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Börsentelegramm

Fallende Ölpreise, Getreidepreise in Europa sehr fest

von , am
02.01.2015

An den Getreidemärkten in Europa und den USA entwickelten sich die Preise zum Jahreswechsel überraschend unterschiedlich.

© tom - Fotolia.com
 
An den Getreidemärkten in Europa und den USA entwickelten sich die Preise zum Jahreswechsel überraschend unterschiedlich. Während die Preise für Weizen, Mais und Soja am Terminmarkt in den USA in den letzten Handelstagen im alten Jahr zum Teil sehr kräftig nachgaben, konnten, die Kurse sich in Europa behaupten oder legten sogar zu. Am Mittwoch (3112) brachen die Terminmarktpreise für den Chicago-Weizen um 2,0 % auf 589 Ct je Buschel ein, nach dem die Kurse bereits am Vortag (30.12) um 2,2 % Prozent gefallen waren. Gleichzeitig hatte sich der Mais für den Märztermin am letzten Handelstag 2014 (31.12) um 2,34 % auf 397 Ct je Buschel verbilligt und war auch am Vortag (30.12.) bereits um 1,5 % gefallen. Die Sojabohne hat am 31.12 um 1,8 % auf 1019,2 Ct je Buschel nachgegeben und Sojaschrot hat sich in nur drei Tagen um um 4,03 % verbilligt. Damit hatten sich die Preise in den USA zum Jahreswechsel sehr kräftig verloren..
 
Ölpreise fallen weiter, Euro schwach
Der Rohölpreis (WTI) ist am letzten Handelstag im alten Jahr (31.12) nach einer kurzen Konsolidierung am Tag zuvor (30.12) weiter gefallen. Am US-Terminmarkt gaben die Kurse für den Februartermin erneut um 1,6 % auf nur noch 53,3 USD nach und damit auf den tiefsten Stand seit April 2009. Gleichzeitig war der Preis für das Nordseeöl Brent am 31.12 um 1,0 % auf 57,09 USD gefallen und rutschte damit in nur vier Handelstagen knapp 5 % nach unten. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) waren nach einer kräftigen Erholung zum Wochenbeginn am 30.12 um 3,3 % und am 31.12 sogar 6,6 % eingebrochen, liegen am Freitag Vormittag (02.01) jedoch 1,0 % im Plus. Der Euro hat die letzten vier Handelstage des alten Jahres gegenüber dem Dollar weiter an Wert verloren verloren und gab auch am 31.12 um 0,5 % nach und notiert nur noch 1,211 USD. Am Freitag (02.01) bewegt sich der Eurokurs weiter nach unten und könnte durchaus unter 1,20 USD/Euro fallen.
 
Weizenpreise halten sich bei 200 Euro
Die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt haben sich in den letzten Handelstagen des Jahres 2014 (trotz der sehr schwachen Vorgaben aus den USA) sehr gut behauptet. Am Mittwoch (31.12.) und auch am Neujahrstag (01.01) kostete der Weizen (Januar) am europäischen Terminmarkt glatt 200 Euro/t. Im Vergleich zum Wochenbeginn blieben die Preis damit fast unverändert und gegenüber Mitte Dezember (196 Euro) waren die Preise am europäischen Terminmarkt damit nochmals um 4,0 Euro gestiegen. Für die hinteren Termine liegen die Preise auf einem ähnlichen Niveau. Der Märzkontrakt notierte am 31.12 bei 201,25 und der Maitermin ging mit 200,75 Euro aus dem Handel.
 
Maispreise zum Jahreswechsel gestiegen
Am europäischen Terminmarkt sind die Maispreise am letzten Handelstag des alten Jahres sehr kräftig gestiegen. Am Mittwoch (31.12) kostete der Mais für den Januarkontrakt am Terminmarkt in Paris 162,50 Euro/t und damit 4,75 Euro bzw. 3 % mehr als am Tag zuvor (157,75 Euro). Der Märztermin notierte am Mittwoch (31.12) bei 165,75 Euro und damit nur 0,25 Euro teurer als am Vortag (165,50) und der Junikontrakt beendet den Handel bei 170,75 Euro und damit 1,25 Euro teurer wie am Vortag (169,50 Euro).
 
Rapspreise nicht ganz behauptet
Die Rapspreise haben sich am europäischen Terminmarkt in der letzten Handelswoche des alten Jahres etwas nachgegeben. Am Mittwoch (31.12.) beendete der Februartermin den Handel bei 351,0 Euro/t und damit etwa 3,75 Euro niedriger als am Vortag (354,75 Euro) und niedriger als in der letzten Woche (353,50 Euro/t) jedoch höher als Mitte Dezember (349 Euro). Der Mai wurde am Mittwoch (31.12) mit 348,50 Euro notiert und damit 1,25 Euro preiswerter als am Vortag (349,75 Euro) und der August kostete 346,50 Euro und damit 2,0 Euro weniger als am 30. Dezember (348,50 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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