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Börsentelegramm

Fester Wochenstart für Getreide und Ölsaaten

von , am
09.03.2015

Die neue Woche beginnt im vorbörslichen Handel an den US-Terminmärkten sowohl für den Weizen als auch für Mais und Soja mit steigenden Preisen.

© agrar-press
 
Die neue Woche beginnt im vorbörslichen Handel an den US-Terminmärkten sowohl für den Weizen als auch für Mais und Soja mit steigenden Preisen. Das dürfte auch für die europäischen Märkte einen positiven Wochenstart nach sich ziehen. Bereits am vergangenen Freitag drehten die Weizenpreise in den USA nach einer sehr schwachen Woche wieder ins Plus. Die Sojabohnen notierten am Freitag in Chicago fast unverändert, während der Mais ebenso ins Minus rutschte wie Sojaöl . In Europa konnten die Rapspreise den Handel am Freitag ebenso im grünen Bereich beenden wieder der Mais. Die europäischen Weizenpreise blieben zum Wochenausklang hingegen fast unverändert.
 
USDA-Report bringt neue Daten
Die neue Woche dürfte ganz im Zeichen des neuen USDA-Reports am Dienstag Abend stehen. Dabei konzentriert sich das Interesse von Analysten und Händlern im aktuellen Märzreport noch einmal ganz besonders auf die Größe der aktuellen Mais- und Sojaernte in Südamerika. Außerdem werden natürlich die Veränderungen bei den Bestandsdaten am Weltmarkt und in den USA als Folge der Exportentwicklung bei Weizen, Mais und Soja die Terminmärkte kräftig beeinflussen. Neben den USDA wird allerdings am Dienstag auch die staatliche brasilianische Getreideagentur CONAB ihre Einschätzungen zur aktuellen brasilianischen Ernte aktualisieren und die Märkte mit neuen Daten versorgen. Anders als zuletzt die private Analystenfirma Informa Economics oder auch die FAO, gibt das USDA in seinem März-Report noch keine Eischätzung zur globalen Getreideernte 2015.
 
USA: Weizen im Plus, Soja neutral und Mais im Minus
Am Freitag (06.03) sind die Weizenpreise für den Maikontrakt am Terminmarkt in Chicago nach einer sehr schwachen Woche um 0,4 % auf 482,4 Ct je Buschel (163,1 Euro/t) gestiegen. Für den in Kansas gehandelten Weizen Hard Red Winter sind die Preise um 1,0 % auf 522,2 US/t (176,5 Euro) gestiegen. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise in Chicago im elektronischen Handel 1,4 % im Plus bei 489,2 Ct je Buschel (165,3 Euro). Gleichzeitig ist der Mais in den USA für den Maitermin am Freitag um 1,1 % auf 386,0 Ct je Buschel (139,8 Euro/t) zurückgegangen. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago im elektronischen vorbörslichen 1 % im Plus bei 389,6 Ct je Buschel (141,1 Euro). Die Sojabohne (Maikontrakt) blieb am Freitag unverändert bei 985 Ct je Buschel (333 Euro/t) zugelegt. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,6 % im Plus bei 990,4 Ct (335 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt) sind die Preise am Freitag in Chicago um 0,8 % auf 327,7 USD/st (332 Euro/t) gestiegen, und bewegten sich am Montag Vormittag 0,5 % im Plus. Für Sojaöl (Mai) haben die Preise am Freitag um 0,92 % auf 31,28 Ct/lb (634 Euro/t) nachgegeben und liegen am Montag 0,2 % im Minus.
 
Euro fällt immer weiter
Der Rohölpreis (WTI) ist am Freitag (06.03) kräftig gefallen und liegt am Montag Vormittag leicht im Plus. Am US-Terminmarkt gaben die WTI-Kurse für den Apriltermin am Freitag um 2,3 % auf 49,61 USD je Barrel nach. Im elektronischen Handel liegen die Preise am heutigen Montag Vormittag (MEZ) 0,5% im Plus bei 49,84 USD je Barrel. Gleichzeitig gab der Preis für das Nordseeöl Brent am Freitag um 1,2 % auf 59,73 USD je Barrel nach. Im elektronischen Handel am Montag liegen die Brent-Preise 0,5 % im Minus bei 59,42 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) haben sich in den USA am Freitag nicht verändert. Am Montag Vormittag liegen die Gaspreise im elektronischen Handel allerdings 3,7 % im Minus. Die Preise für Ethanol sind am Freitag am US-Terminmarkt unverändert geblieben und liegen am Montag Vormittag 3,5 % im Minus. Der Euro hat am Freitag gegenüber dem Dollar 1,5 % an Wert verloren und notierte nur noch bei 1,0872 USD und liegt am Montag Vormittag bei 1,0904 USD je Euro und damit 0,3 % im Plus.
 
Weizenpreise behaupten sich
Die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt haben sich am Freitag (06.03) fast nicht verändert. Der Maikontrakt für den MATIF-Weizen ging mit 184,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (185,0 Euro) sind die Preise damit 0,15 % oder 0,25 Euro zurückgegangen. Die neue Ernte (September) kostete 184,0 Euro und damit 0,25 Euro mehr als am Vortag (183,75 Euro). Damit sind die Preise für die neue Weizenernte (September) 0,75 Euro niedriger als die Preise für den aktuellen Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (197 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 12,25 Euro niedriger. Im letzten Jahr sind die Weizenpreise im März und im April zeitweise bis auf 209 Euro gestiegen. Am Montag folgt der Weizen (Maiskontrakt) am europäischen Terminmarkt zunächst den sehr festen Vorgaben aus Chicago nach oben.
 
Maispreise steigen leicht
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Freitag (06.03) entgegen dem Trend in Chicago gestiegen. Der Junikontrakt beendete den Handel mit 159,0 Euro/t und damit 1,0 Euro bzw. 0,6 % höher als am Vortag (158,0 Euro) jedoch unter der Marke von 150 Euro. Der Augusttermin notierte bei 164,0 Euro und damit 1,0 Euro höher als am Vortag (163,0 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 168,75 Euro und damit 0,25 Euro weniger als am Vortag (169,0 Euro) sowie 9,75 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (192 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 33,0 Euro niedriger. Im letzten Jahr sind die Maispreise im März und im April bis etwa 195 Euro gestiegen. Am Montag Vormittag dürfte der Mais (März) am europäischen Terminmarkt den relativ festen Vorgaben aus den USA folgen und etwas zulegen.
 
Rapspreise erholen sich etwas
Die Rapspreise haben am europäischen Terminmarkt am Freitag (06.03) auch ohne Unterstützung vom Sojamarkt zugelegt. Der Maitermin beendete den Handel bei 362,50 Euro/t und damit 0,75 Euro bzw. 0,2 % % höher als am Vortag (361,75 Euro). Die neue Ernte (August) kostete 355,0 Euro und damit 2,0 Euro mehr als am Vortag (353,0 Euro). Der Novemberkontrakt wurde mit einem Aufschlag von 1,25 Euro bei 356,25 gehandelt. Gleichzeitig kostete die neue Rapsernte (August) 7,50 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (367,25 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 4,75 Euro niedriger. Im letzten Jahr sind die Rapspreise im März und im April über die Marke von 370 Euro gestiegen. Am Montag Vormittag dürfte der Raps (Mai) auch am europäischen Terminmarkt den positiven Vorgaben aus Chicago nach oben folgen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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