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Börsentelegramm

Freundliche Vorgabe für den Wochenstart

© imago/Bildwerk
von , am
07.08.2017

Die Getreidemärkte an der Übernachtbörse in Chicago sind am Montagmorgen in grünen Bereich und liefern eine freundliche Vorgabe für den Wochenstart.

Obwohl der US-Weizen aufgrund des niedrigeren Dollarkurses sehr wettbewerbsfähig ist, musste die Börse in Chicago die letzten Handelstage der vergangenen Woche herbe Verluste hinnehmen - das auch im Blickwinkel eines sehr gedrückten Umfeldes für Soja und Mais.

Die EU-Exporte seit Beginn des Vermarktungsjahres am 1. Juli erreichten 941.000 t (2,6 Mio. t in 2016), also ein sehr verhaltener Start. Zusammen mit Regen in den USA und Australien ließ diese Mischung die Weizenpreise in der vergangenen Woche weiter fallen. Der Euro schloss zum Dollar etwas niedriger bei 1,179 €/$, was den Exporten gut tut. Die Preise für Rohöl liegen knapp unter 50 US-$/Barrel und bewegen sich seitwärts.

Weizen international gefragt

Die Euronext Matif in Paris fiel für die nächsten drei Liefermonate und formte ein neues Kontrakttief bei 163,25 €/t (September), das begleitet wird von sehr enttäuschenden Exportzahlen der Europäischen Union. Insgesamt wurden in der vergangenen Woche nur 225.000 t gemeldet, wobei zwei Drittel davon von Frankreich und Bulgarien kamen.

Die Schwierigkeiten in Deutschland und den baltischen Staaten bei der Ernte schlagen sich in den Verkäufen dieser Länder nieder. Die Prämien in Frankreich sind unverändert. In Deutschland müssen sich die physischen Preise noch finden. International herrscht eine rege Nachfrage nach Weizen.

Ideale Bedingungen für die Sojabohne

Die Sojafarmer in den USA sehen sich fast nahezu idealen Aufwuchsbedingungen für Soja gegenüber, was die Ernteerwartung sehr positiv beeinflussen wird. Bohnen mussten in der vergangen Woche insgesamt 64 US-Cent/bushel abgeben. Es besteht Hoffnung, dass sich kurzfristig die Preise stabilisieren und ein kurzfristiges Tief geschmiedet werden kann.

Heute Morgen steht der Novemberkontrakt leicht höher bei 963 US-Cent/bushel, das sind umgerechnet 300 €/t.

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