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Börsentelegramm

Märkte sortieren sich nach USDA-Report neu

von , am
11.06.2015

Am gestrigen Mittwoch Abend hat der USDA-Report mit seinen neuen Daten die Märkte gehörig durcheinandergewirbelt.

© kk artworks/fotolia
 
Am gestrigen Mittwoch Abend hat der USDA-Report mit seinen neuen Daten die Märkte gehörig durcheinandergewirbelt. Allerdings brauchen die Märkte meistens einige Zeit um die Daten richtig zu verdauen und sich neu auszurichten. Deshalb können auch die Preise in den nächsten Tagen durchaus noch mehrmals die Richtung wechseln. Mit deutlich nachgebenden Preisen bei Weizen und Mais sowie etwas schwächeren Kursen bei Sojabohnen und Canola reagierte der Terminmarkt in Chicago am Mittwoch Abend auf die Ergebnisse des neuen USDA-Reports. Auch am europäischen Terminmarkt gaben die Preise für Weizen und Mais deutlich nach und die Rapspreise rutschten ebenfalls ins Minus.
 
Eine Ursache für den kräftigen Rückgang der Weizenpreise war die Aufwärtskorrektur der globalen Weizenernte und trotz der extremen Regenfälle der letzten Wochen auch die nach oben gesetzte Weizenernte in den USA. Unverändert ließ das USDA die globale Maisernte, die globalen Mais-Bestände gingen allerdings deutlich nach oben und sorgten ebenfalls für den Preisdruck. Bei Sojabohnen wurde die aktuelle Ernte 2014/15 nochmals nach oben korrigiert und die Ernte 2015/16 blieb auf dem sehr hohen Niveau. Die Soja-Bestände wachsen allerdings etwas weniger stark als im Mai erwarte wurde was die Preise stützte.
 
Weitere Informationen zu den Veränderungen bei Weizen, Mais und Soja finden Sie in der aktuellen Einschätzung: USDA-Report wirkt bärisch für Weizen und Mais
 
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USA: Weizenpreise brechen ein
Am Mittwoch (10.06) sind die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago und in Kansas drastisch eingebrochen. Der Julikontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) gab um 3,5 % auf 513,4 Ct je Buschel (166,5 Euro/t) nach. Die neue Ernte (September) ging um 3,3 % auf 521,2 Cent je Buschel (169 Euro/t) zurück. Für den am Terminmarkt in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter (HRW), gaben die Preise am Mittwoch um 3,2 % auf 530,4 USD je Buschel (172 Euro) nach. Die neue Ernte (September) notierte 3,4 % niedriger bei 541 Ct je Buschel (175,4 Euro/t). Am Donnerstag  (MEZ) liegen die Weizenpreise (Julikontrakt) in Chicago im vorbörslichen Handel erneut 1,2 % im Minus bei 507,2 Ct je Buschel (164,5 Euro/t). Für den in Kansas gehandelten proteinreichen Weizen der Sorte Hard Red Winter liegen die Preise am Donnerstag  0,9 % im Minus bei 526 Ct je Buschel (170,6 Euro).
 
USA: Maispreise rückläufig, Sojapreise etwas schwächer
Am Mittwoch (10.06) sind die Maispreise am Terminmarkt in den USA deutlich um 2,1 % auf sich mit 357,2 je Buschel (124 Euro/t) zurückgegangen. Die neue Ernte (Dezember) notierte 2,0 % im Minus bei 375,2 Cent je Buschel (130,3 Euro/t). Am Donnerstag  (MEZ) bewegen sich die Maispreise in Chicago im vorbörslichen Handel 0,5 % im Minus bei 355,4 Ct je Buschel (123,4 Euro). Die Sojabohne (Julikontrakt) hat am Mittwoch nur leicht um 0,2 % auf 949,4 Ct je Buschel (308 Euro/t) nachgegeben. Die neue Ernte (November) notierte 0,4 % niedriger bei 921,6 Cent je Buschel (299 Euro/t). Am Donnerstag Mittag (MEZ) liegen die Sojapreise 0,4 % im Minus bei 945,4 Ct je Buschel (306,6 Euro). Für Sojaschrot (Julikontrakt) sind die Preise Mittwoch um 0,7 % auf 314,4 USD/st (306 Euro/t) zurückgegangen und bewegen sich am Donnerstag Mittag um 0,3 % im Minus. Für Sojaöl (Julikontrakt) haben die Preise am Mittwoch leicht um 0,2 % auf 33,87 Ct/lb (659 Euro/t) nachgegeben und sind am Donnerstag Mittag unnverändert.
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Euro am Donnerstag schwächer
Der Euro hat am Mittwoch gegenüber dem Dollar um 0,3 % zugelegt und ging bei 1,133 USD aus dem Handel .Am Donnerstag Mittag notiert der Euro bei 1,1223 USD je Euro und damit jedoch wieder deutlich 0,9 % niedriger. Der Rohölpreis (WTI) hat am Mittwoch nochmal kräftig zugelegt und bewegt sich am Donnerstag Mittag im Minus. Am US-Terminmarkt steigen die WTI-Kurse für den Julitermin am Mittwoch um 2,1 % auf 61,43 USD je Barrel. Im vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Donnerstag (MEZ) 0,7 % niedriger bei 61,0 USD je Barrel. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am Mittwoch um 1,3 % auf 65,70 USD je Barrel zugelegt. Im vorbörslichen Handel am Donnerstag liegen die Brent-Preise 0,5 % im Minus bei 65,35 USD.
 
Weizenpreise fallen auch am Donnerstag
Am Mittwoch (10.06) haben die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt unter dem Druck der fallenden US-Kurse ebenfalls deutlich nachgegeben. Der vordere Septembertermin (neue Ernte) beendete den Handel am Mittwoch Abend bei 183,50 Euro/t und damit 2,50 Euro bzw. 1,3 % niedriger als am Vortag (186,0 Euro). Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Mittwoch mit 185,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (187,75 Euro) haben die Preise damit um 1,2 % oder 2,25 Euro nachgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr (191,00 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 7,50 Euro niedriger. Am Donnerstag  liegen die Weizenpreise (September) am europäischen Terminmarkt erneut 2,75 Euro im Minus bei 180,75 Euro/t. Der Dezemberkontrakt kostete am Donnerstag Mittag 183,0 Euro und damit 2,50 Euro weniger als am Vortag.
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Maispreise geben kräftig nach
Die Maispreise sind am europäischen Terminmarkt am Mittwoch kräftig gefallen. Der Augustkontrakt beendete den Handel am Mittwoch mit 164,75 Euro/t und damit 2,75 Euro bzw. 1,6 % niedriger als am Vortag (167,50 Euro). Die neue Ernte (November) kostete am Mittwoch 165,25 Euro und damit 2,25 Euro weniger als am Vortag (167,50 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (178,50 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 13,75 Euro niedriger. Am Donnerstag  notiert der Mais (August) am europäischen Terminmarkt 1,0 Euro niedriger bei 163,75 Euro. Gleichzeitig kostet die neue Ernte 164,50 Euro und damit 0,75 Euro weniger.
 
Rapspreise halten die 370 Euro-Marke
Die Rapspreise haben am Mittwoch am europäischen Terminmarkt ebenfalls nachgegeben. Der Augustkontrakt (neue Ernte) wurde am Mittwoch mit 371,0 Euro gehandelt und kostete damit 1,75 Euro weniger als am Vortag (372,75 Euro). Der Novemberkontrakt wurde am Mittwoch mit 373 Euro gehandelt und damit 2,0 Euro niedriger als am Vortag (375,0 Euro). Im Vergleich zum Vorjahr (349 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 22 Euro höher. Am Donnerstag  legen die Rapspreise am europäischen Terminmarkt für den Augustkontrakt um 0,25 Euro auf 371,25 Euro zu. Gleichzeitig kostet auch der Dezember-Raps 1,25 Euro mehr und damit 374,25 Euro.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt

 
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