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Börsentelegramm

Neue Exportdaten bestimmen Getreidepreise

von , am
12.02.2015

Vor dem Hintergrund der insgesamt neutral wirkenden neuen USDA-Daten dürften die aktuellen Exportzahlen vom heutigen Donnerstag Abend sowohl den US-Märkten als auch den Börsen in Europa neue Impulse geben.

© Mühlhausen/landpixel
 
Eine andere Richtung haben die Daten aus dem neuen USDA-Report den Getreide- und Ölsaatenmärkten nicht gegeben. Am Mittwoch konnte sich die Preise für Weizen in Europa und Übersee leicht erholen und auch Soja notierte etwas fester. Dagegen gaben die Maispreise leicht nach und die Rapspreise konnten sich in Europa behaupteten, während die Canolapreise am kanadischen Markt leicht zulegten. Vor dem Hintergrund der insgesamt neutral wirkenden neuen USDA-Daten dürften die aktuellen Exportzahlen vom heutigen Donnerstag Abend sowohl den US-Märkten als auch den Börsen in Europa neue Impulse geben und könnten die Preise durchaus stärker bewegen als der USDA-Report.
 
USA: Weizen und Soja im Plus, Mais schwächer
Am Mittwoch (11.02) haben die Weizenpreise (März) am Terminmarkt in Chicago um 0,8 % auf 525,6 Ct je Buschel (171 Euro/t) zugelegt. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) liegen die Preise im elektronischen vorbörslichen Handel erneut 0,0 % im Minus bei 525 Ct je Buschel. Gleichzeitig hat der Mais in den USA für den Märztermin am Mittwoch um 0,6 % auf 385,6 Ct je Buschel (134 Euro/t) nachgegeben. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) lagen die Maispreise in Chicago im elektronischen vorbörslichen Handel 0,1 % im Minus bei 385,2 Ct je Buschel. Die Sojabohne hat am Mittwoch 0,9 % auf 977,6 Ct je Buschel (318 Euro/t) zugelegt. Am Donnerstag Nachmittag (MEZ) sind die Sojapreise nahezu unverändert. Für Sojaschrot legten die Preise am Mittwoch in Chicago um 0,8 % auf 329,6 USD/st (322 Euro/t) zu und notierten am Donnerstag Nachmittag erneut 0,5 % im Plus. Für Sojaöl sind die Preise am Mittwoch um 1,0 % auf 31,75 Ct/lb (619 Euro/t) gestiegen.
 
Ölpreise unter 50 USD, Euro erneut behauptet
Der Rohölpreis (WTI) ist am Mittwoch (12.02) wieder unter 50 USD gefallen. Am US-Terminmarkt gaben die WTI-Kurse für den Märztermin um 2,4 % auf 48,84 USD je Barrel nach. Im elektronischen vorbörslichen Handel liegen die Preise am heutigen Donnerstag allerdings bei 49,88 USD je Barrel rund 2,1 % im Plus. Gleichzeitig hat der Preis für das Nordseeöl Brent am Mittwoch um 2,7 % auf 55,9 USD je Barrel nachgegeben. Im elektronischen vorbörslichen Handel am Donnerstag liegen die Brent-Preise 1,9 % im Plus bei 57,0 USD. Die Preise für Erdgas (Natural Gas) haben in den USA am Mittwoch nochmals um 5,5 % zugelegt. Am Donnerstag Nachmittag liegen die Gaspreise im elektronischen vorbörslichen Handel 0,8 % im Plus. Die Preise für Ethanol (Märzkontrakt) sind am Mittwoch am US-Terminmarkt um 1,2 % gefallen und liegen am Donnerstag erneut 1,5 % im Minus. Der Euro hat sich am Mittwoch gegenüber dem Dollar behauptet und notierte bei 1,131 USD und liegt am Donnerstag Nachmittag 0,5 % im Plus bei 1,136 USD je Euro.
 
Weizenpreise erholen sich etwas
Die Weizenpreise haben sich am Mittwoch in Europa leicht erholt und bewegen sich am Donnerstag Nachmittag seitwärts. Der Märzkontrakt für den Weizen ging am Mittwoch (11.02) mit 185,75 Euro/t aus dem Handel. Im Vergleich zum Vortag (185,0Euro) haben die Preise damit 0,4 % oder 0,75 Euro zugelegt. Der Maikontrakt notierte bei 187,25 Euro und damit 0,5 Euro höher als am Vortag (186,75 Euro) und die neue Ernte (September) kostete 184,0 Euro und damit 0,25 Euro weniger als am Vortag (184,25 Euro). Gleichzeitig sind die Preise für die neue Weizenernte (September) derzeit 1,50 Euro niedriger als die Preise für den aktuellen März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (186,50 Euro) sind die Weizenpreise am europäischen Terminmarkt derzeit noch 0,75 Euro höher. Am Donnerstag beginnt der Handel am europäischen Terminmarkt für den Weizen mit einer Seitwärtsbewegung bei 185,75 Euro/t.
 
Maispreise bröckeln weiter
Die Maispreise haben sich am europäischen Terminmarkt am Mittwoch (11.02) weiter nachgegeben. Der Märzkontrakt beendete den Handel mit 153,25 Euro/t und damit 1,25 Euro bzw. 0,8 % niedriger als am Vortag (154,50 Euro). Der Junitermin notierte bei 158,50 Euro und damit 1,25 Euro niedriger als am Vortag (159,75 Euro) und der Augustkontrakt beendet den Handel bei 163,0 Euro und damit 1,0 Euro niedriger als am Vortag (164,0 Euro). Die neue Ernte (November) kostete 166,75 Euro und damit 0,5 Euro weniger als am Vortag (167,25 Euro) sowie 13,25 Euro mehr als der aktuelle März-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (180,50 Euro) sind die Maispreise am europäischen Terminmarkt derzeit 27,25 Euro niedriger. Am Donnerstag beginnt der Handel am europäischen Terminmarkt für den Mais mit einer Seitwärtsbewegung bei 153,25 Euro/t.
 
Rapspreise behaupten sich weiter
Die Rapsreise haben sich am Mittwoch behauptet. Der Maitermin beendete den Handel am Mittwoch bei 356,75 Euro/t und damit 0,25 Euro höher als am Vortag (356,50 Euro). Die neue Ernte (August) kostete 350,0 Euro und damit sogar 1,25 Euro mehr als am Vortag (348,75 Euro). Gleichzeitig kostet die neue Rapsernte (August) 6,75 Euro weniger als der aktuelle Mai-Kontrakt. Im Vergleich zum Vorjahr (361,25 Euro) sind die Rapspreise am europäischen Terminmarkt derzeit 4,25 Euro niedriger. Am Donnerstag beginnt der Handel am europäischen Terminmarkt für den Mai-Termin mit einem leichten Abschlag von 0,75 Euro bei 356,0 Euro/t. Der August (neue Ernte) beginnt den Handel am Mittwoch unverändert bei 350,0 Euro.
 
Dr. Olaf Zinke // Redaktionsleiter Markt
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