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Börsentelegramm

Getreidemärkte warten auf neue Eckdaten

von , am
11.05.2015

Ob die Terminmärkte damit die vorausgegangenen Tiefstände hinter sich gelassen haben und ein neues Gleichgewicht finden, wird wohl erst der neue USDA-Report am morgigen Dienstag Abend zeigen.

© tom - Fotolia.com
Die Preise für Getreide und Ölsaaten beendeten die erste Maiwoche überwiegend im grünen Bereich. Ob die Terminmärkte damit die vorausgegangenen Tiefstände hinter sich gelassen haben und ein neues Gleichgewicht finden, wird wohl erst der neue USDA-Report am morgigen Dienstag Abend zeigen. Dann wird sich auch das USDA erstmals in diesem Jahr zu den erwarteten neuen Ernten bei Weizen, Mais, Gerste und den wichtigsten Ölsaaten sowie zu den neuen globalen Versorgungbilanzen äußern. Sollen diese Einschätzungen nicht die aktuellen Markterwartungen treffen, dürfte es noch einmal zu kräftigen Preiskorrekturen in die eine andere Richtung kommen.
 
Am vorigen Freitag haben die Weizenpreise in den USA relativ kräftig und in Europa moderat zugelegt. Der Mais konnte sich behaupten und legte in Europa für die neue Ernte zu. Gleichzeitig beendete der Raps den Handel erneut im Plus und Sojabohnen konnten sich gut behaupteten. Deutlich nach oben ging es für Sojaöl und Sojaschrot beendete den Handel im Minus. Die aktuelle Woche beginnt im vorbörslichen Handel in den USA mit etwas schwächeren Weizenpreisen. Auch Mais startet im vorbörslichen Handel in Chicago leicht schwächer. Dagegen liegen die Preise für Sojabohnen und Sojaschrot am Montag im vorbörslichen Handel im Plus.
 
USA: Weizenpreise starten schwächer
Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise (Julikontrakt) in Chicago im vorbörslichen Handel 0,4 % im Minus bei 479,6 Ct je Buschel (157,2 Euro). Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter geben die Preise am Montag Vormittag um 0,5 % auf 505,6 Ct je Buschel (165,7 Euro) nach. Am Ende der vorigen Woche (08.05) hatten die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago nach einer  durchwachsenen Woche jedoch etwas zugelegt. Der Julikontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) ging mit einem Aufschlag von 1,85 % bei 481,4 Ct je Buschel (157,8 Euro/t) aus dem Handel. Im Wochenvergleich haben die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago damit um 1,6 % zugelegt. Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter stiegen die Preise am vorigen Freitag um 1,8 % auf 508,4 USD je Buschel (166,7 Euro). Im Wochenvergleich haben die Preise für den Weizen der Sorte Hard Red Winter damit um 1,6 % zugelegt.
 
USA: Maispreise seitwärts, Sojapreise behauptet
Am Montag Vormittag (MEZ) bewegen sich die Maispreise in Chicago im vorbörslichen Handel 0,2 % im Minus bei 362,2 Ct je Buschel (127 Euro). Am vorigen Freitag (08.05) hatten die Terminmarktpreise für den Mais in den USA um 0,4 % auf 363,0 je Buschel (127,4 Euro/t) zugelegt. Im Wochenvergleich haben die Maispreise in Chicago jedoch um 0,8 % nachgegeben. Die Sojabohne (Julikontrakt) hat sich am vorigen Freitag (08.05) bei 976,2 Ct je Buschel (320 Euro/t) behauptet. Im Wochenvergleich haben sich die Sojapreise in Chicago ebenfalls nicht verändert. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,5 % im Plus bei 980,6 Ct je Buschel (321,5 Euro). Für Sojaschrot (Julikontrakt) sind die Preise am vorigen Freitag um 0,3 % auf 313,4 USD/st (308,2 Euro/t) zurückgegangen und bewegen sich am Montag Vormittag 0,4 % im Plus. Für Sojaöl (Julikontrakt) haben die Preise am Freitag um 1,5 % auf 32,96 Ct/lb (648 Euro/t) zugelegt und liegen am Montag Vormittag 0,4 % im Plus.
 
Euro behaupte sich bei 1,12 USD
Der Euro hat am Freitag gegenüber dem Dollar 0,6 % an Wert verloren und notierte bei 1,121 USD und liegt am Montag Vormittag bei 1,1179 USD je Euro und damit 0,3 % im Minus. Im Wochenvergleich hat sich der Kurs des Euros gegenüber dem Dollar nicht geändert. Der Rohölpreis (WTI) ist am vorigen Freitag etwas gestiegen und liegt am Montag Vormittag ganz leicht im Minus. Am US-Terminmarkt legten die WTI-Kurse für den Junitermin am Freitag um 0,8 % auf 59,39 USD je Barrel zu. Im vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Montag Vormittag (MEZ) 0,1 % im Minus bei 59,33 USD je Barrel. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am Freitag um 0,2 % auf 65,39 USD je Barrel nachgegeben. Im elektronischen Handel am Montag liegen die Brent-Preise 0,15 % im Minus bei 66,5 USD.
 
Weizenpreise im Wochenvergleich gefallen
Am Ende der ersten Maiwoche haben die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt leicht zugelegt. Die neue Ernte (September) notiert bei 173,25 Euro/t und damit 0,75 Euro höher als am Vortag (173,25 Euro). Gegenüber der Vorwoche (176,25 Euro) haben die Weizenpreise an der MATIF damit 3,0 Euro bzw. 1,7 % verloren. Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging mit 174,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (173,75 Euro) hatten die Preise um 0,6 % oder 1,0 Euro zugelegt. Gegenüber der Vorwoche (177,75 Euro) haben die Weizenpreise für den Dezembertermin damit um 3 Euro bzw. 1,7 % verloren. Im Vergleich zum Vorjahr (196,75 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 23,50 Euro niedriger.
 
Maispreise fast 40 Euro unter Vorjahr
Am Ende der ersten Maiwoche haben sich die Maispreise am europäischen uneinheitlich entwickelt. Der Junikontrakt beendete den Handel mit 154,75 Euro/t und damit 0,50 Euro bzw. 0,3 % niedriger als am Vortag (155,25 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (157,0 Euro) sind die Maispreise an der MATIF nochmals um rund 1,5 % bzw. 2,25 Euro zurückgegangen. Der Augusttermin notierte vorigen Freitag bei 162,50 Euro und damit 0,75 Euro höher als am Vortag (161,75 Euro). Die neue Ernte (November) kostete am Freitag 162,50 Euro und damit 1,25 Euro mehr als am Vortag (161,25 Euro) sowie 7,75 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (193,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 38,25 Euro niedriger.
 
Rapspreise etwa so hoch wie im Vorjahr
Die Rapspreise haben am Ende der ersten Maiwoche am europäischen Terminmarkt zugelegt. Der Augustkontrakt (neue Ernte) wurde mit einem Aufschlag von 0, 6 % bei 354,25 Euro gehandelt und kostete damit 2,25 Euro mehr als am Vortag (352,0 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (343,75 Euro) waren die Preise für den Augustkontrakt an der MATIF rund 3,0 % bzw. 10,5 Euro höher. Der Novemberkontrakt wurde am vorigen Freitag mit 357,25und damit  3,25 Euro höher gehandelt als am Vortag (354,0). Gleichzeitig kostete der Novembertermin 12,50 Euro mehr als in der Vorwoche (344,75). Im Vergleich zum Vorjahr (356,0 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 1,75 Euro niedriger.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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