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Börsentelegramm

Getreidepreise suchen neuen Boden

von , am
18.08.2015

Am europäischen Terminmarkt sind die Preise am Montag für Weizen und Mais zurückgegangen.

© Gina Sanders/fotolia.de
 
Am Montag haben die Weizen- und Maispreise am den Terminmarkt in den USA nachgegeben. Die Sojabohne konnte sich knapp behaupten und die Canolapreise haben ebenfalls ganz leicht nachgegeben. Am europäischen Terminmarkt sind die Preise am Montag für Weizen und Mais zurückgegangen. Die Rapspreise konnten sich mit Unterstützung der Sojabohne knapp behaupten. Am heutigen Dienstag beginnt der vorbörsliche Handel an den Terminmärkten in den USA beim Weizen leicht schwächer und beim Mais mit leicht steigenden Preisen. Die Sojabohne und die Canolapreise beginnen den Handel ebenfalls leicht um Minus.
 
Wenig Änderungen beim US-Crop-Rating
Der Crop-Monitoring-Bericht des USDA vom späten Montag Abend (17.08.) hat im Prinzip keine größeren Veränderungen beim Crop-Rating der Mais- und Sojabestände für die Ernte 2015 in den USA gebracht. Beim Mais hat sich die Einstufung im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt verschlechtert und beim Soja blieb der Zustand der Pflanzen unverändert zur Vorwoche. Beim Mais wurden jetzt 69 % (Vw. 70 % und Vj. 72 %) der Bestände in die beiden besten Kategorien (gut und sehr gut) eingestuft und beim Soja waren es 63 % (Vw. 63 % und Vj. 70 %). Die US-Winterweizenernte abgeschlossen. Die Ernte von Sommerweizen war in den USA zu 53 % (Vw: 28 % und Vj. 15 %) eingebracht.
 
USA: Weizenpreise geben weiter nach
Am Montag (17.08) sind die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago zurückgegangen. Der Septemberkontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) gab um 1,2 % nach und beendete den Handel bei 500,4 Cent je Buschel (165,3 Euro/t). Der Dezember-Termin beendete den Handel 1,4 % niedriger bei 504,4 Cent je Buschel (166,6 Euro/t).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Chicago-Weizen von Anfang Juli (616 Cent je Buschel) sind die derzeitigen Preise rund 19 % niedriger. Im Vergleich zu den letzten Tiefpreisen von voriger Woche (492 Cent) sind die Weizenpreise in Chicago nur noch 1,7 % höher. Das Preisniveau vom Vorjahr (606 Cent) wird am US-Terminmarkt derzeit um 17,5 % verfehlt. Am Dienstag Vormittag (MEZ) beginnen die Weizenpreise (Septemberkontrakt) in Chicago den Handel mit einem leichten Minus von 0,2 % bei 499,6 Cent je Buschel (165 Euro/t).
 
USA: Maispreise behaupten sich knapp
Am Montag (17.08) haben sich die Maispreise in Chicago knapp behauptet. Für den Septembertermin beendeten die Kurse den Handel bei 363,2 Cent je Buschel (128,5 Euro/t). Die neue Ernte (Dezember) notierte 0,3 % niedriger bei 374,4 Cent je Buschel (132,5 Euro/t.
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Chicago-Mais von Anfang Juli (441 Cent je Buschel) sind die derzeitigen Preise damit etwa 18 % niedriger. Gegenüber den letzten Tiefpreisen von voriger Woche (357 Cent) sind die Maispreise derzeit noch 1,7 % höher. Das Preisniveau vom Vorjahr (406,2 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt um 11,5 % verfehlt. Am Dienstag Vormittag (MEZ) beginnen die Maispreise (Septemberkontrakt) in Chicago den Handel mit einem Plus von 0,2 % bei 364 Cent je Buschel (128,8 Euro/t).
 
USA: Sojapreise suchen neuen Boden
Am Montag (17.08) sind die Preise für Sojabohnen (Septemberkontrakt) am Terminmarkt in Chicago um 0,2 % auf 927 Cent je Buschel (306,2 Euro/t) ganz leicht gestiegen. Die neue Ernte (November) notierte unverändert bei 917 Cent je Buschel (302,9 Euro/t).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze bei Sojabohnen von Anfang Juli (1033 Cent je Buschel) sind die derzeitigen Sojapreise 11,3 % niedriger. Den letzten Tiefstand von voriger Woche (918,4 Cent) übertreffen die Sojapreise um etwa 0,9 %. Das Preisniveau vom Vorjahr (1065 Cent) wird am US-Terminmarkt um etwa 13,0 % verfehlt. Am Dienstag Vormittag (MEZ) liegen die vorderen Sojapreise (September) 0,5 % im Minus bei 922,6 Cent je Buschel (304,7 Euro).
 
Weizenpreise rutschen unter 176 Euro
Am europäischen Terminmarkt sind die Weizenpreise am Montag (17.08) weiter zurückgegangen. Der Septembertermin (neue Ernte) beendete den Handel bei 175,75 Euro/t und damit 0,25 Euro bzw. 0,1 % niedriger als am Vortag (176,0 Euro). Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging mit 179,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (181,25 Euro) sind die Dezemberpreise damit um 0,8 % bzw. 1,50 Euro gefallen.
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Weizen von Anfang Juli (205 Euro) sind die Weizenpreise mittlerweile rund 29,25 Euro bzw. rund 14 % niedriger. Gleichzeitig sind liegen die Preise 0,5 Euro unter dem letzten Tiefstand von voriger Woche (176,25 Euro). Das Preisniveau vom Vorjahr (185,50 Euro) wird am europäischen Terminmarkt um 9,75 Euro verfehlt.
 
Europäische Maispreise bröckeln weiter
Am Montag (17.08) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt weiter zurückgegangen. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 177,25 Euro/t und damit 1,50 Euro bzw. 0,8 % niedriger als am Vortag (178,75 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 179,75 Euro und damit 1,50 Euro bzw. 0,8 % niedriger als am Vortag (181,25 Euro).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze von Anfang Juli (196 Euro) sind die derzeitigen Maispreise rund 18,75 Euro bzw. 10,0 % niedriger. Die letzten Tiefpreise von Anfang August (173 Euro) werden jedoch um 4,25 Euro bzw. 2,5 % übertroffen. Das Preisniveau vom Vorjahr (168,0 Euro) wird am europäischen Terminmarkt derzeit um 9,25 Euro bzw. 5,5 % übertroffen.
 
Rapspreise behaupten sich knapp
Die Rapspreise sind am Montag am europäischen Terminmarkt nur leicht zurückgegangen. Der Novemberkontrakt wurde mit 370,75 Euro gehandelt und damit zu 0,50 Euro niedrigeren Preisen als am Vortag (371,25 Euro). Der Februarkontrakt wurde mit 371,50 Euro notiert und damit 0,25 Euro niedriger als am Vortag (371,75).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Raps von Anfang Juli (402,5 Euro) sind die derzeitigen Rapspreise damit 31,75 Euro bzw. 9,0 % niedriger. Der letzte Tiefstand der Preise von voriger Woche (374,25 Euro) wird um 3,5 Euro unterschritten. Gleichzeig wird das Preisniveau vom Vorjahr (328,25 Euro) am europäischen Terminmarkt derzeit um 42,50 Euro bzw. 12,9 % übertroffen.
 
Dr. Olaf Zinke
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