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Börsentelegramm

Getreidepreise konsolidieren sich, Euro steigt weiter

von , am
04.06.2015

Am gestrigen Mittwoch kam es nach dem heftigen Preissprüngen der Vortage an den Terminmärkten zu einer Konsolidierung der Märkte.

© kk artworks/fotolia
 
Am gestrigen Mittwoch kam es nach den heftigen Preissprüngen der Vortage an den Terminmärkten zu einer Konsolidierung. Am europäischen Terminmarkt gaben die Weizenpreise am Mittwoch jedenfalls leicht nach, hielten sich jedoch deutlich über der Marke von 180 Euro. Am US-Terminmarkt gaben die Weizenpreise am Mittwoch in Chicago ebenfalls leicht und in Kansas etwas deutlicher nach. Die Maispreise konnten sich in den USA hingegen behaupten und in Europa stiegen die Maispreise für den vorderen Termin (alte Ernte) etwas deutlicher als für die neue Ernte. Die Rapspreise gaben am Mittwoch ebenfalls leicht nach, konnten sich jedoch sehr deutlich über der Marke von 370 Euro halten. Die Preise für Sojabohnen gingen am Mittwoch moderat zurück. Für Sojasachrot behaupteten sich die Kurse, während die Preise für Sojaöl erneut kräftig zulegten.
 
Konsolidierung setzt sich fort
In Europa beginnt der Handel am Donnerstag für den Weizen im Minus jedoch weiterhin über 180 Euro. Für den Mais bewegen sich die Preise zunächst eher seitwärts. Die Rapspreise beginnen den Handel am Donnerstag relativ deutlich im Minus jedoch weiterhin über 370 Euro. In den USA beginnt der Handel am Donnerstag mit kaum veränderten Weizenpreisen. Der Mais startet im vorbörslichen Handel in Chicago ebenfalls fast unverändert. Dagegen legen Preise für Sojabohnen und Sojaschrot leicht zu und Sojaöl liegt am Donnerstag im vorbörslichen Handel im Minus.
 
USA: Weizenpreise bröckeln weiter ab
Am Mittwoch (03.06) sind die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago leicht und in Kansas deutlich zurückgegangen. Der Julikontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) gab um 0,3 % auf 510,6 Ct je Buschel (166,8 Euro/t) nach. Die neue Ernte (September) ging um 0,4 % auf 515 Cent je Buschel (168,2 Euro/t) zurück. Für den am Terminmarkt in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter, gaben die Preise am Mittwoch sogar um 1,2 % auf 529,4 USD je Buschel (173 Euro) nach. Die neue Ernte (September) notierte 1,2 % niedriger bei 539 Ct je Buschel (176 Euro/t). Am Donnerstag Mittag (MEZ) liegen die Weizenpreise (Julikontrakt) in Chicago im vorbörslichen Handel fast unverändert bei 511 Ct je Buschel (166,9 Euro/t). Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter liegen die Preise am Donnerstag Mittag ebenfalls unverändert bei 529,4 Ct je Buschel (173 Euro).
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USA: Maispreise seitwärts, Sojapreise etwas schwächer
Am Mittwoch (03.06) haben die Terminmarktpreise für den Mais in den USA sich mit 359 je Buschel (125,6 Euro/t) nicht verändert. Die neue Ernte (Dezember) notierte 0,2 % im Plus bei 376,6 Cent je Buschel (131,8 Euro/t). Am Donnerstag Mittag (MEZ) bewegen sich die Maispreise in Chicago im vorbörslichen Handel weiterhin um die Marke von 359 Ct je Buschel (125,6 Euro). Die Sojabohne (Julikontrakt) hat am Mittwoch um 0,4 % auf 935,2 Ct je Buschel (305,5 Euro/t) nachgegeben. Die neue Ernte (November) notierte 0,3 % niedriger bei 915 Cent je Buschel (298,9 Euro/t). Am Donnerstag Mittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,2 % im Plus bei 938,6 Ct je Buschel (306,6 Euro). Für Sojaschrot (Julikontrakt) sind die Preise Mittwoch um 0,3% auf 302,7 USD/st (311,8 Euro/t) gestiegen und bewegen sich am Donnerstag Mittag um 0,7 % im Plus. Für Sojaöl (Julikontrakt) sind die Preise am Mittwoch um 1,6 % auf 34,73 Ct/lb (680,7 Euro/t) gestiegen und liegen am Donnerstag Mittag jedoch 0,5 % im Minus.
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Euro steigt weiter, Brent-Preise kräftig gefallen
Der Euro hat am Mittwoch gegenüber dem Dollar weiter um 0,7 % zugelegt und notierte bei 1,125 USD und notiert am Donnerstag Mittag bei 1,1316 USD je Euro und damit nochmals 0,6 % höher. Der Rohölpreis (WTI) ist am Mittwoch kräftig gefallen und bewegt sich am Donnerstag Mittag seitwärts. Am US-Terminmarkt gaben die WTI-Kurse für den Julitermin am Mittwoch um 2,6 % auf 59,64 USD je Barrel nach. Im vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Donnerstag Mittag (MEZ) 0,2 % höher unverändert bei 59,78 USD je Barrel. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am Mittwoch um 2,6 % auf 63,80 USD je Barrel nachgegeben. Im vorbörslichen Handel am Donnerstag Mittag liegen die Brent-Preise 0,2 % im Plus bei 63,92 USD.
 
Weizenpreise halten sich über 180 Euro
Am Mittwoch (03.06) haben die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt leicht nachgegeben, behaupten sich aber weiterhin über der Marke von 180 Euro. Der vordere Septembertermin (neue Ernte) beendete den Handel am Mittwoch Abend bei 182,0 Euro/t und damit 0,50 Euro bzw. 0,3 % niedriger als am Vortag (182,50 Euro) und deutlich über der Marke von 180 Euro. Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Mittwoch mit 183,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (183,75 Euro) haben die Preise damit um 0,1% oder 0,25 Euro nachgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr (191,50 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 9,50 Euro niedriger. Am Donnerstag Mittag liegen die Weizenpreise (September) am europäischen Terminmarkt 0,75 Euro im Minis bei 181,25 Euro/t. Der Dezemberkontrakt kostete am Donnerstag Mittag 182,50 Euro und damit 1,0 Euro weniger als am Vortag.
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Maispreise für alte Ernte etwas gestiegen
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Mittwoch für den vorderen Termin (alte Ernte) etwas deutlicher angestiegen als für die neue Ernte. Der Junikontrakt beendete den Handel am Mittwoch mit 156,25 Euro/t und damit 1,25 Euro bzw. 0,81 % höher als am Vortag (155,0 Euro). Der Augusttermin notierte am Mittwoch bei 162,0 Euro und damit 0,25 höher als am Vortag (161,75 Euro). Die neue Ernte (November) kostete am Mittwoch 164,25 Euro und damit 0,25 Euro mehr als am Vortag (164,0 Euro) sowie 8,0 Euro mehr als der aktuelle Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (182 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 25,75 Euro niedriger. Am Donnerstag Mittag notiert der Mais (Juni) am europäischen Terminmarkt 0,25 Euro höher bei 156,50 Euro. Gleichzeitig kostet die neue Ernte 163,50 Euro und damit 0,75 Euro weniger.
 
Rapspreise weiterhin deutlich über 370 Euro
Die Rapspreise haben am Mittwoch am europäischen Terminmarkt zwar nachgegeben, lagen jedoch weiterhin deutlich über der Marke von 370 Euro . Der Augustkontrakt (neue Ernte) wurde am Mittwoch mit 374,75 Euro gehandelt und kostete damit 1,0 Euro weniger als am Vortag (375,75 Euro). Der Novemberkontrakt wurde am Mittwoch mit 377,25 Euro und damit 0,25 Euro niedriger gehandelt als am Vortag (377,50 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (347,75 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 27 Euro höher. Am Donnerstag Mittag geben die Rapspreise am europäischen Terminmarkt für den Augustkontrakt um 2,0 Euro auf 372,75 Euro nach. Gleichzeitig kostet auch der Dezember-Raps 2,0 Euro weniger und damit 375,25 Euro.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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