im Wochenvergleich waren die US-Maispreise am Ende der letzten Woche dennoch etwas höher als 8 Tage zuvor. Der US-Mais für den Dezembertermin ging am Freitag (10.10) in Chicago mit umgerechnet 103,8 Euro/t (334 Ct/bu) aus dem Handel und damit zwar 2,0 Euro teurer als am Freitag der Vorwoche, in US-Dollar legten die Kurse um 3 % zu (323 Ct/bu). Der Märzkontrakt wurde mit 107,7 Euro (346,6 Ct/bu) 2,0 Euro teurer gehandelt und der Maitermin mit etwa 110,5 Euro (355,6 Ct/bu). Zum Wochenbeginn (13.10) bewegten sich die Maispreise in den USA im elektronischen vorbörslichen Handel seitwärts.
 
Rapspreise geben Gewinne wieder ab
Die Rapspreise sind am europäischen Terminmarkt in der letzten Woche bis auf 332 Euro/t gestiegen, gerieten dann jedoch in der zweiten Wochenhälfte wieder kräftig unter Druck. Am Ende der Woche (10.10.) beendete der Novemberkontrakt den Handel bei 324 Euro. Das war sogar 1,0 Euro mehr als am Freitag der Vorwoche (325 Euro/t). Der Februartermin notierte am Freitag (10.10) bei 328,50 Euro/t und damit 1,0 Euro billiger als in der Vorwoche (Vw: 329,50 Euro/t). Am Montag (13.10) bewegen sich die Rapspreise am europäischen Terminmarkt weiter kräftig unten und lagen für den November um 14:00 Uhr unverändert bei 321 Euro und damit 3 Euro niedriger als am Freitag.
 
Sojapreise schwanken weiter
Die Sojapreise haben in der letzten Woche am US-Terminmarkt erneut kräftig geschwankt, blieben im Wochenvergleich fast unverändert. Gleichzeitig ist der Preisabstand zwischen Kassamarkt (265 Euro) und Terminmarkt kleiner geworden. Der Novembertermin kostete am Freitag (10.10.) 268 Euro (922,4 Ct/bu) und damit in Euro rund 1 Euro mehr als am Freitag vor einer Woche mit 266,7 Euro/t (912,2 Ct/bu) in US-Dollar jedoch ähnlich viel. Der Januarkontrakt ging am vergangenen Freitag (10.10) mit knapp 269 Euro/t (930,4 Ct/bu) aus dem Handel und der März mit 272 Euro (938,6 Ct/bu).
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass-2014
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