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Börsentelegramm

Korrektur an den Getreidemärkten, Energiepreise steigen

von , am
15.01.2015

Die Getreidemärkte befinden sich weiterhin in einer Korrekturphase.

© Eisenhans/Fotolia
 
Die Getreidemärkte befinden sich weiterhin in einer Korrekturphase, denn die Preise für Weizen und Mais gaben in Europa und den USA am Mittwoch weiter nach. Lediglich Soja konnte den Mittwoch mit einem leichten Plus abschließen, während die Kurse für Raps in Europa ebenfalls weiter nachgaben. Eine deutliche Preiserholung gab es am Mittwoch indessen an den Energiemärkten, bei Rohöl und vor allem bei Erdgas. Lediglich die Ethanolpreise stürzten am US-Terminmarkt immer weiter nach unten und markierten den nächsten Negativrekord. Der Euro konnte sich am Mittwoch auf niedrigem Niveau behaupten. Am Donnerstag Mittag liegen die Preise für Getreide und Ölsaaten sowohl in den USA als auch in Europa im grünen Bereich.
 
US-Märkte bei Getreide schwächer, bei Soja behauptet
Am Mittwoch (14.01) gaben die Terminmarktpreise für den Weizen (März) in Chicago um weitere 1,9 % auf 537,6 Ct je Buschel nach. Am Donnerstag Mittag (MEZ) liegen die Preise im elektronischen vorbörslichen Handel indessen 0,7 % im Plus und deuten zumindest eine Konsolidierung an. Gleichzeitig hat der Mais in den USA für den Märztermin am Mittwoch um 1,2 % auf 381 Ct je Buschel nachgegeben. Am Donnerstag Mittag liegen die Maispreise in Chicago im elektronischen vorbörslichen Handel knapp 0,9 % im Plus. Die Sojabohne hat am Mittwoch um 0,5 % auf 1009 Ct je Buschel zugelegt und hält sich damit weiter über der technisch wichtigen 1000 Ct je Buschel-Marke. Am Donnerstag Mittag (MEZ) bewegten sich die Sojapreise erneut 0,6 % im Plus. Sojaschrot legte am Mittwoch in Chicago um 0,6 % auf 335,5 USD/st zu, während sich die Preise für Sojaöl am Mittwoch um 0,9 % zulegten.
 
Ölpreise und Erdgas teurer, Ethanol fällt weiter
Der Rohölpreis (WTI) hat sich am Mittwoch (14.01) kräftig erholt. Am US-Terminmarkt kletterten die Kurse für den Februartermin um 5,6 % auf 48,5 USD je Barrel nach oben. Im elektronischen vorbörslichen Handel steigen die Preise am heutigen Donnerstag Mittag um 1,1 % auf 49,05 USD je Barrel. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am Mittwoch um 4,3 % auf 49,9 USD je Barrel zugelegt und im elektronischen vorbörslichen Handel am Donnerstag liegen die Preise bei 50,0 USD und damit 0,6 % im Plus. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) sind in den USA am Mittwoch um 9,9 % (!!) nach oben geschossen (Kälteeinbruch im Mittelwesten und Ausfall eines Atomkraftwerks) und liegen am Donnerstag im elektronischen vorbörslichen Handel erneut 3,1 % im Plus.
 
Die Preise für Ethanol (Märzkontrakt) fielen am Mittwoch am US-Terminmarkt um weitere 5,6 %, liegen aber am Mittwoch im elektronischen vorbörslichen Handel 0,9 % im Minus,. Damit wurden am Terminmarkt die niedrigsten Ethanolpreise seit dem Mai 2005 notiert. Damit sind Ethanolpreise seit Mitte November um rund 25 % gefallen. Der Euro hat sich gegenüber dem Dollar am Mittwoch behauptet und notierte bei 1,178 USD. Am Donnerstag Mittag bewegt sich der Eurokurs schon wieder 0,5 % nach unten und liegt nur noch bei 1,172 USD/Euro.
 
Weizenpreise am Donnerstag im Plus
Die Weizenpreise haben am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (14.01) im Sog der fallenden US-Preise nachgegeben. Der Märzkontrakt für den Weizen ging mit 192 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (195,50 Euro) sind die Preise damit um 1,8 % oder 3,5 Euro gefallen. Der Maikontrakt notierte bei 192,75 Euro und damit 3,75 Euro niedriger als am Vortag (196,50 Euro) und die nächste Ernte (September) kostete nur noch 189,50 Euro und damit 3,75 Euro weniger als am Vortag (193,0 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (185,75 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit noch 6,25 Euro höher. Am heutigen Donnerstag starten die Weizenpreise in Chicago mit einem Minus von 0,8 %. Am europäischen Terminmarkt liegen die Preise Donnerstag Mittag bei 193,25 Euro und damit 1,25 Euro bzw. 0,65 % im Plus. .
 
Maispreise nochmals schwächer
Am europäischen Terminmarkt haben die Maispreise am Mittwoch (14.01) weiter nachgegeben. Der Märzkontrakt kostete am Terminmarkt in Paris noch 157,0 Euro/t und damit 2,50 Euro bzw. 1,6 % weniger als am Vortag (159,50 Euro). Der Junitermin notierte bei 161,25 Euro und damit 2,750 Euro niedriger als am Vortag (164,0 Euro) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 165,0 Euro und damit 3,75 Euro billiger als am Vortag (168,75 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 170,25 Euro und damit 1,75 Euro weniger als am Vortag (172,0 Euro) und 13 Euro mehr als der März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (176,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 19,0 Euro niedriger. Am heutigen Donnerstag starten die Preise in Chicago für Mais mit einem Plus von 1,3 %. Am europäischen Terminmarkt liegen die Preise am Donnerstag Mittag bei 193,25 Euro und damit 1,25 Euro bzw. 0,65 % im Plus.
 
Rapspreise behaupten sich
Die Rapspreise am europäischen Terminmarkt konnten am Mittwoch (14.01) nicht von der Preiserholung bei Soja profitieren und gaben nochmals leicht nach. Der Februartermin für den Raps beendete den Handel bei 355,25 Euro/t und damit 1,75 Euro bzw. 0,5 % niedriger als am Vortag (357,0 Euro). Der Maikontrakt wurde mit 354,0 Euro notiert und damit 1,50 Euro niedriger als am Vortag (355,5 Euro) und der August (neue Ernte) kostete 351,25 Euro und damit 1,5 Euro weniger als am Vortag (352,75 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (353,0 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 2,0 Euro höher. Am heutigen Donnerstag Mittag (MEZ) starten die Sojapreise in Chicago mit einem Plus von 0,5 %. Am europäischen Terminmarkt liegen die Preise am Donnerstag Mittag bei 356,25 Euro und damit 1,00 Euro bzw. 0,3 % im Plus.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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