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Börsentelegramm

Getreidepreise zum Wochenbeginn erneut im Minus

von , am
15.06.2015

Nachdem es allerdings am vorigen Freitag noch nach einer Konsolidierung insbesondere der Weizenpreise aussah, beginnt der Weizen den vorbörslichen Handel am Terminmarkt in Chicago am heutigen Montag erneut deutlich im Minus.

© imageteam/fotolia.de
 
Die vorige Woche brachte erhebliche Preiskorrekturen für Getreide und Ölsaaten. Auslöser für die Preisveränderungen waren die aktuellen Ernteprognosen des USDA zu den wichtigsten Märkten und Ländern und den sich daraus ergebenden Anpassungen der globalen und regionalen Versorgungs- und Handelsbilanzen bei Weizen, Mais, Gerste Soja und Raps. Nachdem es allerdings am vorigen Freitag noch nach einer Konsolidierung insbesondere der Weizenpreise aussah, beginnt der Weizen den vorbörslichen Handel am Terminmarkt in Chicago am heutigen Montag erneut deutlich im Minus und zudem unterhalb der technischen wichtigen 500 Cent je Buschel Marke. Auch die Preise für Mais und für Sojabohnen beginnen die neue Woche im Minus. Der europäische Weizen beginnt den Handel ebenfalls deutlich unter der Marke von 180 Euro und auch Mais und Raps starten am Montag im Minus.
 
USA: Weizenpreise beginnen die Woche deutlich im Minus
Am vorigen Freitag (12.06) haben sich die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago nach einer schwachen Woche behauptet (und der Kansas-Weizen beendete den Handel sogar leicht im Plus). Der Julikontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) ging mit einem ganz leichten Minus von 0,1% bei 503,6 Ct je Buschel (164,17 Euro/t) aus dem Handel. Die neue Ernte (September) notierte 0,2 % niedriger bei 510,4 Ct je Buschel (166,4 Euro/t). Im Wochenvergleich sind die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago damit um 2,6 % zurückgegangen. Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter (HRW) haben die Preise am Freitag sogar um 0,5 % auf 526 USD je Buschel (171,5 Euro) zugelegt. Die neue Ernte (September) notierte 0,4 % höher bei 535,6 Ct je Buschel (174,6 Euro/t). Im Wochenvergleich sind die Preise für den Kansas-Weizen der Sorte Hard Red Winter damit um 1,7 % zurückgegangen.
Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Weizenpreise (Julikontrakt) in Chicago im vorbörslichen Handel sehr deutlich 1,3 % im Minus bei 497 Ct je Buschel (162 Euro/t). Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter (Juli-Kontrakt) geben die Preise am Montag Vormittag sogar um 1,6 % auf 517,6 Ct je Buschel (168,7 Euro) nach.
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USA: Maispreise unter Druck, Sojapreise bröckeln
Am vorigen Freitag (12.06) hatten die Terminmarktpreise für den Mais in den USA um 1,0 % auf 353 USD je Buschel (123,3 Euro/t) nachgegeben. Die neue Ernte (Dezember) notierte 1,3 % im Minus bei 369,4 Cent je Buschel (129 Euro/t). Im Wochenvergleich sind die Maispreise in Chicago um 2,1 % zurückgegangen. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die Maispreise in Chicago im vorbörslichen Handel 0,6 % im Minus bei 350,6 Ct je Buschel (122,4 Euro).
Die Sojabohne (Julikontrakt) hat sich am vorigen Freitag (12.06) bei 934,0 Ct je Buschel (304 Euro/t) behauptet. Die neue Ernte (November) notierte 0,5 % niedriger bei 904,2 Cent je Buschel (295 Euro/t). Im Wochenvergleich sind die Sojapreise in Chicago um 0,6 % zurückgegangen. Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die vorderen Sojapreise 0,8 % im Minus bei 932,4 Ct je Buschel (304 Euro).
Für Sojaschrot (Julikontrakt) haben die Preise am vorigen Freitag um 1,3 % auf 317,4 USD/st (310 Euro/t) zugelegt, bewegen sich am Montag Vormittag jedoch wieder 0,8 % im Minus. Für Sojaöl (Julikontrakt) sind die Preise am Freitag um knapp 0,5 % auf 33,14 Ct/lb (648 Euro/t) zurückgegangen und liegen am Montag Vormittag erneut 0,8 % im Minus.
 
Euro behauptet sich, Rohöl schwächer
Der Euro hat sich am Freitag gegenüber dem Dollar beahuptet und notierte bei 1,1275 USD und liegt am Montag Vormittag bei 1,125 USD je Euro und damit 0,2 % im Minus. Im Wochenvergleich ist der Kurs des Euros gegenüber dem Dollar um 1,4 % gestiegen. Der Rohölpreis (WTI) ist am vorigen Freitag zurückgegangen und liegt am Montag Vormittag erneut im Minus. Am US-Terminmarkt gaben die WTI-Kurse für am Freitag um 1,33 % auf 59,96 USD je Barrel nach. Im vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Montag Vormittag (MEZ) 0,8 % im Minus bei 59,51 USD je Barrel. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am Freitag um 1,9 % auf 63,87 USD je Barrel verloren. Im vorbörslichen Handel am Montag liegen die Brent-Preise 0,8 % im Minus bei 63,38 USD.
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Weizenpreise starten unter 180 Euro in die neue Woche
Am vorigen Freitag (12.06) haben sich die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt behauptet. Der Septembertermin (neue Ernte) beendete den Handel bei bei 180,25 Euro/t und damit unverändert zum Vortag (183,50 Euro). Gegenüber der Vorwoche (184,50 Euro) sind die Weizenpreise an der MATIF damit um 4,25 Euro bzw. 2,3 % zurückgegangen. Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag mit 182,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (182,0 Euro) hatten die Preise am Freitag um 0,3 % oder 0,5 Euro zugelegt. Gegenüber der Vorwoche (185,75 Euro) sind die Weizenpreise für den Dezembertermin jedoch um Euro bzw. 3,25 Euro zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr (189,75 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 9,50 Euro niedriger. Am heutigen Montag folgen die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt den US-Preisen nach unten und liegen zum Handelsbeginn 2,0 Euro bzw. 1,1 % im Minus 178,25 Euro und damit auch deutlich unter der technisch und psychologisch wichtigen Marke von 180 Euro.
 
Maispreise geben am Montag weiter nach
Am vorigen Freitag (12,06) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt den vierten Tag in Folge zurückgegangen. Der Augustkontrakt beendete den Handel mit 163,25 Euro/t und damit 0,50 Euro bzw. 0,3 % niedriger als am Vortag (163,75 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (165,0 Euro) sind die Maispreise an der MATIF damit um 1,75 Euro bzw. 1,1 % niedriger. Die neue Ernte (November) kostete am Freitag 163,50 Euro und damit 1,0 Euro weniger als am Vortag (164,50 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (166,25 Euro) sind die Maispreise an der MATIF damit um 2,75 Euro bzw. 1,7 % niedriger. Im Vergleich zum Vorjahr (178,50 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 15,25 Euro niedriger. Am heutigen Montag beginnen die Maispreise den Handel am europäischen Terminmarkt 1,25 Euro bzw. 0,8 % im Minus 162,0 Euro.
 
Rapspreise zum Wochenbeginn  schwächer
Die Rapspreise sind am vorigen Freitag am europäischen Terminmarkt gestiegen. Der Augustkontrakt (neue Ernte) wurde am Freitag mit 372,5 Euro gehandelt und damit zu 2,25 Euro höheren Preisen als am Vortag (370,25 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (376,50 Euro) sind die Preise für den Augustkontrakt an der MATIF um 4,0 Euro bzw. 1,1 % zurückgegangen. Der Novemberkontrakt wurde am Freitag mit 376,0 Euro und damit 2,50 Euro höher gehandelt als am Vortag (373,50) Gleichzeitig kostete der Novembertermin 3,50 Euro weniger als in der Vorwoche (379,50). Im Vergleich zum Vorjahr (351,50 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 21,0 Euro höher. Am heutigen Montag beginnen die Rapspreise den Handel am europäischen Terminmarkt 1,25 Euro bzw. 0,3 % im Minus 371,25 Euro.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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