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Börsentelegramm

Getreidepreise höher, Ölsaaten schwächer

von , am
04.03.2015

Am Dienstag konnten die Getreidepreise an den internationalen Terminmärkten zulegen, während die Ölsaatenpreise nachgaben.

Börse
© BirgitH/fotolia

 
Am Dienstag konnten die Getreidepreise an den internationalen Terminmärkten zulegen, während die Ölsaatenpreise nachgaben. In Chicago schloss der Weizen (SRW) für die Termine ab Mai mit einem deutlichen Plus und der Aufschlag für den in Kansas gehandelten Weizen (HRW) war sogar noch etwas höher. Der Mais legte in Chicago ebenfalls zu, während Sojabohnen und Sojaschrot leicht nachgaben sowie Sojaöl etwas teurer wurde. In Europa (und in Kanada) folgte der Raps den Sojabohnen nach unten, während der Weizen mit den steigenden US-Preisen ebenfalls zulegen konnte. Der europäische Mais schloss für die vorderen Termine etwas schwächer und für die hinteren Kontrakte etwas fester.
 
Durchwachsenes Crop-Monitoring beim Weizen
Unterstützung für die US-Weizenpreise kam dabei vom aktuellen Crop-Monitoring, dass für den Januar noch eine deutliche Verschlechterung des Zustandes beim US-Winterweizen gezeigt hatte, für den Februar jedoch ein uneinheitliches Bild bot. So hatte Niederschläge im Februar dem Weizen in Texas, Nebraska, Colorado und Oklahoma geholfen und den Zustand verbessert. In Kansas, dem wichtigsten Anbaustaat für Winterweizen (HRW) ging es hingegen im Vergleich zum Vormonat mit Wachstumszustand nochmals leicht nach unten und vor allem im Norden und Nordosten in Montana und Illinois (SRW), ging es mit der Bewertung weiter nach unten. Bei den Ölsaaten drückte am Dienstag, das sich abzeichnende Ende des Streiks und der Straßenblockaden durch die Truckfahrer in Brasilien auf die Preise und die Erwartung eines rasch wachsenden Angebots am Weltmarkt. Außerdem haben die Analysten von Informa Economics am Dienstag die argentinische Sojaernte ebenfalls um 1,0 Mio. t auf 58,0 Mio. t nach oben geschätzt. Außerdem wurde Aussaatfläche für Winterraps im Vereinigten Königreich jetzt mit 0,63 Mio. ha angegeben du damit nur 0,6 % kleiner als im letzten Jahr, währe die Winterweizenfläche überraschenderweise (anders als in Deutschland und Frankreich) um 7,2 % auf 1,69 Mio. ha reduziert wurde
 
USA: Weizen höher und Mais höher, Soja schwächer
Am Dienstag (03.03) sind die Weizenpreise (Maikontrakt) am Terminmarkt in Chicago um 1,2 % auf 506,0 Ct je Buschel (166,3 Euro/t) gestiegen und die Preise für den in Kansas gehandelten Hard-Red-Winter-Weizen legten um 1,8 % auf 535,2 USD/t (176 Euro) zu. Am Mittwoch Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise in Chicago im elektronischen Handel jedoch 0,7 % im Minus bei 502,2 Ct je Buschel (165,2 Euro). Gleichzeitig ist der Mais in den USA für den Maitermin am Dienstag um 0,8 % auf 391,0 Ct je Buschel (133,2 Euro/t) gestiegen. Am Mittwoch Vormittag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago im elektronischen vorbörslichen 0,2 % im Minus bei 390,12,0 Ct je Buschel (137,3 Euro). Die Sojabohne (Maikontrakt) hat am Dienstag um 0,2 % auf 1012,2 je Buschel (333 Euro/t) nachgegeben. Am Mittwoch Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise erneut 0,2 % im Minus bei 1010,4 Ct (332 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt)sind die Preise am Dienstag in Chicago um 0,2 % auf 332,8 USD/st (328 Euro/t) zurückgegangen und bewegten sich auch am Mittwoch Vormittag ganz leicht im Minus. Für Sojaöl haben die Preise am Dienstag um 0,4 % auf 32,97 Ct/lb (650 Euro/t) zugelegt und liegen am Mittwoch Vormittag 0,3 % im Minus.
 
Euro weiter schwach, Rohöl teurer
Der Rohölpreis (WTI) hat am Dienstag (03.03) wieder zugelegt und bewegt sich auch am Mittwoch Vormittag nach oben. Am US-Terminmarkt legten die WTI-Kurse für den Apriltermin am Dienstag um 1,9 % auf 50,52 USD je Barrel zu. Im elektronischen Handel liegen die Preise am heutigen Mittwoch Vormittag (MEZ) 0,6 % im Plus bei 50,83 USD je Barrel. Gleichzeitig stieg der Preis für das Nordseeöl Brent am Dienstag um 2,5 % auf 61,02 USD je Barrel. Im elektronischen Handel am Mittwoch liegen die Brent-Preise jedoch 0,7 % im Minus bei 60,58 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) haben in den USA am Dienstag um 0,5 % zugelegt. Am Mittwoch Vormittag liegen die Gaspreise im elektronischen Handel erneut 0,9 % im Plus. Die Preise für Ethanol (Aprilkontrakt) sind am Dienstag am US-Terminmarkt den vierten Tag in Folge um 1,3 % gestiegen und bewegen sich am Mittwoch Vormittag 0,8 im Plus. Der Euro hat am Montag gegenüber dem Dollar weiter leicht nachgegeben und notierte bei 1,118 USD und liegt am Mittwoch Vormittag bei 1,1138 USD je Euro und damit 0,4 % im Minus.
 
Weizenpreise etwas gestiegen
Die Weizenpreise sind am europäischen Terminmarkt am Dienstag (03.03) mit Unterstützung vom US-Markt leicht gestiegen. Der Märzkontrakt für den MATIF-Weizen ging mit 185,25 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (184,75 Euro) haben die Preise damit 0,3 % oder 0,50 Euro zugelegt. Der Maikontrakt notierte bei 186,75 Euro und damit 1,25 Euro höher als am Vortag (185,50 Euro) und die neue Ernte (September) kostete 184,75 Euro und damit 0,75 Euro mehr als am Vortag (184,0 Euro). Damit sind die Preise für die neue Weizenernte (September) derzeit 1,25 Euro niedriger als die Preise für den aktuellen März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (195,0 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 9,75 Euro niedriger. Im letzten Jahr sind die Weizenpreise im März und im April (wegen des starken Exports) bis auf 209 Euro gestiegen.
 
Maispreise uneinheitlich
Die Maispreise schloss am europäischen Terminmarkt am Dienstag (03.03) für den vorderen Termin etwas schwächer und für die hinteren Kontrakte etwas fester. Der Märzkontrakt beendete den Handel mit 147,75 Euro/t und damit 0,50 Euro bzw. 0,3 % niedriger als am Vortag (148,25 Euro) und zudem unter der Marke von 148 Euro. Der Junitermin notierte bei 156,75 Euro und damit 0,75 Euro höher als am Vortag (156,00 Euro) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 161,5Euro und damit 0,50 Euro höher als am Vortag (161,0 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 167,75 Euro und damit 0,50 Euro mehr als am Vortag (167,25 Euro) sowie 20,0 Euro mehr als der aktuelle März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (188,25 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 40,50 Euro niedriger. Im letzten Jahr sind die Maispreise im März und im April bis etwa 195 Euro gestiegen.
 
Raps folgt weiterhin Soja
Die Rapsreise haben am europäischen Terminmarkt im Sog der etwas schwächeren Sojapreise am Dienstag (03.03) ebenfalls nachgegeben. Der Maitermin beendete den Handel bei 364,75 Euro/t und damit 0,50 Euro bzw. 0,1 % % niedriger als am Vortag (365,25 Euro). Die neue Ernte (August) kostete 357,25 Euro und damit 1,25 Euro weniger als am Vortag (358,50 Euro). Der Novemberkontrakt wurde mit einem Abschlag von 1,75 Euro bei 358,75 gehandelt. Gleichzeitig kostete die neue Rapsernte (August) 7,50 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (375,0 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 10,25 Euro niedriger. Im letzten Jahr sind die Rapspreise im März und im April über 370 Euro gestiegen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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