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Börsentelegramm

Getreidepreise steigen kräftig, Ölpreise fallen weiter

von , am
06.01.2015

Mit einem sowohl aus fundamentaler als auch aus technischer Sicht doch etwas überraschenden sehr kräftigen Preisanstieg sind die Märkte für Getreide und Ölsaaten in die erste Handelswoche des Jahres 2015 gestartet.

© agrar-press
 
Mit einem sowohl aus fundamentaler als auch aus technischer Sicht doch etwas überraschenden sehr kräftigen Preisanstieg sind die Märkte für Getreide und Ölsaaten in die erste Handelswoche des Jahres 2015 gestartet. Dabei gingen die Signale für den kräftigen Preisanstieg ganz eindeutig von den US-Märkten aus und zogen in der Folge auch die Preise für Weizen, Mais und Raps in Europa mit nach oben. Nach Einschätzung vieler Analysten bleibt das Potential für eine Preiskorrektur insbesondere bei Soja/Raps, aber auch bei Weizen und Mais weiterhin groß.
 
Am Montag (05.01) legten die Terminmarktpreise für den Chicago-Weizen um 1,3 % auf 589 Ct je Buschel zu. Gleichzeitig hatte sich der US-Mais für den Märztermin am Montag (05.01) um 2,6 % auf 406 Ct je Buschel verteuert und auch die 400 Ct-Marke nach oben durchbrochen. Die Sojabohne hat sich am 5. Januar sogar um 3,8 % auf 1045,2 Ct je Buschel verteuert. Am heutigen Dienstag (06. Januar) starten die Preise im elektronischen vorbörslichen Handel in Chicago für Weizen erneut im Plus, und liegen für Mais und Soja im elektronischen vorbörslichen Handel ganz leicht im Minus bzw. seitwärts.
 
Ölpreise auf 5 Jahrestief, Euro unter 1,20 USD
Der Rohölpreis (WTI) ist am Montag im (05.01) weiter gefallen und hat in der Nacht zum Dienstag im elektronischen Handel erstmals mehr als 5 Jahren die 50 USD-Marke nach unten durchbrochen. Am US-Terminmarkt gaben die Kurse für den Februartermin am Montag (05.01) um 5,0 % auf nur noch 50,0 USD nach und damit auf den tiefsten Stand seit April 2009. Gleichzeitig fiel der Preis für das Nordseeöl Brent am 05. Januar um 5,9 % auf 53,11 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) haben nach einer kurzen Zwischenerholung (am Freitag) am Montag erneut um 4,0 % nachgegeben und liegen auch am Dienstag Vormittag (06.01) leicht im Minus. Der Euro hat gegenüber dem Dollar weiter an Wert verloren und gab am 05. Januar um 0,6 % nach und notiert nur noch 1,196 USD und damit auf dem tiefsten Stand seit Februar 2006. Am Dienstag (06.01) bewegt sich der Eurokurs weiter nach unten und liegt nur noch bei 1,1935 USD/Euro.
 
Weizenpreise wieder über 200 Euro
Die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt sind am Montag (05.01) mit den Weizenpreisen in den USA kräftig gestiegen und haben erneut die 200-Euro-Marke übersprungen Am Montag (02.01.) ging der Märzkontrakt für den Weizen europäischen Terminmarkt mit 202,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Freitag (02.01.) legten die Preise damit um 3,75 Euro oder 1,9 % zu. Für die hinteren Termine legten die Preise ähnlich kräftig zu. Der Maikontrakt notierte am 05. Januar ebenfalls bei 202,75 und damit 4,25 Euro höher und die nächste Ernte (September) kostete 198,75 Euro und damit 2,75 Euro mehr als am Vortag. Am heutigen Dienstag (06. Januar) starten die Weizenpreise in Chicago mit einem Plus 0,6 % und dürften damit(sollet es dabei bleiben) erneut die Preise in Europa stützen.
 
Maispreise legen deutlich zu
Am europäischen Terminmarkt sind die Maispreise am Montag (05.01) sehr kräftig gestiegen. Am Montag (05.01) kostete der Mais für den Märzkontrakt am Terminmarkt in Paris 166,75 Euro/t und damit 5,50 Euro bzw. 3,4 % mehr als am Freitag (161,25 Euro). Der Junitermin notierte am Montag (05.01) bei 170,50 Euro und damit 4,75 Euro teurer als am Vortag (165,75) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 174,50 Euro und damit 4,00 Euro teurer als am Vortag (170,50 Euro). Die nächste Ernte (November) kostete 177,75 Euro und damit 3,75 Euro mehr als am Vortag (174 Euro). Am heutigen Dienstag (05. Januar) starten die Preise in Chicago für Mais mit einem ganz leichten Minus von 0,4 % und damit relativ neutral.
 
Rapspreise steigen kräftig
Die Rapspreise haben am europäischen Terminmarkt am ersten Handelstag der neuen Woche sehr kräftig zugelegt. Am Montag (05.01.) beendete der Februartermin den Handel bei 355,25 Euro/t und damit 7,50 Euro bzw. 2,2 % höher als am Freitag (347,75 Euro). Der Maikontrakt wurde am Montag (05.01) mit 352,0 Euro notiert und damit 6,25 Euro teurer als am Vortag (345,75 Euro) und der August (neue Ernte) kostete 348,75 Euro und damit 5,25 Euro mehr als am 02. Januar (343,50 Euro). Am heutigen Dienstag (06. Januar) starten die Sojapreise in Chicago mit einem leichten Minus von 0,4 % und damit relativ neutral.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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