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Börsentelegramm

Nachgebende Preise für Weizen, Mais und Ölsaaten

von , am
19.08.2015

Am europäischen Terminmarkt sind die Preise am Dienstag für Weizen, Raps und Mais nochmals deutlich zurückgegangen.

© kk artworks/fotolia
 
Am Dienstag haben die Weizen- und Sojapreise am den Terminmarkt in den USA nochmals kräftig nachgegeben. Die Maispreise konnten in den USA leicht zulegen und die Canolapreise gaben in Kanada sehr kräftig nach. Am europäischen Terminmarkt sind die Preise am Dienstag für Weizen und Mais nochmals deutlich zurückgegangen. Die Rapspreise gaben im Sog der weiter fallenden Sojapreise ebenfalls nach.
 
Am heutigen Mittwoch beginnt der vorbörsliche Handel an den Terminmärkten in den USA beim Weizen etwas fester und auch beim Mais mit einem leichten Plus. Die Sojabohne beginnt den Handel erneut im Minus und die Canolapreise starten seitwärts in den Handel. Der Euro gab am Dienstag um 0,6 % auf 1,102 USD nach und das Rohöl WTI wurde mit 43,12 USD je Barrel 1,7 % teurer gehandelt als am Vortag.
 
USA: Weizenpreise fallen unter 500-Cent-Marke
Am Dienstag (18.08) sind die Weizenpreise am Terminmarkt in Chicago weizter zurückgegangen. Der Septemberkontrakt für den Chicago-Weizen (SRW) gab um 1,3 % nach und beendete den Handel bei 494,2 Cent je Buschel (164,7 Euro/t) und damit unterhalb der technisch und psychologisch kritischen 500-Cent-Marke. Der Dezember-Termin beendete den Handel 1,1 % niedriger bei 498,6 Cent je Buschel (166,2 Euro/t).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Chicago-Weizen von Anfang Juli (616 Cent je Buschel) sind die derzeitigen Weizenpreise rund 20 % niedriger. Die letzten Tiefpreisen von voriger Woche (492 Cent) haben die Weizenpreise in Chicago fast wieder erreicht. Das Preisniveau vom Vorjahr (606 Cent) wird am US-Terminmarkt um 18,5 % verfehlt. Am Mittwoch Vormittag (MEZ) beginnen die Weizenpreise (Septemberkontrakt) in Chicago den Handel mit einem Plus von 0,5 % bei 496,6 Cent je Buschel (165,6 Euro/t).
 
USA: Maispreise erholen sich etwas
Am Dienstag (18.08) haben die Maispreise am Terminmarkt in Chicago etwas zugelegt. Grund waren Berichte über schwache Erträge durch die Teilnehmer einer bedeutenden US-Feld-Tour im Bundestaat Ohio. Für den Septembertermin beendeten die Maispreise den Handel deshalb 0,8 % höher bei 366,2 Cent je Buschel (130,84 Euro/t). Die neue Ernte (Dezember) notierte 0,7 % höher bei 377,2 Cent je Buschel (134,7 Euro/t.
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Chicago-Mais von Anfang Juli (441 Cent je Buschel) sind die derzeitigen Preise damit etwa 17 % niedriger. Gegenüber den letzten Tiefpreisen von voriger Woche (357 Cent) sind die Maispreise derzeit noch 2,5 % höher. Das Preisniveau vom Vorjahr (406,2 Cent je Buschel) wird am US-Terminmarkt um 9,8 % verfehlt. Am Mittwoch Vormittag (MEZ) beginnen die Maispreise (Septemberkontrakt) in Chicago den Handel mit einem Plus von 0,6 % bei 368,4 Cent je Buschel (131,6 Euro/t).
 
USA: Sojapreise nähern sich 900-Cent-Marke
Am Dienstag (18.08) sind die Preise für Sojabohnen (Septemberkontrakt) am Terminmarkt in Chicago um 1,5 % auf 913,2 Cent je Buschel (304,5 Euro/t) gefallen. Die neue Ernte (November) notierte 1,4 % schwächer bei 904,2 Cent je Buschel (301,5 Euro/t).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze bei Sojabohnen von Anfang Juli (1033 Cent je Buschel) sind die derzeitigen Sojapreise 12 % niedriger. Gleichzeitig sind die Sojapreise um 0,5 % unter den Tiefstand von voriger Woche (918,4 Cent) gefallen. Das Preisniveau vom Vorjahr (1065 Cent) wird am US-Terminmarkt um etwa 14,3 % verfehlt. Am Mittwoch Vormittag (MEZ) liegen die vorderen Sojapreise (September) 0,1 % im Minus bei 912,4 Cent je Buschel (304,2 Euro).
 
Europäische Weizenpreise fallen unter 174 Euro
Am europäischen Terminmarkt sind die Weizenpreise am Dienstag (18.08) weiter gefallen. Der Septembertermin (neue Ernte) beendete den Handel bei 173,75 Euro/t und damit 2,00 Euro bzw. 1,1 % niedriger als am Vortag (175,75,0 Euro). Der Dezemberkontrakt für den MATIF-Weizen ging mit 178,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (179,75 Euro) sind die Dezemberpreise damit um 0,6 % bzw. 1,0 Euro gefallen.
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Weizen von Anfang Juli (205 Euro) sind die Weizenpreise mittlerweile rund 31,25 Euro bzw. rund 15 % niedriger. Gleichzeitig liegen die Preise jetzt 2,50 Euro unter dem letzten Tiefstand von voriger Woche (176,25 Euro). Das Preisniveau vom Vorjahr (185,50 Euro) wird am europäischen Terminmarkt um 11,75 Euro verfehlt.
 
Europäische Maispreise geben weiter nach
Am Dienstag (18.08) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt (trotz der etwas festeren US-Preise) weiter zurückgegangen. Der Novemberkontrakt (neue Ernte) beendete den Handel bei 176,25 Euro/t und damit 1,0 Euro bzw. 0,6 % niedriger als am Vortag (177,25 Euro). Der Januarkontrakt notierte bei 179,0 Euro und damit 0,75 Euro bzw. 0,4 % niedriger als am Vortag (179,75 Euro).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze von Anfang Juli (196 Euro) sind die derzeitigen Maispreise rund 22,75 Euro bzw. 10,0 % niedriger. Die letzten Tiefpreise von Anfang August (173 Euro) werden noch um 3,75 Euro bzw. 2,2 % übertroffen. Das Preisniveau vom Vorjahr (168,0 Euro) wird am europäischen Terminmarkt derzeit um 8,25 Euro bzw. 5,2 % übertroffen.
 
Rapspreise folgen Soja nach unten
Die Rapspreise sind am Dienstag am europäischen Terminmarkt im Sog der fallenden Sojapreise ebenfalls zurückgegangen. Der Novemberkontrakt wurde mit 368,75 Euro gehandelt und damit zu 2,0 Euro niedrigeren Preisen als am Vortag (370,75 Euro) und unter der Marke von 370 Euro. Der Februarkontrakt wurde mit 369 Euro notiert und damit 2,50 Euro niedriger als am Vortag (371,50).
 
Im Vergleich zur letzten Preisspitze beim Raps von Anfang Juli (402,5 Euro) sind die derzeitigen Rapspreise damit 33,75 Euro bzw. 8,4 % niedriger. Der letzte Tiefstand der Preise von voriger Woche (374,25 Euro) wird um 5,5 Euro unterschritten. Gleichzeig sind die aktuellen Preise am europäischen Terminmarkt derzeit um 40,50 Euro bzw. 12,3 % höher als die Preise im Vorjahr (328,25 Euro).
 
Dr. Olaf Zinke
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