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Börsentelegramm

Konsolidierung bei Weizen und Mais, Kräftige Aufschläge bei Soja

von , am
14.01.2014

Am zweiten Handelstag nach dem USDA-Report überwogen an den Terminmärkten Konsolidierungstendenzen.

Nach dem USDA-Report starteten die euopäischen Weizenpreise mit 179 Euro je Tonne in die neue Woche. © Leonhardo Franko/fotolia
 
Am zweiten Handelstag nach dem USDA-Report überwogen an den Terminmärkten Konsolidierungstendenzen und in Europa auch Anpassungsreaktionen an die veränderten Marktverhältnisse. Unter anderen konnten sich die Weizenpreise am Montag etwas von ihren herben Verlusten erholen und in den USA und Kanada sowie in Europa wieder etwas zulegen. Beim Mais gab es in den USA und vor allem in Europa nochmals leichte Kursgewinne und beim Soja zogen die Preise sogar sehr kräftig an. Letzteres hatte seine Ursachen aber nicht im USDA-Report sondern in den den Meldungen über eine sehr starke Exportnachfrage in den USA und zudem einer angekündigten Hitzewelle (bis 38 Grad Celsius) in Teilen Argentiniens. In Kanada markierten Rapspreise dennoch ein neues Kontrakttief, während der Raps in Europa mit dem Soja zugelegte.
 
Weizenpreise erholen sich etwas
Am Montag (13.01) konnten sich die Weizenpreise sowohl in den USA und Kanada als auch in Europa etwas von ihren kräftigen Vortagsverlusten erholen. Dabei legte der aktuelle Märzkontrakt am Terminmarkt in Chicago (SRW) um rund 0,8 % auf umgerechnet nur noch 154 Euro/t (573,4 Ct/Bu) zu und der Maikontrakt zog sogar um knapp 1,0 % auf 156 Euro/t (580,4 Ct/bu) an. Im vorbörslichen elektronischen Handel am Dienstag Vormittag (MEZ) lagen die Weizenpreise allerdings schon wieder im Minus. Derzeit liegen die Weizenpreise in Chicago für die Termine März bis Juli 2014 unterhalb der Marke von 160 Euro/t (595 Ct/bu) und erst für den Septemberkontrakt ganz leicht darüber.
 
US-Brotweizen mit weiteren Abschlägen
Der in Kansas gehandelte US-Brotweizen (HRW) beendete den Handel am Montag (13.01) anders als der Weizen in Chicago mit weiteren Abschlägen. Für den Märzkontrakt rutschte die Preise nochmals um 1,0 % auf umgerechnet 166,50 Euro/t (619,4 Ct/bu) und für den Maitermin um 0,8 % auf 166 Euro (618,6 Ct/bu). In Kanada konnten sich die Weizenpreise mit etwas festeren Kursen in Chicago hingegen um rund 1,6 % erholen. In Winnipeg wurde Brotweizen für den Märztermin mit umgerechnet 122 Euro/t gehandelt (182 CAD) und der Maitermin kostete noch 126 Euro/t (188 CAD). Der Preis für Futter-Gerste brach am kanadischen Terminmarkt in Winnipeg hingegen regelrecht ein und rutschte am Montag auf umgerechnet 92 Euro/t (136,5 CAD).
 
Europäische Weizenpreise erholen sich etwas
In der Europäischen Union konnten sich die Preise für Weizen mit den etwas festeren US-Preisen in Chicago ebenfalls etwas zulegen. Am Montag (13.01) kostete der Weizen für den März an der MATIF wieder 195 Euro/t und damit 2 Euro mehr als am Vortag. Der Mai ging mit 192 Euro/t aus dem Handel und damit 1,50 Euro teurer. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Weizenpreise damit noch immer 8 Euro je Tonne niedriger. Am Kassamarkt folgen die Weizenpreise den Terminmarktnotierungen. Am Großmarkt in Hamburg handelte man Brotweizen am Freitag (10. Januar) mit 199 Euro/t (-3). Futterweizen zur Lieferung im Januar kostete in Hamburg ebenfalls 199 Euro/t (-2) und A-Weizen wurde mit 202 Euro/t (-2) notiert. In Frankreich wurde Brotweizen am Freitag (fob-Rouen) mit 195 Euro/t (-2) notiert. Am Großmarkt in Mannheim kostete Brotweizen am Montag (13.01.) 187 Euro/t bis 189 Euro/t und ab südwestdt. Sation 183 Euro bis 185 Euro/t.
 
US-Mais nach Konsolidierung wieder abwärts?
Am US-Terminmarkt in Chicago konnten die Maispreise am Montag nach der Rallye vom Vortag nochmals ganz leicht zulegen bzw. sich auf dem erreichten Niveau konsolidieren. Der den Märztermin legte am Montag (13.01) in Chicago um rund 0,4 % auf umgerechnet 124,95 Euro/t (434,4 Ct/bu) zu und der Mai kostete 127,25 Euro (442,4 Ct/bu). Technische gesehen liegen die US-Preise damit weiter über der 10-Tage-Linie (423 Ct) und auch über der 20-Tage (426 Ct) und der 40 Tage-Linie (428 Ct). Am Dienstag Vormittag (MEZ) lagen die Kontraktpreise im vorbörslichen elektronischen Handel in den USA allerdings schon wieder im Minus.
 
Europäische Maispreise zunächst im Plus
In Europa haben die Maispreise am Montag (13.01) weiter zugelegt. Die Kontraktpreise für den Märztermin beendeten den Handel am europäischen Terminmarkt bei 173,75 Euro/t und für den Junikontrakt bei 174,75 Euro. Im Großhandel bewegten sich die Maispreise in Frankreich am Montag (13.01) zwischen 163 Euro und 166 Euro (+2). An den französischen Rheinhäfen wurde der Mais am Montag für 177 Euro/t (+1) verladen.
 
Sojapreise ziehen kräftig an
Der Januarkontrakt für Sojabohnen beendete den Handel am Montag (13.01) am US-Terminmarkt in Chicago mit umgerechnet 356,17 Euro/t (1326,6 Ct/bu) und der Märztermin kostete am Ende des Handelstages 347,44 Euro/t (1294,2 Ct/bu). Damit kosteten die Bohnen vor dem Hintergrund reger US-Exporte und witterungsbedingter Befürchtungen für Argentinien rund 1,2 % mehr als am Vortag. Am Dienstag Vormittag (MEZ) bewegten sich die Sojapreise im vorbörslichen elektronischen Handel in den USA erneut leicht im Plus.
 
Neues Kontrakttief für Kanadischen Raps
Die Rapspreise in Kanada sind den Sojapreisen am Montag nicht gefolgt sondern auf ein neues Kontrakttief gefallen. Mit umgerechnet etwas weniger als 280 Euro/t (416,90 CAD) lag der Januartermin in Kanada erstmals unter die Marke von 280 Euro. Der Märzkontrakt wurde mit 286 Euro (425,90 CAD) deutlich unter der 290-Euro-Marke gehandelt. Am Dienstag Vormittag (MEZ) lagen die kanadischen Rapsreise im vorbörslichen elektronischen Handel leicht im Plus.
 
Raps in Europa fester
Die Rapspreise am europäischen Terminmarkt haben am Montag (13.01) mit den Sojapreisen zugelegt. Der Februartermin beendete den Handel mit 360,25 Euro und der Maikontrakt mit 354,75 Euro. Damit kostete der Februar-Raps in Paris rund 4,0 Euro mehr als am Vortag, aber gut 6 Euro weniger als letzte Woche. Der Maikontrakt hat im Vergleich zur Vorwoche rund 8 Euro verloren. Im deutschen Großhandel blieben die Rapspreise am Dienstag unverändert. Für den Februar bewegen sich die Kurse je nach Region zwischen 361 und 370 Euro/t.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter marktkompass
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