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Börsentelegramm

Getreidepreise schwanken weiter, neue Anbaudaten erwartet

von , am
25.06.2015

Am gestrigen Handelstag konnten sich Getreidepreise an den Terminmärkten in den USA und in Europa nicht entscheiden ob sie weiter steigen oder wieder fallen sollen.

© tom - Fotolia.com
 
Am gestrigen Handelstag konnten sich Getreidepreise an den Terminmärkten in den USA und in Europa nicht entscheiden ob sie weiter steigen oder fallen sollen. Zeitweise lagen die Kurse deutlich im Plus, dann rutschten die Notierungen wieder ins Minus. Am Ende des Handelstages lagen die Weizenpreise in den USA leicht im Minus und bewegten sich in Europa zur Seite. Der Mais konnte sich in den USA knapp behaupten und legte in Europa noch einmal kräftig zu. Die Sojabohne beendete den Handel am Mittwoch ebenfalls mit einem leichten Minus und Sojaschrot rutschte noch etwas deutlicher in die roten Zahlen, während die Kurse für Sojaöl kräftig zulegten. Beim Raps stand in Europa am Ende des Handelstages ein deutliches Plus in den Büchern und in Kanada (Canola) hatte die Kurse sogar auf den höchsten Stand seit August 2013 zugelegt.
 
Im Mittelpunkt des Interesses der Marktteilnehmer stehen derzeit die Auswirkungen der extremen Witterungsverhältnisse in den USA auf die Anbauflächen und die Produktion. Zur Anbauentwicklung bei Mais, Soja und Weizen wird es am kommenden Dienstag (30.06) ausführliche Daten vom USDA im sogenannten Acreage-Report geben. Dann könnten die Karten auch an den internationalen Märkten neu gemischt werden und die Preise könnten ihre Richtung noch einmal deutlich ändern.
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USA: Weizenpreise geben wieder nach
Am gestrigen Mittwoch (24.06) haben die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago nachgegeben. Der vordere Julikontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) ging um 0,7 % auf 518 Cent je Buschel (169,7 Euro/t) zurück. Die neue Ernte (September) notierte 0,7 % schwächer bei 523,2 Cent je Buschel (171,4/t). Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter gaben die Preise am Mittwoch sogar um 1,1 % auf 524,4 Cent je Buschel (171,8 Euro) nach. Die neue Ernte (September) notierte 1,3 % niedriger bei 533 Cent je Buschel (174,6 Euro/t).
 
Am Donnerstag Mittag (MEZ) geben die Weizenpreise (Julikontrakt) in Chicago im vorbörslichen Handel weiter um 0,6 % nach und liegen bei 515 Cent je Buschel (168,5 Euro/t). Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter geben die Preise am Mittwoch Vormittag um 0,6 % nach, auf 521,4 Cent je Buschel (170,8 Euro).
 
USA: Mais und Soja behauptet, Schrot billiger, Sojöl teurer
Am gestrigen Mittwoch (24.06) sind die Maispreise am Terminmarkt in den USA ganz leicht um 0,3 % auf 366,4 Cent je Buschel (128,6 Euro/t) nach. Die neue Ernte (Dezember) notierte 0,2 % im Minus bei 380,4 Cent je Buschel (133,5 Euro/t). Am Donnerstag Mittag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago im vorbörslichen Handel erneut 0,6 % im Minus bei 364,2 Cent je Buschel (127,8 Euro/t). Die Sojabohne (Julikontrakt) hat am gestrigen Mittwoch um 0,6 % auf 981,6 Cent je Buschel (322 Euro/t) leicht nachgegeben. Die neue Ernte (November) notierte 0,5 % im Minus bei 956,0 Cent je Buschel (313 Euro/t).
 
Am Donnerstag Mittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,2 % im Plus bei 983,2 Cent je Buschel (322 Euro). Für Sojaschrot (Julikontrakt) sind die Preise am Mittwoch um 1,2 % auf 328 USD/shorttone (322 Euro/t) zurückgegangen. Für Sojaöl (Julikontrakt) sind die Preise am Mittwoch um 1,4 % auf 33,27 Cent/lb (654 Euro/t) gestiegen.
 
Euro behauptet sich, Rohöl gefallen
Der Euro hat sich am Mittwoch gegenüber dem Dollar 0,3 % an Wert gewonnen und notierte bei 1,1218 USD. Am Donnerstag Mittag notiert der Euro bei 1,11174 USD je Euro und damit wieder 0,4 % im Minus. Der Rohölpreis (WTI) ist am Mittwoch gefallen und legt am Donnerstag zunächst leicht im Minus. Am US-Terminmarkt gaben die WTI-Kurse am Mittwoch um 1,2 % auf 60,27 USD je Barrel nach. Im vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Donnerstag 0,1 % im Minus bei 60,21 USD je Barrel. Der Preis für das Nordseeöl Brent ist am Mittwoch um 1,5 % auf 63,49 USD je Barrel gefallen. Im vorbörslichen Handel am Donnerstag liegen die Brent-Preise 0,2 % im Plus bei 63,62 USD.
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Weizenpreise starten am Donnerstag im Minus
Am gestrigen Mittwoch (23.06) haben sich die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt behauptet, geraten am Donnerstag Mittag jedoch unter Druck. Der Septembertermin (neue Ernte) notiert am Mittwoch bei 184,25 Euro/t und damit 0,25 Euro bzw. 0,1 % niedriger als am Vortag (184,50 Euro). Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Mittwoch mit 186,25 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (186,25 Euro) haben sich die Preise damit nicht verändert.
 
Die Weizenpreise vom Vorjahr (189,50 Euro) werden am europäischen Terminmarkt derzeit nur noch um 5,25 Euro verfehlt. Am heutigen Donnerstag beginnen die Weizenpreise den Handel an der MATIF 0 bei 182,25 Euro und damit 2,00 Euro bzw. 1,1 % im Minus.
 
Maispreise am Mittwoch kräftig gestiegen
Am Mittwoch sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt trotz der unveränderten US-Preise kräftig gestiegen. Der vordere Augustkontrakt beendete den Handel bei 167,0 und damit 2,75 Euro bzw. 1,7 % höher als am Vortag (164,25 Euro). Die neue Ernte (November) kostete am Mittwoch 167,75 Euro und damit 1,50 Euro mehr als am Vortag (166,25 Euro). Damit sind die Preise für die neue Ernte 0,75 Euro höher als für den vorderen Augustkontrakt (alte Ernte). Im Vergleich zum Vorjahr (180,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 13,0 Euro niedriger.
 
Am heutigen Donnerstag beginnen die europäischen Maispreise (August) den Handel mit einem Abschlag von 1,00 Euro bei 166,0 Euro und die neue Ernte mit einem Minus 1,25 Euro bei 166,50 Euro.
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Rapspreise wieder gestiegen, sehr hohe Canolapreise
Die Rapspreise sind am Mittwoch am europäischen Terminmarkt wieder gestiegen. Der Augustkontrakt (neue Ernte) wurde am Mittwoch mit 383,50 Euro gehandelt und damit zu 2,0 Euro höheren Preisen als am Vortag (381,50). Der Novemberkontrakt wurde am Mittwoch mit 387,25 Euro gehandelt und damit 1,50 Euro höher als am Vortag (385,75). Im Vergleich zum Vorjahr (353,0 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 30,50 Euro höher.
 
In Kanada haben die Canola-Preise am Mittwoch kräftig zugelegt und den höchste Stand seit August 2013 erreicht. Der Julikontrakt kletterte um 1,1 % auf 511,90 CAD (369 Euro/t) und die neuen Ernte (November) um 1,0 auf 518,3 CAD. Am heutigen Donnerstag beginnen die europäischen Rapspreise den Handel zunächst unverändert bei 383,50 Euro und die kanadischen Canolapreise liegen 1,0 % im Minus bei 506,80 CAD (365,5 CAD) .
 
Dr. Olaf Zinke
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