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Börsentelegramm

Erholungsphase an der Matif setzt sich fort

von , am
07.08.2015

In Paris gab es gestern erneut nur grüne Vorzeichen, während in Chicago nur der Weizen weiter zulegen konnte. Mais und Soja mussten in erster Linie aufgrund schwacher Exportdaten Verluste hinnehmen. Heute morgen stehen die Vorzeichen der elektronische Nachtbörse nur für die Sojabohne auf grün.

© shutterstock/William Potter
Bereits den dritten Tag in Folge konnte der Matifweizen preislich zulegen. Positive Vorgaben aus Übersee unterstützten ihn dabei. Der Dezemberkontrakt steigt um 1,50 Euro oder 0,8 Prozent auf 186,25 Euro/t. Er hält damit seinen relativ großen Abstand von 6 Euro zum vorderen Septemberkontrakt, der wieder über die 180-Euro-Marke springt. An der Chicagoer Börse schafft der Septemberweizen eine Steigerung von 1 Prozent und settelt bei 5,07 USD/t. Als Hauptgrund wurden hier sehr gute Exportdaten angegeben. In der letzten Woche wurden 838.500 t angemeldet. Erwartet wurden weniger als die Hälfte, sodass die immer wieder auftretenden Sorgen um die Konkurrenzfähigkeit der Amerikaner an den Exportmärkten etwas zurückgedrängt wurden.
 
Die Ukraine meldete Dank guter Erträge ein Gesamtexportpotenzial von 40 Mio. t Getreide an. Im Vorjahr waren es 35 Mio. t. Für Australien weisen die jüngsten Prognosen verschiedener Analysten aufgrund von Regenfällen wieder steigende Tendenzen auf. Der in diesem Jahr mit kräftigen Auswirkungen erwartete El-Nino-Effekt wird etwas zurückgedrängt.
 
Ralley für den EU-Mais geht weiter
 
Die Ertragserwartung für den europäischen Mais sind aufgrund der immer wieder auftretenden Hitzewellen weiter gedrückt, sodass der Kurs hier einige Unterstützung bekommt. Der neuerntige Novembermais konnte gestern den vierten Tag in Folge zulegen und settelte mit einem erneut kräftigen Plus von 3,75 Euro oder 2,1 Prozent bei 182 Euro/t. Damit hat er in dieser Woche insgesamt 8 Euro oder 4,6 Prozent hinzugewonnen.
In Chicago drückten schlechte Exportdaten auf die Stimmung. Für die alte Ernte gab es Nettostornierungen von 2.700 t und die Daten zur neuen Ernte lagen mit 277.000 t ebenfalls unter den Erwartungen. Die Händler in den USAmachen sich Sorgen um die Exporte, denn die Order für die neue Ernte liegen derzeit 40 Prozent unter denen des Vorjahres. Zusätzlich sorgten Regenfälle im Norden des Maisgürtels für etwas Entspannung. Der Dezembermais in Chicago verliert 0,7 Prozent und settelt bei 3,8050 USD/Bushel.
 
Soja gibt nach
 
Die Bohne gab gestern ihre Vortagesgewinne wieder ab. Die Novemberbohne verlor 1 Prozent und beendete den Tag bei 9,4325 USD/Bushel. Etwas Verwirrung gab es bei den Exportdaten zur vergangenen Woche. Für die alte Ernte wurden Nettostornierungen von 447.300 t gemeldet, was allerdings durch das Rollen von 300.000 t auf die neue Ernte durch die Chinesen etwas relativiert wurde. Zwar stieg dadurch die angemeldete Exportmenge der letzten Woche für die neue Ernte auf 1,02 Mio. t, was erheblich über den Erwartungen von 700.000 t lag. Das reichte aber nicht für eine positive Stimmung. Sojaschrot für den September musste Verluste von 1,3 Prozent auf 339,20 USD/t hinnehmen. Sojaöl konnte sich auf niedrigem Niveau stabilisieren.
 
Raps legt weiter zu
 
Auch der Raps konnte gestern weiter zulegen. Der fordere Novemberkontrakt schaffte 1,75 Euro oder 0,46 Prozent auf 382,75 Euro/t. Die Folgemonate legten etwas mehr zu. Die Ernte ist landesweit weitestgehend abgeschlossen und die knappe Versorgung des Marktes bestätigt. Die Erträge liegen durchschnittlich 10 bis 15 Prozent unter dem Vorjahresniveau, die Ölgehalte bewegen sich im langjährigen Mittel. Canola in Winnipeg schließt sich der Bohne im Nachbarland an. Sie gibt um 0,26 Prozent nach und settelt bei 500,70 CaD/t.
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