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Börsentelegramm

Getreidepreise starten am Mittwoch höher

von , am
11.03.2015

Am Mittwoch startet der vorbörsliche Handel am Terminmarkt in Chicago einen Tag nach den neuen USDA-Daten mit deutlich steigenden Preisen für Weizen, Sojabohnen und Mais.

© tom - Fotolia.com
 
Am Mittwoch Vormittag (MEZ) startet der vorbörsliche Handel am Terminmarkt in Chicago einen Tag nach den neuen USDA-Daten mit deutlich steigenden Preisen für Weizen, Sojabohnen und Mais. Diese Vorgaben aus Chicago dürften am heutigen Mittwoch Vormittag zunächst ebenfalls für steigende Kurse bei Weizen, Raps und Mais am europäischen Terminmarkt sorgen. Offenbar hat der Markt die Daten aus dem neuen USDA-Report nun doch noch anders interpretiert als am Dienstag Abend, unmittelbar nach der Veröffentlichung. Am Dienstag Abend hatte der März-Report des USDA in Chicago beim Weizen für einen leichten Preisanstieg gesorgt, während die Kurse für Mais und Soja am Ende des Handelstages leicht im Minus lagen. Auch in Europa reagierten die Märkte relativ neutral auf die neuen Einschätzungen des USDA. Der europäischen Weizen beendete den Tag mit einem leichten Abschlag, die Rapspreise reagierten je nach Termin stabil oder leicht im Plus und auch Mais konnte leicht zulegen.
 
Zusammenfassung der Ergebnisse des aktuellen USDA-Reports:
https://agrarmanager.agrarheute.com/s/usdazusfmaerz2015
 
USA: Am Mittwoch höhere Preise für Weizen, Soja und Mais
Am Dienstag (10.03) sind die Weizenpreise (Maikontrakt) am Terminmarkt in Chicago um 0,7 % auf 493,2 Ct je Buschel (169,2 Euro/t) gestiegen. Für den in Kansas gehandelten Weizen Hard Red Winter, legten die Preise sogar um 1,0 % auf 536 US/t (184,2 Euro) zu. Am Mittwoch Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise in Chicago im elektronischen Handel deutlich 1,8 % im Plus bei 502 Ct je Buschel (172,5 Euro). Die Preise für den Mais sind in Chicago für den Maitermin am Dienstag um 0,2 % auf 388 Ct je Buschel (142,6 Euro/t) zurückgegangen. Am Mittwoch Vormittag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago im elektronischen vorbörslichen Handel fast 1,2 % im Plus bei 392,4 Ct je Buschel (144,2 Euro). Die Sojabohne (Maikontrakt) gab am Dienstag um 0,9 % auf 984,4 Ct je Buschel (338 Euro/t) nach. Am Mittwoch Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,9 % im Plus bei 993,4 Ct (341 Euro). Für Sojaschrot (Maikontrakt) sind die Preise am Dienstag in Chicago um 0,9 % auf 331 USD/st (341 Euro/t) zurückgegangen, und bewegten sich am Mittwoch Vormittag 0,9 % im Plus. Für Sojaöl (Mai) haben die Preise am Dienstag um 0,1 % auf 30,96 Ct/lb (637 Euro/t) nachgegeben und liegen am Mittwoch rund 1,0 % im Plus.
 
Rohölpreise fallen, Euro weiter abwärts
Der Rohölpreis (WTI) ist am Dienstag (10.03) kräftig gefallen und liegt am Mittwoch Vormittag leicht im Plus. Am US-Terminmarkt gaben die WTI-Kurse für den Apriltermin am Dienstag um 3,4 % auf 48,29 USD je Barrel nach. Im vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Mittwoch Vormittag (MEZ) 0,85 % im Plus bei 48,70 USD je Barrel. Gleichzeitig gab der Preis für das Nordseeöl Brent am Dienstag um 3,7 % auf 56,39 USD je Barrel nach. Im elektronischen Handel am Mittwoch liegen die Brent-Preise leicht 0,2 % im Plus bei 56,50 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) sind in den USA nach dem scharfen Preisrückgang der Vortage am Dienstag um 2,0 % gestiegen. Am Mittwoch Vormittag liegen die Gaspreise im elektronischen Handel jedoch schon wieder 1,0 % im Minus. Die Preise für Ethanol sind am Dienstag am US-Terminmarkt um 0,3% zurückgegangen und liegen am Mittwoch Vormittag 0,4 % im Plus. Der Euro hat sich am Dienstag gegenüber dem Dollar um 1,5 % verbilligt und notierte bei 1,071 USD, und liegt am Mittwoch Vormittag bei 1,0665 USD je Euro und damit 0,4 % im Minus.
 
Weizenpreise dürfte US-Kursen nach oben folgen
Die Weizenpreise haben am europäischen Terminmarkt am Dienstag (10.03) etwas nachgegeben. Der Maikontrakt für den MATIF-Weizen ging mit 186,0 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (187,25 Euro) sind die Preise damit 0,7 % oder 1,25 Euro niedriger. Die neue Ernte (September) kostete 184,75 Euro und damit 0,75 Euro weniger als am Vortag (185,50 Euro). Damit sind die Preise für die neue Weizenernte (September) 1,25 Euro niedriger als die Preise für den aktuellen Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (200,5 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 14,50 Euro niedriger. Am Mittwoch Vormittag  dürfte der Weizen am europäischen Terminmarkt zum Handelsbeginn den sehr festen Vorgaben aus Chicago nach oben folgen.
 
Maispreise weiter sehr fest
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Dienstag (10.03) den sechsten (!!) Tag in Folge gestiegen. Der Junikontrakt beendete den Handel mit 162,0 Euro/t und damit 1,25 Euro bzw. 0,8 % höher als am Vortag (160,75 Euro). Der Augusttermin notierte bei 166,75 Euro und damit 1,0 Euro höher als am Vortag (165,75 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 172,0 Euro und damit 1,0 Euro mehr als am Vortag (171,0 Euro) sowie 10,0 Euro mehr als der Juni-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (192 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 30,0 Euro niedriger. Am Mittwoch Vormittag dürfte der Mais am europäischen Terminmarkt zum Handelsbeginn den festen Vorgaben aus den USA folgen und weiter zulegen.
 
Rapspreise seitwärts, Mittwoch höher
Die Rapsreise haben sich am europäischen Terminmarkt am Dienstag (10.03) kaum verändert. Der Maitermin beendete den Handel bei 365,75 Euro/t und damit unverändert zum Vortag (365,75 Euro). Die neue Ernte (August) kostete 359,0 Euro und damit 0,75 Euro mehr als am Vortag (358,25 Euro). Der Novemberkontrakt wurde mit einem Aufschlag von 1,25 Euro bei 360,75 gehandelt. Gleichzeitig kostete die neue Rapsernte (August) 6,75 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (367,75 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 11,0 Euro niedriger. Am Mittwoch Vormittag dürfte auch der Raps am europäischen Terminmarkt zunächst den festen Vorgaben aus Chicago nach oben folgen.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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