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Börsentelegramm

Getreidemärkte starten schwach, Öl und Euro fallen weiter

von , am
05.01.2015

Ins neue Jahr starteten die Märkte für Getreide und Ölsaaten am letzten Freitag (02.01.) in den USA und auch in Europa mit kräftigen Preisabschlägen.

© Gina Sanders/fotolia.de
Ins neue Jahr starteten die Märkte für Getreide und Ölsaaten am letzten Freitag (02.01.) in den USA und auch in Europa mit kräftigen Preisabschlägen. Dabei war die Datenlage über die Feiertage eher dünn und die Märkte dürften wohl erst in der laufenden Woche einen eindeutigen Trend zeigen und die aufgelaufenen Informationen verarbeiten. Am nächsten Montag (12.01) wird der erste USDA-Report des Jahres 2015 für neue Marktdaten und sorgen und die weitere Richtung bei den Preisen vorgeben.
 
Vor allem  die Preise für Weizen und Soja gaben am Terminmarkt in Chicago am letzten Freitag (02.01) weiter nach, Mais ging nur leicht zurück. In Europa folgten die Preise für Mais, Weizen und Raps den US-Börsen nach unten, Weitz. Am Freitag (02.01) gaben die Terminmarktpreise für den Chicago-Weizen erneut um 1,5 % auf 581,2 Ct je Buschel nach. Gleichzeitig hatte sich der Mais für den Märztermin am ersten Handelstag 2015 (02.01) nur um 0,3 % auf 395,6 Ct je Buschel verbilligt. Die Sojabohne hat am 2. Januar um 1,6 % auf 1007,4 Ct je Buschel nachgegeben.
 
Am heutigen Montag (05. Januar) starten die Preise in Chicago vor allem für Weizen, aber auch für Mais und Soja im elektronischen vorbörslichen Handel mit deutlichen grünen Vorzeichen.
 
Ölpreise fallen weiter, Euro jetzt unter 1,20
Der Rohölpreis (WTI) ist am ersten Handelstag im neuen Jahr (02.01) weiter gefallen. Am US-Terminmarkt gaben die Kurse für den Februartermin erneut um 1,1 % auf nur noch 52,7 USD nach und damit auf den tiefsten Stand seit März 2009. Gleichzeitig war der Preis für das Nordseeöl Brent am 02. Januar um 1,6 % auf 56,4 USD gefallen. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) haben sich nach dem dramatischen Einbruch vor den Feiertagen um rund 10 %, zum Jahresbeginn wieder um 3,9 % erholt und liegen auch am Montag Vormittag (05.01) erneut knapp 4 % im Plus.
 
Der Euro hat auch zum Beginn des Jahres 2015 gegenüber dem Dollar weiter an Wert verloren und ist und gab am 02. Januar um 0,8 % nach und notiert nur noch 1,201 USD. Am Montag (05.01) bewegt sich der Eurokurs weiter nach unten und liegt nur noch bei 1,197 USD/Euro und damit auf den tiefsten Stand seit Februar 2006.
 
Weizenpreise fallen unter 200 Euro
Die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt sind am ersten Handelstag des Jahres 2015 (wegen der sehr schwachen Vorgaben aus den USA) unter Druck geraten. Am Freitag (02.01.) kostete der Weizen (Januar) am europäischen Terminmarkt 198 Euro/t. Im Vergleich zum letzten Handelstag 2014 (30.12.) gaben die Preise damit um 2,00 Euro oder 1,0 % nach. Gegenüber dem Niveau von Mitte Dezember (196 Euro) waren die Preise am europäischen Terminmarkt jedoch noch immer 2,0 Euro höher.
 
Für die hinteren Termine liegen die Preise auf einem ähnlichen Niveau. Der Märzkontrakt notierte am 02. Januar bei 199,0 und der Maitermin ging mit 198,50 Euro aus dem Handel und die nächste Ernte (September) kostete 196 Euro. Am heutigen Montag (05. Januar) starten die Preise in Chicago für Weizen mit einem Plus 1,6 % und dürften auch den Preisen in Europa nach oben helfen.
 
Maispreise zum Jahresbeginn unter Druck
Am europäischen Terminmarkt sind die Maispreise am ersten Handelstag des neuen Jahres kräftig eingebrochen. Am Freitag (02.01) kostete der Mais für den Märzkontrakt am Terminmarkt in Paris 161,25 Euro/t und damit 4,50 Euro bzw. 2,7 % weniger als am Tag zuvor (165,75 Euro). Der Junitermin notierte am Freitag (02.01) bei 165,75 Euro und damit 5,00 Euro billiger als am Vortag (170,75) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 170,50 Euro und damit 4,25 Euro billiger als am Vortag (174,75 Euro).
Die nächste Ernte (November) kostete 174 Euro. Am heutigen Montag (05. Januar) starten die Preise in Chicago für Mais mit einem Plus 0,7 % und dürften auch die Preise in Europa stützen.
 
Rapspreise fallen unter 350 Euro
Die Rapspreise haben sich am europäischen Terminmarkt am ersten Handelstag des neuen Jahres nachgegeben. Am Freitag (02.01.) beendete der Februartermin den Handel bei 347,75 Euro/t und damit etwa 3,25 Euro niedriger als am letzten Handelstag des alten Jahres (351,0 Euro). Der Maikontrakt wurde am Freitag (02.01) mit 345,75 Euro notiert und damit 2,75 Euro preiswerter als am Vortag (348,50 Euro) und der August (neue Ernte) kostete   343,50 Euro und damit 3,0 Euro weniger als am 30. Dezember 2014 (346,50 Euro). Am heutigen Montag (05. Januar) starten die Sojapreise in Chicago mit einem Plus 0,6 % und dürften auch die Rapspreise in Europa stützen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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