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EZB-Entscheidung beeinflusst Export, Euro fällt auf 11Jahrestief

von , am
26.01.2015

Der vorige Handelstag (Freitag) war wesentlich beeinflusst von den Folgen des EZB-Aufkaufprogramms. Durch den weiteren Wertverlust des Euros kommt es an den Agrarmärkten zu weiteren Verschiebungen der Wettbewerbsfähigkeit .

© agrar-press

 
Der vorige Handelstag (Freitag) war wesentlich beeinflusst von den Folgen des EZB-Aufkaufprogramms. Durch den weiteren Wertverlust des Euros kommt es an den Agrarmärkten zu weiteren Verschiebungen der Wettbewerbsfähigkeit im Export. Für die Europäer verbessern sich die Absatzmöglichkeiten von Weizen und Gerste (sowie Milch und Fleisch) am Weltmarkt. Gleichzeitig wir jedoch der Einkauf von Mineraldünger und Eiweißfutter teurer. In den USA haben die Preise zudem auf die aktuellen wöchentlichen Exportzahlen des USDA reagiert. Dort meldete man vom Mais die höchste wöchentliche Verkaufsmenge in diesem Wirtschaftsjahr und beim Weizen zumindest eine Verbesserung gegenüber der Vorwoche. Bei Sojabohnen fielen die wöchentlichen Verkäufe der USA indessen auf den tiefsten Stand des Jahres, denn die Importeure richten ihr Interesse immer mehr auf die neue Ernte in Südamerika.
 
USA: Verluste bei Weizen und Soja, Höhere Maispreise
Am Freitag (23.01) haben die Terminmarktpreise für den Weizen (März) in Chicago um 0,7 % auf 530 Ct je Buschel nachgegeben. Am Montag Vormittag (MEZ) lagen die Preise im elektronischen vorbörslichen Handel erneut 0,5% im Plus bei 532,6 Ct je Buschel. Gleichzeitig ist der Mais in den USA für den Märztermin am Freitag um 0,8 % auf 386,6 Ct je Buschel gestiegen. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago im elektronischen vorbörslichen Handel 0,3 % im Minus. Die Sojabohne hat am Freitag um 0,4 % auf 972,6 Ct je Buschel nachgegeben. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,48 % im Minus. Sojaschrot legte am Freitag in Chicago um 0,4 % auf 331,5 USD/st zu und notiert am Montag Vormittag unverändert.
 
Ölpreise unter Druck, Euro fällt auf 11Jahretief
Der Rohölpreis (WTI) hat sich am Freitag (23.01) weiter nachgegeben. Am US-Terminmarkt fielen die Kurse für den Februartermin um 1,6 % auf 45,6 USD je Barrel. Im elektronischen vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Montag erneut um 1,7 % im Minus bei 44,84 USD je Barrel. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am Freitag um 0,6 % auf 48,8 USD je Barrel zugelegt. Im elektronischen vorbörslichen Handel am Montag geben die Preise jedoch um 2,1 % nach und liegen nur noch bei 47,8 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) sind in den USA am Freitag um 4,6 % gestiegen. Am Montag im elektronischen vorbörslichen Handel liegen die Gaspreise jedoch wieder 4,3 % im Minus.
 
Die Preise für Ethanol (Märzkontrakt) sind am Freitag am US-Terminmarkt kräftig um 2,7 % gestiegen und liegen Montag erneuet um 0,7 % im Plus. Der Euro hat nach der EZB-Entscheidung am Freitag gegenüber dem Dollar 1,2 % verloren und notierte nur noch 1,125 USD. Das ist e niedrigste Stand seit September 2003 - also seit 11 Jahren. Am Montag bewegt sich der Eurokurs im vorbörslichen Handel seitwärts und liegt noch bei 1,1257 USD je Euro.
 
Weizenpreise steigen weiter
Die Weizenpreise haben am europäischen Terminmarkt am Freitag (23.01) leicht zugelegt. Der Märzkontrakt für den Weizen ging mit 198,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (198,0 Euro) sind die Preise damit um 0,25 % oder 0,5 Euro gestiegen. Der Maikontrakt notierte bei 199,0 Euro und damit 1,00 Euro höher als am Vortag (198,0 Euro) und die nächste Ernte (September) kostete 193,75 Euro und damit 1,00 Euro mehr als am Vortag (192,75 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (185,50 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 13,0 Euro höher. In den USA beginnt der elektronische vorbörsliche Handel rund 0,4 % im Plus und damit relativ neutral.
 
Maispreise etwas höher
Am europäischen Terminmarkt haben sich die Maispreise Freitag (23.01) etwas nach oben bewegt. Der Märzkontrakt kostete am Terminmarkt in Paris 159,25 Euro/t und damit 1,0 Euro bzw. 0,6 % mehr als am Vortag (158,25 Euro). Der Junitermin notierte bei 164,25 Euro und 1,25 Euro höher als am Vortag (163,0 Euro) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 167,75 Euro und damit 1,50 Euro höher als am Vortag (165,75 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 170,25 Euro und damit 1,25 Euro weniger als am Vortag (169 Euro) sowie 11,0 Euro mehr als der März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (176,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 16,75 Euro niedriger. In den USA beginnt der elektronische vorbörsliche Handel für Mais heute 0,5 % im Minus.
 
Raps steigt besonders für die hinteren Termine
Die Rapspreise haben sich am Freitag (23.01) am europäischen Terminmarkt etwas zugelegt. Der Februartermin für den Raps beendete den Handel bei 356,50 Euro/t und damit 1,25 Euro bzw. 0,35 % höher als am Vortag (355,25 Euro). Der Maikontrakt wurde mit 358,50 Euro notiert und damit 2,75 Euro höher als am Vortag (355,75 Euro) und der August (neue Ernte) kostete 355,50 Euro und damit 3,25 Euro mehr als am Vortag (352,25 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (348,50 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 8 Euro höher. In den USA beginnt der elektronische vorbörsliche Handel für Sojabohnen und Schrot heute im Minus.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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