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Börsentelegramm

Märkte preisen neue Daten ein, Volatilität bleibt hoch

von , am
03.07.2015

An den US-Terminmärkten gab es am Mittwoch eine scharfe Korrektur der Weizenpreise nach unten.

© kk artworks/fotolia
 
An den US-Terminmärkten gab es am Mittwoch eine scharfe Korrektur der Weizenpreise nach unten. Auch die Sojabohne musste einen Teil der Vortagsgewinne wieder abgeben, während sich der Mais auf dem hohen Niveau behaupten konnte. Grund für die Korrektur waren die sehr großen Bestände in den USA. Dies lagen zwar bei Soja und Mais (nicht bei Weizen) etwas unter den Erwartungen der Analysen, waren jedoch bei Weizen 27 % größer als im letzten Jahr, bei Sojabohnen 54 % größer als 2014 und bei Mais lag der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr bei 15 %. Diese doch sehr großen Bestände signalisieren eigentlich eine gute Marktversorgung und sorgten vor allem beim Weizen für einen Korrektur der Preise auf das Niveau vom Dienstag (vor dem USDA-Report).
 
Preise in Europa behaupten sich
In Europa hatten sich die Weizenpreise (trotz des scharfen Rückgangs in den USA) am Mittwoch über 200 Euro behauptet. Neben dem schwachen Euro gewinnt hier zunehmend die aktuelle Hitzewelle Einfluss auf die Preise. Die Maispreise waren am Mittwoch sogar weiter gestiegen und auch der Raps hatte am Mittwoch zugelegt. Am Donnerstag Nachmittag (16:00) behaupteten die Weizenpreise in Europa zunächst die 200-Euro-Marke, während der Raps nachgibt. Ein leichten Anstieg gibt es am Donnerstag Nachmittag zunächst auch für den Mais. Am Terminmarkt in Chicago liegen die Weizenpreise am Donnerstag Nachmittag erneut deutlich im Minus und auch die Sojabohne im gibt weiter nach. Lediglich der Mais kann sich in den USA am Donnerstag Nachmittag behaupten.
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USA: Weizenpreise fallen am Donnerstag weiter
Am gestrigen Mittwoch (01.07) haben die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago einen großen Teil der Gewinne vom Vortag wieder abgegeben . Der Julikontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) gab um 4,4 % auf 587,4 Cent je Buschel (195,2 Euro/t) nach und fiel wieder deutlich unter die 600-Cent-Marke. Die neue Ernte (September) fiel um 4,4 % auf 588,4 Cent je Buschel (195,5 Euro/t) und damit ebenfalls wieder unter 600 Cent. Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter gaben die Preise am Mittwoch um 2,9 % auf 576 Cent je Buschel (191,4 Euro) nach. Die neue Ernte (September) rutschte um 2,9 % auf 592,4 Cent je Buschel (196,8 Euro/t) nach unten.
 
Am Donnerstag Nachmittag (16:00 Uhr MEZ) geben die Weizenpreise (Julikontrakt) in den USA weiter nach. Am Nachmittag liegen die Preise für den Juli-Kontrakt in Chicago erneut 1,3 % im Minus bei 579,6 Cent je Buschel (191,6 Euro/t). Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter liegen die Preise zu diesem Zeitpunkt sogar 2,1 % im Minus bei 564 Cent je Buschel (193,5 Euro).
 
USA: Maispreise halten sich, Soja gibt etwas nach
Am Mittwoch (01.07) haben sich die Maispreise am Terminmarkt in Chicago (nach dem Preissprung vom Vortag) bei 413,6 Cent je Buschel (146 Euro/t) behauptet. Die neue Ernte (Dezember) notierte ebenfalls unverändert bei 431,6 Cent je Buschel (154,1 Euro/t). Am Donnerstag Nachmittag (16:00 Uhr MEZ) liegen die vorderen Maispreise in Chicago 0,6 % im Plus bei 416,2 Cent je Buschel (148,6 Euro/t). Die vordere Sojabohne (Julikontrakt) hat am Mittwoch um 1,2 % auf 1044 Cent je Buschel (347 Euro/t) nachgegeben. Die neue Ernte (November) notierte 0,8 % schwächer bei 1029,4 Cent je Buschel (342 Euro/t).
 
Am Donnerstag Nachmittag (16:00 Uhr MEZ liegen die vorderen Sojapreise 0,7 % im Minus bei 1036,4 Cent je Buschel (344 Euro). Für Sojaschrot (Julikontrakt) blieben die Preise am Mittwoch unverändert bei 359,8 USD/st (359 Euro/t). Für Sojaöl (Julikontrakt) haben die Preise am Mittwoch um 1,6 % auf 33,01 Ct/lb (658 Euro/t) nachgegeben.
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Weizenpreise behaupten die 200-Euro-Marke
Am Mittwoch (01.07) haben sich die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt trotz der fallenden US-Preise behauptet und sich zudem über der Marke von 200 Euro gehalten. Der Septembertermin (neue Ernte) notiert am Mittwoch bei 201,0 Euro/t und damit 0,25 Euro bzw. 0,1 % niedriger als am Vortag (201,25 Euro). Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Mittwoch mit 202,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (202,75 Euro) hatten sich die Preise damit nicht verändert. Die Weizenpreise vom Vorjahr (187,25 Euro) werden am europäischen Terminmarkt derzeit um 13,75 Euro übertroffen.
 
Am Donnerstag Nachmittag (16:00 Uhr MEZ liegen die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt für den Septembertermin zunächst unverändert bei 201 Euro und behaupten trotz der weiter nachgebenden US-Preise weiterhin die 200-Euro-Marke. Der Dezember-Weizen wird zu diesem Zeitpunkt mit 202,50 Euro gehandelt und damit 0,25 Euro niedriger als am Vortag.
 
Anstieg der Maispreise setzt sich fort
Am Mittwoch (01.07) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt weiter gestiegen. Der vordere Augustkontrakt beendete den Handel mit 189,75 und damit 3,0 Euro bzw. 1,6 % höher als am Vortag (186,75 Euro). Die neue Ernte (November) kostete am Mittwoch 190,50 Euro und damit 2,50 Euro mehr als am Vortag (188,0 Euro). Außerdem waren die Preise für die neue Ernte 0,75 Euro höher als für den vorderen Augustkontrakt (alte Ernte). Im Vergleich zum Vorjahr (179,25 Euro) waren die Maispreise am europäischen Terminmarkt am Dienstag 10,25 Euro höher.
 
Am Donnerstag Nachmittag (16:00 Uhr MEZ) liegen die Maispreise am europäischen Terminmarkt für den vorderen Augusttermin (alte Ernte) bei 190,0 Euro und damit 0,25 Euro im Plus. Der November-Mais (Neue Ernte) wird zu diesem Zeitpunkt mit 192,0 Euro gehandelt und damit 1,25 Euro höher als am Vortag.
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Rapspreise können Niveau nicht ganz halten
Die Rapspreise sind am Mittwoch am europäischen Terminmarkt leicht zugelgt. Der Augustkontrakt (neue Ernte) wurde mit 398,50 Euro gehandelt und damit zu 1,25 Euro höheren Preisen als am Vortag (397,25). Der Novemberkontrakt wurde mit 402,50 Euro gehandelt und damit 1,0 Euro höher als am Vortag (401,50) und über der 400-Euro-Marke. Im Vergleich zum Vorjahr (344,0 Euro) waren die Rapspreise am europäischen Terminmarkt am Montag 54,50 Euro (!!) höher.
 
Am Donnerstag Nachmittag (16:00 Uhr MEZ) liegen die Rapspreise am europäischen Terminmarkt für den Augusttermin bei 395 Euro und damit 3,50 Euro im Minus. Der November-Raps wird zu diesem Zeitpunkt mit 398,75 Euro gehandelt und damit 3,75 Euro niedriger als am Vortag.
 
Dr. Olaf Zinke
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