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Börsentelegramm

Händler nach USDA-Report in Kauflaune

© Eisenmann/fotolia.com
von , am
16.10.2017

Nach dem USDA-Report schlugen die Händler in den USA wieder zu. Weizen, Sojabohne legten dort zu. In Europa fiel der Mais auf den tiefsten Stand März 2016.

Soja knackt die 10-Dollarmarke

Am Tag nach dem USDA Report waren die Händler in den USA wieder in Kauflaune und bescherten den Agrarrohstoffen teils kräftige Gewinne. Insbesondere der Weizen konnte sich nach dem schwachen Vortag ordentlich erholen, aber auch die Sojabohne und der Mais legten weiter zu. Für den europäischen Handel in Paris kamen die bullischen Vorgaben zu spät, so das hier eher lustlos und ohne große Änderung gehandelt wurde. Lediglich der Mais gab stärker nach und fällt auf den tiefsten Stand seit März 2016.

Heute Morgen dominieren im elektronischen Handel am CBoT die roten Vorzeichen.

US-Weizen erholt sich

In Paris gab es für den Weizen am Freitag nicht viel zu holen. Die Gewinne in den USA konkretisierten sich erst nachdem die Börse in Paris geschlossen war und so blieb dem Dezemberkontrakt am Ende des Tages ein mageres Plus von 0,15 % (25 Cent) auf 162 €/t.

In den USA legte der Weizen dagegen kräftig zu. Obwohl die Exportanmeldungen mit lediglich 175.000 t als sehr schwach eingestuft wurden und deutlich unter den Erwartungen lagen sahen Händler den Kursrückgang der letzten zwei Wochen als übertrieben und so legte der Frontmonat 2,1 % drauf und settelte bei 4,3950 US $/bu.

US Mais legt weiter zu

Der EU Mais findet weiter keinen Halt. Der Novemberkontrakt rutscht um 1,5 % (2 €) auf 150 €/t  ab und markiert damit ein neues Kontrakttief und den tiefsten Stand seit März 2016 für den Frontmonat.

In den USA bleibt der Mais dagegen seinem am Vortag eingeschlagenen Weg treu. Die Exportanmeldungen lagen mit 1,593 Mio. t über den Erwartungen und so konnte der Dezemberkontrakt ein ordentliches Plus von 1,1 % auf 3,5275 US $/bu für sich verbuchen.

Soja bestätigt die Aufwärtskorrektur

Der Sojakomplex beendete die Woche ebenfalls mit guten Gewinnen. Die Exportanmeldungen für die Bohne lagen mit 1,747 Mio. t deutlich über den Erwartungen, und die Wetterprognosen für Südamerika lieferten weitere Unterstützung. Die Meteorologen schätzten die La Nina Gefahr wieder etwas höher als zuletzt, und auch die Trockenheit in Zentral- und Nordbrasilien soll keineswegs der Vergangenheit angehören. so das die Fonds ihre Longpositionen weiter ausbauten. Am Ende des Tages notierte die Novemberbohne nach einem Gewinn zu 0,8 %  erstmals seit 3 Monaten wieder oberhalb der psychologisch wichtigen 10 Dollarmarke (10,0025 US $/bu)

Das Sojaschrot konnte sich um 0,7 % verbessern und das Sojaöl legte 1,2 % drauf.

Raps korrigiert leicht

Dem Raps fehlten am Freitag die positiven Vorgaben und damit die Impulse seinen Anstieg fortzusetzen. Die Gewinne im Sojakomplex kamen erst nach Börsenschluss und so endete der Tag für den Novemberkontrakt mit einem kleinen Minus von 0,1 % (50 Cent) auf 367,50 €/t.

Canola in Winnipeg legt weiter zu und settelte mit einem Gewinn von 0,7 bei 499 Ca $/t.

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