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Börsentelegramm

Märkte verarbeiten neue USDA-Daten

von , am
13.07.2015

Der neue USDA-Report vom vorigen Freitag hat eine ganze Reihe von neuen Daten und Erkenntnissen für die Märkte gebracht.

© tom - Fotolia.com
 
Der neue USDA-Report vom vorigen Freitag hat eine ganze Reihe von neuen Daten und Erkenntnissen für die Märkte gebracht. Meist dauert es noch einige Zeit bis die neuen Daten bewertet und eingeordnet wurden. Deshalb könnten es zum Beginn der neuen Woche noch zu deutlichen Anpassungsreaktionen und Preisausschlägen an den Märkten kommen. Dabei hatten die Veränderungen an den Erntemengen und vor allem an den Beständen bei Weizen, Mais und Soja häufig nicht die Erwartungen der Analysten getroffen. Am vorigen Freitag reagierten die Terminmärkte in den USA auf die neuen Eckdaten und Bilanzen zunächst mit schwächeren Kursen bei Weizen und steigenden Preisen bei Mais und Soja. In Europa hatte sich der Weizen am Freitag behauptet, während die Kurse für Mais und Raps relativ deutlich gestiegen waren.
 
Neue Woche beginnt schwächer für Weizen
Am heutigen Montag (13.07) beginnt der vorbörsliche Handel am US-Terminmarkt in Chicago erneut mit etwas schwächeren Preisen beim Weizen. Die Maispreise liegen hingegen erneut leicht im Plus bzw. bewegen sich seitwärts und bei Sojabohnen geben die Kurse im vorbörslichen Handel leicht nach. Die Canolapreise beginnen den Handel am kanadischen Terminmarkt für die neue Ernte (November) mit Preisabschlägen. Der Euro hat gegenüber dem Dollar am Freitag auf 1,1138 USD zugelegt, gibt aber am Montag wieder nach. Am europäische Terminmarkt beginnt der Handel am Montag Vormittag mit nachgebenden Preisen für Weizen und steigenden Preisen für Mais. Raps liegt ganz leicht im Minus.
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USA: Weizenpreise nach USDA-Report schwächer
Am Montag Vormittag (MEZ) beginnen die Weizenpreise (Septemberkontrakt) in Chicago den vorbörslichen Handel mit einem Minus von 0,3 % bei 574,2 Ct je Buschel (189,5 Euro/t). Für den in Kansas gehandelten Weizen der Sorte Hard Red Winter (September-Kontrakt) geben die Preise am Montag Vormittag um 0,6 % auf 568,6 Ct je Buschel (187,6 Euro) nach.
 
Am vorigen Freitag (10.07) hatten sich die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago leicht und in Kansas sogar relativ deutlich nachgegeben. Grund für die unterschiedliche Preisentwicklung waren die unterschiedlichen Ernteprognosen für den Chicago-Weizen (SRW) und den Kansas-Weizen (HRW ) durch das USDA. Der September-Kontrakt (neue Ernte) notierte in Chicago am Freitag 0,4 % im Minus bei 576,0 Ct je Buschel (190,0 Euro/t). Im Wochenvergleich (590,4) sind die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago damit um 2,4 zurückgegangen.
 
Für den in Kansas gehandelten Weizen der Sorte Hard Red Winter (HRW) haben die Preise für den Septembertermin am Freitag um 1,2 % auf 572,2 USD je Buschel (188,8 Euro) nachgegeben. Die Im Wochenvergleich (576) sind die Preise für den Kansas-Weizen der Sorte Hard Red Winter (HRW) um 0,7 % zurückgegangen. Damit ist der Chicago-Weizen (SRW) am Terminmarkt weiterhin teurer als der proteinreiche Weizen aus Kansas.
 
USA: Maispreise auf Jahreshoch, Sojapreise ebenfalls gestiegen
Am Montag Vormittag (MEZ) beginnen die Maispreise in Chicago den vorbörslichen Handel mit einem leichten Plus von 0,2 % bei 435,6 Cent je Buschel (153,9 Euro). Am vorigen Freitag (10.07 sind die Terminmarktpreise (September) für den Mais in den USA nochmals um 1,4 % auf 434,6 Cent je Buschel (153,6 Euro/t) gestiegen. Das sind die höchsten Maispreise seit Juni 2014, also seit mehr als einem Jahr. Die neue Ernte (Dezember) notierte am Freitag ebenfalls 1,4 % höher bei 445 Cent je Buschel (157,2 Euro/t). Im Wochenvergleich (419,6) sind die Maispreise in Chicago damit nochmals um rund 3,6 % gestiegen.
 
Am Montag Vormittag (MEZ) liegen die vorderen Sojapreise (August) im vorbörslichen Handel ganz leicht 0,2 % im Minus bei 1030 Ct je Buschel (340 Euro). Am vorigen Freitag (10.7.) war die Sojabohne um 0,6 % auf 1032 Cent je Buschel (340,6 Euro/t) gestiegen. Die neue Ernte (November) notierte am Freitag 0,7 % höher bei 1022,2 Cent je Buschel (337 Euro/t). Im Wochenvergleich sind die vorderen Sojapreise in Chicago um 1,2 % zurückgegangen.
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Weizenpreise zuletzt behauptet
Am vorigen Freitag (10.07) haben die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt leicht zugelegt. Ein Grund ist die nach unten korrigierte europäische Ernte durch das USDA. Der Septembertermin (neue Ernte) beendete den Handel bei 196,75 Euro/t und damit 0,75 Euro bzw. 0,4 % höher als am Vortag (196,0 Euro). Gegenüber der Vorwoche (204 Euro) sind die Weizenpreise an der MATIF um 7,25 Euro bzw. 3,6 % niedriger.
 
Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging am Freitag mit 198,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (198,50 Euro) haben die Preise sich damit nicht verändert. Gegenüber der Vorwoche (205 Euro) sind die Weizenpreise für den Dezembertermin jedoch um 6,50 Euro bzw. 3,2 % zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr (186,25 Euro) waren die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt zuletzt 10,5 Euro bzw. 5,6 % höher
 
Maispreise steigen wieder
Am vorigen Freitag (10.07) waren die Maispreise am europäischen Terminmarkt vor allem für die neue Ernte gestiegen. Der Augustkontrakt beendete den Handel mit 184,75 Euro/t und damit 1,0 Euro höher als am Vortag (183,75 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (193,75 Euro) sind die Maispreise an der MATIF allerdings um 9,0 Euro bzw. 4,6 % zurückgegangen.
 
Die neue Ernte (November) kostete am Freitag 189,25 Euro und damit 3,0 Euro bzw. 1,6 % mehr als am Vortag (186,25 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (195,75 Euro) sind die Maispreise für die neue Ernte an der MATIF allerdings 6,50 Euro bzw. 3,4 % niedriger. Im Vergleich zum Vorjahr (170,50 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit nur noch 14,25 Euro 8,4 % höher.
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Rapspreise 60 Euro höher als im Vorjahr
Am vorigen Freitag (10.07) hatten die Rapspreise am europäischen Terminmarkt kräftig zugelegt. Der Augustkontrakt (neue Ernte) wurde mit 392,50 Euro gehandelt und damit zu 3,75 Euro höheren Preisen als am Vortag (388,75 Euro). Im Vergleich zur Vorwoche (394,25 Euro) waren die Preise für den Augustkontrakt an der MATIF um 1,75 Euro bzw. 0,7 % niedriger.
 
Der Novemberkontrakt wurde am Freitag mit 396,75 Euro gehandelt und damit 3,50 Euro höher als am Vortag (393,25) Gleichzeitig kostete der Novembertermin 1,50 Euro weniger als in der Vorwoche (398,25). Im Vergleich zum Vorjahr (333 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 59,50 Euro bzw. knapp 18 % höher.
 
Dr. Olaf Zinke
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