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Börsentelegramm

Nachgebende Preise bei Weizen und Raps in Europa

von , am
27.01.2015

Die neue Woche (Montag) brachte beim Weizen in den USA sehr kräftige Verluste und auch bei Mais standen die Kurse unter Druck.In Europa konnten sich die Weizenpreise dem Sog aus Übersee nicht entziehen und gaben ebenfalls nach.

© Gina Sanders/fotolia.de
 
Die neue Woche (Montag) brachte beim Weizen in den USA kräftige Verluste und auch bei Mais standen die Kurse unter Druck. Dagegen konnten die Preise für Soja und vor allem für Sojaschrot am Montag kräftig zulegen. In Europa konnten sich die Weizenpreise dem Sog aus Übersee nicht entziehen und gaben ebenfalls nach. Auch die Maispreise konnten sich in Europa nicht halten und rutschten nach unten. Die Rapspreise gaben entgegen dem Trend beim Soja ebenfalls nach. Noch immer keinen Boden gefunden haben die Preise für Rohöl und auch Erdgas verbilligte sich wieder. Weiter nach oben ging am Montag für Ethanol. Am heutigen Dienstag (27.01) beginnt der vorbörsliche elektronische Handel am Terminmarkt in Chicago mit weiter nachgebenden Preisen bei Weizen und ebenfalls rückläufigen Kursen bei Mais, Soja und Sojaschrot.
 
USA: Verluste bei Weizen und Mais, höhere Sojapreise
Am Montag (26.01) sind die Weizenpreise (März) am Terminmarkt in Chicago um 1,8 % auf 520,4 Ct je Buschel zurückgegangen. Das ist der niedrigste Weizenpreis seit Oktober 2014. Am Dienstag Vormittag (MEZ) lagen die Preise im elektronischen vorbörslichen Handel erneut 0,4% im Minus bei nur noch 518,4 Ct je Buschel. Gleichzeitig ist der Mais in den USA für den Märztermin am Montag um 0,7 % auf 384 Ct je Buschel gefallen. Am Dienstag Vormittag (MEZ) lagen die Maispreise in Chicago im elektronischen vorbörslichen Handel erneut 0,3 % im Minus bei 382,6 USD je Buschel. Die Sojabohne hat am Montag hingegen um 1,1 % auf 983,4 Ct je Buschel zugelegt. Am Dienstag Vormittag (MEZ) liegen die Sojapreise allerdings wieder 0,18 % im Minus. Sojaschrot verteuerte sich am Montag in Chicago sogar um 2,2 % auf 338,9 USD/st und notiert am Dienstag Vormittag 0,2 % im Plus.
 
Ölpreise weiter abwärts, Euro behauptet
Der Rohölpreis (WTI) ist am Montag (23.01) weiter gefallen. Am US-Terminmarkt fielen die Kurse für den Februartermin um 1,0 % auf 45,15 USD je Barrel. Im elektronischen vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Dienstag 0,2% im Minus bei 45,08 USD je Barrel. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am Montag um 1,3 % auf 48,16 USD je Barrel nachgegeben. Im elektronischen vorbörslichen Handel am Dienstag liegen die Preise 0,2 % im Minus bei 48,05 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) sind in den USA am Montag um 3,7 % gefallen. Am Dienstag im elektronischen vorbörslichen Handel liegen die Gaspreise jedoch wieder 3,2% im Plus. Die Preise für Ethanol (Märzkontrakt) sind am Montag am US-Terminmarkt erneut um 1,3 % gestiegen und sind am Dienstag zunächst unverändert. Der Euro hat sich am Montag gegenüber dem Dollar behauptet und notierte bei 1,127 um 0,5 % nach oben und liegt bei 1,133 USD je Euro.
 
Weizenpreise fallen kräftig
Die Weizenpreise haben am europäischen Terminmarkt am Montag unter dem Druck aus den USA und vom Weltmarkt nachgegeben. Der Märzkontrakt für den Weizen ging mit 196,50 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (198,50 Euro) sind die Preise damit um 1,0 % oder 2,0 Euro zurückgegangen. Der Maikontrakt notierte bei 196,75 Euro und damit 2,25 Euro niedriger als am Vortag (199,0 Euro) und die nächste Ernte (September) kostete 192,75 Euro und damit 1,00 Euro weniger als am Vortag (193,75 Euro). Gleichzeitig kostet die neue Weizenernte (September) 3,75 Euro weniger als der aktuelle März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (184,75 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit 11,75 Euro höher. Am Dienstag Vormittag beginnt der Handel am europäischen Terminmarkt für den Weizen mit einem weiteren Abschlag von 2,0 Euro bei 194,50 Euro/t.
 
Maispreise geben ebenfalls nach
Am europäischen Terminmarkt haben die Maispreise am Montag (26.01) nachgegeben. Der Märzkontrakt beendete den Handel am Terminmarkt in Paris bei 157,50 Euro/t und damit 1,75 Euro bzw. 1,1 % niedriger als am Vortag (159,25 Euro). Der Junitermin notierte bei 162,75 Euro und 1,50 Euro niedriger als am Vortag (164,25 Euro) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 166,75 Euro und damit 1,0 Euro niedriger als am Vortag (167,75 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 169,75 Euro und damit 0,75 Euro weniger als am Vortag (170,50 Euro) sowie 12,25 Euro mehr als der März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (176,0 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 18,50 Euro niedriger. Am Dienstag Vormittag beginnt der Handel am europäischen Terminmarkt für den Mais mit einem weiteren Abschlag von 1,0 Euro bei 156,50 Euro/t.
 
Raps unter Druck
Die Rapspreise haben sich am Montag (26.01) am europäischen Terminmarkt (trotz der Preiserholung bei Soja) nachgegeben. Der Februartermin für den Raps beendete den Handel bei 352,75 Euro/t und damit 3,75 Euro bzw. 1,05 % niedriger als am Vortag (356,50 Euro). Der Maikontrakt wurde mit 356,0 Euro notiert und damit 2,50 Euro niedriger als am Vortag (358,50 Euro) und der August (neue Ernte) kostete 352,25 Euro und damit 3,25 Euro weniger als am Vortag (355,50 Euro). Gleichzeitig kostet die neue Rapsernte (August) 0,5 Euro weniger als der aktuelle Februar-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (349 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 3,75 Euro höher. Am Dienstag Vormittag beginnt der Handel am europäischen Terminmarkt für den Raps mit einem weiteren Abschlag von 1,25 Euro bei 351,50 Euro/t und damit nur knapp über der Marke von 350 Euro. .
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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